FC St. Pauli

"Ja" zu Stanislawskis Antrag - Fabio Morena bleibt Kapitän

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Fabio Morena bleibt St. Paulis Kapitän. Eine Überraschung gibt es aber: Beim DFB-Pokal-Spiel gegen Chemnitz steht Pliquett im Tor.

Hamburg. Sieben lange Wochen haben sie geschwitzt, geschuftet und taktische Vorgaben ihres Trainers Holger Stanislawski eingeübt, jetzt ist es endlich so weit: Am Sonnabend (15.30 Uhr) steht das erste Pflichtspiel der Bundesliga-Mannschaft des FC St. Pauli auf dem Programm. So eröffnete Stanislawski die Pressekonferenz vor dem DFB-Pokalspiel gegen den Regionalligisten Chemnitzer FC mit den Worten: "Die Vorbereitungsphase endet heute." Kollektive Erleichterung.

Als letzten Akt vor dem Saisonstart präsentierte der Trainer seinen neuen Kapitän. Es ist - wie auch in den vergangenen sechs Spielzeiten - Innenverteidiger Fabio Morena. "Ich habe Fabio einen Antrag gemacht und er hat angenommen", umschrieb Stanislawski die Nominierung seines langjährigen Vertrauten. Es sei ihm schon recht früh klar gewesen, dass Morena das Amt behalten solle, "er hat das in der Vergangenheit sehr gut gemacht, mein Vertrauen in ihn ist sehr groß, ebenso sein Ansehen in der Mannschaft."

Dabei sei es auch nebensächlich, ob Morena immer auf dem Platz stehe oder nicht. Die Konkurrenz ist in jedem Fall durch Neuzugang Carlos Zambrano größer geworden, Morena droht die Bank. Der 30-Jährige nimmt das locker: "Es gab vor zwei Jahren schon einmal so eine Phase, als ich nicht gespielt habe. Trotzdem werde ich gerade in solchen Situationen als Vorbild fungieren", sagte er und kündigte an, dass es "schwere Phasen geben wird. Ich will versuchen, die Mannschaft da durch zu führen."

Schwierige Phasen drohen auch Torhüter Mathias Hain. Für das erste Pflichtspiel nominierte Stanislawski nach dem Ausfall von Thomas Kessler Benedikt Pliquett als Nummer eins. Eine Überraschung, die der Coach damit begründete, dass er dem 25-Jährigen unter Pflichtspielbedingungen eine Chance geben wolle, sich zu zeigen. "Für den Bundesliga-Auftakt gegen Freiburg ist alles offen", sagte Stanislawski. "Sicher ist aber, dass wir da mit einer anderen Mannschaft auflaufen werden."

FANS SIND HEISS AUFS DERBY

Das ist vor allem den vielen Verletzten geschuldet. Gegen Chemnitz muss St. Pauli sieben Spieler ersetzen. Neben den schon länger verletzten Gerald Asamoah, Moritz Volz, Jan-Philipp Kalla und Thomas Kessler sind auch Markus Thorandt (Grippe), Florian Bruns (Knöchelprellung) und Carsten Rothenbach (Muskelprobleme) nicht rechtzeitig fit geworden. "Das ist eine Chance für alle anderen, mir zu zeigen, warum ich auf sie setzen soll", sagte der Trainer, der von einem heißen Tanz gegen den ambitionierten Regionalliga-Klub spricht, trotzdem aber einen klaren Sieg fordert. Denn: "K. o.-Spiele sind das Schönste, was es gibt. Und der DFB-Pokal ist die einfachste Möglichkeit, sich für einen europäischen Wettbewerb zu qualifizieren."