Zusammenstoß mit Vögeln mögliche Ursache - FBI schließt Terroranschlag aus

Notlandung auf Hudson River - alle Insassen überleben

Der Airbus A 320 war auf dem Weg von La Guardia nach Charlotte, als er in New York in den Hudson-Fluss stürzte. Passagiere flüchteten aus der Maschine in das eiskalte Wasser des Flusses und die Feuerwehr eilte herbei. Hier sehen Sie Bilder von dem Wrack.

New York. Es ist ein Wunder. Offenbar konnten alle Passagiere gerettet werden. Denn nun bestätigen die Flugaufsichsbehörde (FAA) und die Rettungskräfte: Alle Insassen seien gerettet und befänden sich in Sicherheit. Taucher hätten sich davon überzeugt, dass niemand in dem Flugzeugwrack zurückgeblieben war. Eine FAA-Sprecherin ergänzt, sie wisse nicht, ob es Schwerverletzte gebe oder nicht.

Bei der abgestürzten Maschine handelt es sich laut CNBC um einen Airbus A 320 der Fluggesellschaft US Airways. Den Berichten mehrerer TV-Sender zufolge war das Flugzeug mit der Flugnummer 1549 vom New Yorker Flughafen La Guardia mit 155 Insassen nach Charlotte (North Carolina) unterwegs gewesen.

Die Maschine versank bis zu den Fenstern in dem Fluss, Passagiere flüchteten aus der Maschine in das eiskalte Wasser. Eine ganze Armada von Rettungsbooten eilte zu der Unglücksstelle, um die Insassen in ihren gelben Rettungswesten aus den Fluten zu ziehen. Das Heck und das Dach schauten zunächst noch aus dem Wasser, doch die Maschine sank langsam immer tiefer.

"Ich dachte nur: Warum fliegt sie so niedrig. Und schon traf sie auf dem Wasser auf", berichtete die AP-Mitarbeiterin Barbara Sambriski, die Zeugin des Absturzes wurde.

Die Notlandung eines Passagierjets auf dem Hudson-Fluss in New York ist von einem dem Überlebenden, Jeff Kolodjay, der mit Freunden zu einem Golfturnier fliegen wollte, als "ganz schön erschreckend" beschrieben worden. "Ungefähr drei Minuten nach dem Start sind die Maschinen ausgegangen", beschrieb er die Vorgänge an Bord. "Und dann wussten wir, dass es nach unten geht", erzählte Jeff Kolodjay dem US-Sender CNN.

Nach dem Aufprall auf dem Fluss sei es in der Kabine des Jets zunächst etwas hektisch gewesen. "Ein Frau mit einem Baby an der Schulter hat versucht, über die Sitze zum Ausgang zu klettern", sagte Kolodjay. "Da haben wir einfach gerufen, Frauen und Kinder zuerst." Anschließend habe sich der Andrang zu den Ausgängen normalisiert. "Ich glaube auch, dass alle Passagiere überlebt haben."

Der Pilot habe noch in der Luft per Funk von Schwierigkeiten berichtet, sagte die Sprecherin der Flugaufsichtsbehörde FAA. Er habe angekündigt, mit dem Flugzeug auf dem Fluss niederzugehen zu wollen. Augenzeugen berichten, der Pilot habe die Maschine offenbar kontrolliert auf dem Wasser aufgesetzt. Laut Bundespolizei FBI gab es keine Anzeichen für einen Terroranschlag. Auch das Heimatschutzministerium ging nicht von einem Anschlag aus.