FC St. Pauli verkauft Tickets fast ausschließlich an Mitglieder

Hamburg. Die ersten Ungeduldigen wurden bereits gestern Abend auf dem Platz vor der Südtribüne des Millerntorstadions erwartet, um dort zu campieren und darauf zu warten, dass sie heute Morgen ein Stück Papier ausgehändigt bekommen. Darauf sollte dann möglichst eine Spielpaarung der neuen Bundesligasaison abgedruckt sein. Der FC St. Pauli startet heute den Kartenvorverkauf für die ersten drei Heimspiele gegen Hoffenheim, den HSV und Borussia Dortmund. Die Schlangen werden lang sein, und es wird viele enttäuschte Gesichter geben, denn die 24 500 Plätze im Stadion werden unter normalen Umständen bei jedem Heimspiel voll belegt sein. "Wir haben viel zu viele Anfragen für zu wenig Plätze", sagt Christian Bönig, Pressesprecher des FC St. Pauli. 16 000 Dauerkarten hat der Verein abgesetzt, der Rest wird fast ausschließlich an Mitglieder verkauft. Einzig auf den Stehplätzen der Südtribüne gibt es noch ein minimales Kontingent, das an Nicht-Mitglieder verkauft wird. Dabei dürfte es sich um rund 100 Karten handeln. Wer nicht Mitglied im Verein ist, kann das Ereignis Bundesliga am Millerntor für diese Saison also nahezu abschreiben.

Es sei denn, man besorgt sich ein Ticket auf dem Schwarzmarkt. Doch dagegen versucht der Verein vorzugehen. "Wir arbeiten eng mit dem Ordnungsamt zusammen, und es sind schon Strafanzeigen gegen Schwarzmarkthändler gestellt worden", sagt Bönig.

Beim HSV dagegen ist die Chance, ein Heimspiel miterleben zu können, größer. Der Klub hat den Dauerkartenverkauf bei 31 750 verkauften Tickets gestoppt. Somit gehen 25 250 Karten in den Verkauf, wovon 5700 an die Gästefans abgetreten werden. Doch auch beim HSV besitzen die Mitglieder ein Vorkaufsrecht. Pro Mitglied dürfen zwei Eintrittsberechtigungen erworben werden, bei St. Pauli nur eine.

Beim FC St. Pauli kosten die Tickets für Stehplätze zwischen neun und 14 Euro, für Sitzplätze zwischen 20 und 40 Euro. In der Imtech-Arena bezahlen die Fans neun Euro für einen ermäßigten Stehplatz und 84 Euro für den teuersten Sitzplatz.