Fußball-Ticker

Gündogan wirft Kroos raus: ManCity im Viertelfinale

Ilkay Gündogan von Manchester City (r) springt zum Ball.

Ilkay Gündogan von Manchester City (r) springt zum Ball.

Foto: Justin Tallis/Pool AFP/dpa

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Der Fußball-Ticker am Freitag, den 7. August 2020:

Juventus Turin scheidet aus - Olympique Lyon im Viertelfinale

Italiens Fußball-Serienmeister Juventus Turin hat das Finalturnier der Champions League überraschend verpasst. Die Mannschaft des zweifachen Torschützen Cristiano Ronaldo gewann das Achtelfinal-Rückspiel gegen Olympique Lyon am Freitagabend zwar mit 2:1 (1:1), doch das Auswärtstor ließ am Ende die Gäste jubeln. Denn im Hinspiel hatten sich die Franzosen vor der Corona-Zwangspause am 26. Februar mit 1:0 durchgesetzt.

Damit trifft Lyon im Viertelfinale in der nächsten Woche beim Achterturnier in Lissabon auf Manchester City, das sich im Parallelspiel mit 2:1 (1:1) gegen Real Madrid (Hinspiel 2:1) behauptete.

Memphis Depay brachte Lyon in der 12. Minute mit einem Foulstrafstoß in Führung - und war beim Ausgleich der Italiener kurz vor der Pause der Pechvogel, als er den Ball in der Mauer stehend an die Hand bekam. Superstar Ronaldo glich per Handelfmeter aus (43.). Bei beiden Entscheidungen des deutschen FIFA-Schiedsrichters Felix Zwayer war der Videobeweis im Einsatz. Mit einem 20-Meter-Hammer (60.) belebte Superstar Ronaldo die Hoffnungen der Turiner noch einmal - doch das erlösende dritte Tor für die Mannschaft von Trainer Maurizio Sarri fiel nicht.

In der vorigen Saison der Königsklasse war Juve im Viertelfinale an Ajax Amsterdam gescheitert. Die defensivstarken Franzosen von Trainer Rudi Garcia stehen im Viertelfinale der Königsklasse damit vor der nächsten Bewährungsprobe.

Gündogan wirft Kroos raus: ManCity im Viertelfinale

Ilkay Gündogan hat im Gigantengipfel der Champions League das packende deutsche Duell mit Toni Kroos für sich entschieden. Der Nationalspieler von Manchester City warf den 2014er-Weltmeister Kroos und Real Madrid im Achtelfinal-Rückspiel mit einem 2:1 (1:1) aus dem Wettbewerb und qualifizierte sich für das Finalturnier in Lissabon.

Real wollte es nach der 1:2-Niederlage zu Hause im Hinspiel zunächst ganz ruhig angehen, doch dieser Ansatz war im leeren Etihad Stadium nach einem fatalen Ballverlust von Weltmeister Raphael Varane im eigenen Strafraum früh gescheitert. Raheem Sterling schob zum 1:0 für City ein und erzielte damit das erste Champions-League-Tor seit 149 Tagen. Der gesperrte Kapitän Sergio Ramos fehlte Madrid als Stabilisator enorm.

ManCity, das vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS unter fragwürdigen Umständen die Aufhebung seiner Europapokalsperre erreicht hat, mühte sich mit der Führung im Rücken seinerseits um Kontrolle und beschäftigte den Gegner mit Pressing - doch alle Abwehrspieler verloren im Strafraum vor dem Ausgleich Karim Benzema (28.) aus den Augen. Einen zweiten bitteren Fehler des bemitleidenswerten Varane nutzte Gabriel Jesus (68.).

Spieler nach Barbesuch infiziert: Schottisches Ligaspiel abgesagt

Kurz nach dem Saisonstart in der schottischen Liga ist ein Spiel zwischen dem FC Aberdeen und dem FC St. Johnstone verschoben worden, weil zwei Aberdeen-Profis positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Sechs weitere Spieler mussten sich daraufhin für zehn Tage in Quarantäne begeben. Das gab die Liga am Freitag bekannt. Laut Berichten in britischen Medien hatten die Fußballer am vergangenen Wochenende gemeinsam eine Bar besucht und dort den empfohlenen Sicherheitsabstand vernachlässigt.

Die Partie gegen St. Johnstone hätte am Sonnabend stattfinden sollen. Seit vergangenem Mittwoch gelten in Aberdeen wieder verschärfte Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus. Restaurants und Pubs in der Stadt müssen vom frühen Abend an ihre Türen wieder schließen. Die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon begründete den Schritt mit dem starken Anstieg von Fällen im Zusammenhang mit Gaststätten.

Corona: Start der Regionalliga Nord in Gefahr

Uwe Döring, Präsident des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes (SHFV), sieht den für September geplanten Start der Regionalliga Nord in Gefahr. Nach Informationen der „Lübecker Nachrichten“ ist laut Döring bei unterschiedlichen Corona-Verfügungen in den Bundesländern der Termin unter Umständen nicht zu halten. Der Heider SV etwa, betonte Döring, dürfe wegen der besonderen Situation in Dithmarschen sogar nur in Minigruppen eins gegen eins trainieren. Er schrieb bereits einen Brief an Ministerpräsident Daniel Günther (CDU).

Während in anderen Bundesländern Testspiele und Training in Großgruppen erlaubt ist, ist das in Schleswig-Holstein und Hamburg nicht der Fall. Regionalliga-Mannschaften aus Niedersachsen und Bremen sind ihren nördlicheren Rivalen in der Vorbereitung damit deutlich überlegen.

Auch die Starttermine für die Ligen unterhalb der Regionalliga geraten durch die eingeschränkten Vorbereitungsbedingungen ins Wanken. Am 24. August will sich das SHFV-Präsidium mit dem Thema befassen.

Hamburger Verband fordert von Stadt Lockerungen

Der Hamburger Fußball-Verband will mit den politischen Entscheidungsträgern der Stadt zu einer schnellen Lockerung der Corona-Verordnung im Amateurfußball kommen. „Wir haben gestern im Präsidium beschlossen, uns mit dem Sportstaatsrat zusammenzusetzen. Womöglich werden wir auch bei Senatsvertretern und dem Bürgermeister vorstellig“, sagte HFV-Präsident Dirk Fischer am Freitag der Deutschen Presse-Agentur.

„Wir können die Saison nur starten, wenn in allen Bundesländern gleiche Bedingungen herrschen“, sagte Fischer. Wenn der 5./6. September als frühestmöglicher Starttermin festgelegt wird, „dann müssen wir in den nächsten anderthalb Wochen das Problem geklärt haben“, meinte der Präsident. Als Mindestvorlauf bis zum Saisonstart sind für komplettes Mannschaftstraining 14 Tage festgelegt worden.

Ausnahmen wurden für den laufenden Landespokalwettbewerb genehmigt. Dort werden in den nächsten Tagen Viertel- und Halbfinale ausgetragen. Die acht beteiligten Mannschaften dürfen jeweils mit komplettem Kader trainieren. Das Endspiel findet am Tag der Amateure am 22. August statt.

Bayern zum Bundesliga-Auftakt gegen Schalke

Titelverteidiger Bayern München startet mit einem Heimspiel gegen Schalke 04 in die 58. Saison der Bundesliga. Sollte der Meister und Pokalsieger nicht das Champions-League-Finale am 23. August erreichen, eröffnet er am 18. September die Spielzeit. Bei einem Endspieleinzug in Lissabon würde die Partie erst am 21. September ausgetragen, das Eröffnungsspiel würden Vizemeister Borussia Dortmund und Borussia Mönchengladbach bestreiten.

Das gab die Deutsche Fußball-Liga (DFL) am Freitag bei ihrer Präsentation der Spielpläne für die 1. und 2. Bundesliga bekannt. Der Supercup zwischen dem Doublegewinner FC Bayern und Vizemeister Borussia Dortmund wird erst am 30. September ausgetragen, das DFB-Pokal-Endspiel steigt schon vor dem Bundesligafinale am 13. Mai. Den kompletten Spielplan zum Download gibt es hier.

In der 2. Liga rollt der Ball ebenfalls am 18. September wieder. Zum Auftakt stehen sich der HSV und Bundesliga-Absteiger Fortuna Düsseldorf gegenüber.

AS Rom zieht sich von Börse zurück

Nach 20 Jahren wird sich der italienische Erstligist AS Rom wohl von der Mailänder Börse verabschieden. Die am Donnerstag besiegelte Übernahme durch den US-Magnaten Dan Friedkin sieht das sogenannte Delisting der Roma-Aktie vor. Das geht aus dem Abkommen hervor, das der neue Besitzer mit dem bisherigen Eigentümer James Pallotta getroffen hat.

Im Zuge der Akquisition ist eine Kapitalerhöhung im Wert von 90 Millionen Euro geplant. Danach soll der Rückzug von der Börse erfolgen. Die Aktie des römischen Clubs hatte auf die Übernahme durch Friedkin mit einem kräftigen Preisanstieg reagiert. Die Transaktion mit einem Volumen von 591 Millionen Euro soll bis zum Monatsende umgesetzt werden.

Fans im Stadion: Virologe fordert Teststrategie

Der Hamburger Virologe Jonas Schmidt-Chanasit hält die Rückkehr der Fans in die Bundesliga-Stadien unter Anwendung einer Teststrategie für möglich. „Abstand, Masken, Hygiene lassen sich natürlich während eines Fußballspiels nur sehr schwer umsetzen“, sagte er im Interview mit den Fernsehsendern RTL und NTV: „Insofern ist es hier wichtig, dass man auf die Teststrategie setzt.“ Die Anzahl der Besucher müsse sich am regionalen Infektionsgeschehen orientieren.

Schmidt-Chanasit schränkte jedoch ein, dass durch die Tests für Zuschauer an anderer Stelle nichts fehlen dürfe. „Der Fußball ist sicherlich nachgeschaltet, und Krankenhäuser, Kitas, Schulen, und viele, viele andere Bereiche müssen natürlich Priorität haben“, sagte der Professor des Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin.

Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) hatte am Dienstag erhebliche Einschränkungen bei einer möglichen Rückkehr der Zuschauer beschlossen.

Trotz Corona: Gladbach verkauft 30.000 Dauerkarten

Borussia Mönchengladbach hat den Verkauf von Dauerkarten für die kommende Saison wie in den vergangenen Jahren nach 30.000 abgesetzten Saisontickets beendet. Die Dauerkarten sind aufgrund der Corona-Krise erst ab der Rückrunde gültig, „weil derzeit nicht klar ist, ob bereits zum Saisonstart wieder Zuschauer in den Stadien erlaubt sind“, wie der Bundesligaclub am Freitag mitteilte. Fans müssen daher auch nur die Hälfte des Dauerkartenpreises zahlen.

Sollten bei Borussia-Heimspielen der Hinrunde bereits Fans im Stadion zugelassen werden, erhalten Dauerkarteninhaber ein Vorkaufsrecht für die dann zu vergebenden Tickets.

Reporterlegende Hansch zieht in „Big Brother“-Haus

Ein Kommentator wagt sich mit 81 Jahren auf ein neues Spielfeld: Sportreporter und „Stimme des Reviers“ Werner Hansch zieht in das „Promi Big Brother“-Haus von Sat.1. Das bestätigte der Sender am Freitag. Angesprochen auf seine Beweggründe sagte Hansch dem Sender: „Im Wesentlichen gibt es drei Gründe dafür. Erstens brauche ich ein bisschen Geld.“ Zweitens sei es eine Herausforderung, zu versuchen, in seinem Alter mit einer Menge junger Menschen mitzuhalten. Und drittens sei es eine Art Heimkehr zu Sat.1.

Hanschs Karrierehöhepunkt war seine Zeit als Kommentator für die Sat.1-Fußballshow „ran“. Mit unverwechselbarem Ruhrgebiet-Singsang führte er durch Bundesliga-Spiele. Zudem haben etliche Zitate von ihm heute unter Fußballkennern Kult-Status („Nein, liebe Zuschauer, das ist keine Zeitlupe, der läuft wirklich so langsam“ oder „Wer hinten so offen ist, kann nicht ganz dicht sein“). Über Hanschs Teilnahme hatte zuerst die „Bild“ berichtet.

Ein ausführliches Interview mit Werner Hansch lesen Sie hier.

Corona: Junioren-Regionalligen im Norden stark verkürzt

Die Junioren-Regionalligen in Norddeutschland werden aufgrund der Coronavirus-Pandemie in der Saison 2020/21 nur mit einer einfachen Runde ausgetragen. Der Jugendausschuss des norddeutschen Fußball-Verbandes (NFV) beschloss demnach, dass es in der A-, B- und C-Jugend keine Hin- und Rückspiele geben wird.

„Dieses Modell gibt uns die Möglichkeit, kurzfristig zu reagieren, wenn es doch noch einmal zu einer längerfristigen Pause kommen sollte“, wird Walter Fricke, Vorsitzender des NFV-Jugendausschusses, in einer Mitteilung vom Freitag zitiert. Der Saisonstart ist jeweils für den 19./20. September geplant.

Oliver Kahn nicht mehr ZDF-Experte

Oliver Kahn arbeitet zukünftig nicht mehr als TV-Experte beim ZDF. Das Vorstandsmitglied des FC Bayern München und der öffentliche-rechtliche Sender haben nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur keinen neuen Vertrag abgeschlossen. Der bisherige Kontrakt galt bis zur Europameisterschaft, die wegen der Corona-Pandemie um ein Jahr verschoben worden war.

„Oliver Kahn hat den Zuschauern bei unseren Übertragungen von den internationalen Turnieren und der Champions League durch seine Expertise einen großen Mehrwert geliefert“, sagt ZDF-Sportchef Thomas Fuhrmann. „In der langen Zeit der Zusammenarbeit hat er mit unabhängigem Blick die Begegnungen analysiert“, so Fuhrmann. Kahn bedankte sich bei dem Sender „für zwölf tolle Jahre. Ich konnte lernen, mich entwickeln, und ich habe die Welt der Medien hautnah und aus einem neuen Blickwinkel kennengelernt.“

Der 51 Jahre alte Ex-Nationalspieler ist seit dem 1. Januar Mitglied des Vorstands des FC Bayern. Er soll mit Ablauf des Vertrages von Karl-Heinz Rummenigge der Vorstandsvorsitzende des Rekordmeisters werden.

MLS: Nani führt Orlando ins Turnierfinale

Der portugiesische Star Nani hat Orlando City ins Finale des Restart-Turniers der nordamerikanischen Profiliga MLS geführt. Der frühere Angreifer von Manchester United erzielte beim 3:1 (2:0) gegen Minnesota United einen Doppelpack. Im Finale in Orlando (US-Bundesstaat Florida) trifft der „Gastgeber“ auf Philadelphia Union mit dem Deutschen Kai Wagner.

Das Team des ehemaligen Würzburgers Wagner hatte sich mit 2:1 gegen die Portland Timbers durchgesetzt. Das Endspiel findet am kommenden Dienstag (Ortszeit) statt. Der Turniersieger erhält einen Startplatz in der CONCACAF Champions League.

Bei dem Turnier in Disney World zelebriert die MLS ihre Rückkehr in den Spielbetrieb nach der Coronapause. Ursprünglich sollten alle 26 Teams der Liga daran teilnehmen, nach mehreren positiven Coronatests wurden Nashville SC und der FC Dallas jedoch ausgeschlossen. Die Mitte März nach zwei Spieltagen unterbrochene Regular Season der MLS soll ab Ende August fortgesetzt werden, die Ergebnisse aus der Gruppenphase in Florida werden dabei übernommen.

Bayern-Trainer Flick versteht Corona-Demos nicht

Der Trainer des deutschen Rekordmeisters FC Bayern München, Hansi Flick, hat sein Unverständnis über Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen der Regierung geäußert. Es sei „verständlich, dass sich jeder Mensch nach einem Leben sehnt, wie wir es vor dieser Pandemie hatten. Gerade bei jungen Leuten ist ein gewisser Drang nach draußen, ins Leben, unter die Leute, nachvollziehbar“, sagte der 55-Jährige in einem Sport1-Interview.

Auf die Frage, ob es ihn „fassungslos“ mache, wenn er Bilder von demonstrierenden Corona-Leugnern sehe, antwortete Flick: „Ja, das ist eine schwierige Sache. Die Politik macht in dieser komplizierten Lage einen hervorragenden Job. Es muss Vorgaben geben, denn das ist eine Grundvoraussetzung bei diesem Thema, und an die müssen sich alle zum Wohle der Gemeinschaft halten.“

Es sei „leider einfach noch nicht an der Zeit, die Vorschriften zu lockern. Eine Maske zu tragen und Abstand zu halten, muss weiterhin selbstverständlich sein. Darauf muss man achten. Menschenansammlungen oder Demonstrationen gegen Corona-Maßnahmen der Politik und Empfehlungen der Gesundheitsbehörden kann ich daher aktuell nicht nachvollziehen“, sagte Flick.

Leverkusen gegen Inter ohne Aranguiz

Bayer Leverkusen muss im Viertelfinale der Europa League auf Mittelfeldspieler Charles Aranguiz verzichten. Der Chilene sah gegen die Glasgow Rangers (1:0) in der 14. Minute nach einem rüden Einsteigen gegen Alfredo Morelos seine dritte Gelbe Karte im Wettbewerb und fehlt damit am Montag (21 Uhr/DAZN und RTL) beim Viertelfinal-Knaller gegen Inter Mailand.

„Es ist sehr schade, dass Charly gegen Inter gesperrt sein wird“, sagte Trainer Peter Bosz, dem der Ausfall des Leistungsträgers große Sorgen bereiten dürfte. Da Nadiem Amiri sich derzeit nach Kontakt zu einem Coronafall noch in häuslicher Quarantäne befindet, sind die Alternativen im zentralen Mittelfeld rar. Umso besser für Bosz, dass Winter-Neuzugang Exequiel Palacios bei seinem ersten Startelfeinsatz seit Anfang März auf ganzer Linie überzeugte.

„Ich war sehr zufrieden. Für mich war er einer der besseren Spieler bei uns gegen die Rangers“, lobte Bosz den für 17 Millionen Euro im Winter aus Argentinien gekommenen Mittelfeldspieler. Als Vertreter von Kerem Demirbay (Gelbsperre) und Amiri hatte Palacios den Vorzug vor Routinier Julian Baumgartlinger erhalten. Nach der starken Vorstellung und der Sperre von Aranguiz dürfte er für die Partie gegen Mailand neben Demirbay in der Mittelfeldzentrale gesetzt sein.

VfB-Präsident verteidigt Antrag auf KfW-Kredit

Vereinspräsident Claus Vogt von Bundesliga-Aufsteiger VfB Stuttgart hat die Beantragung eines KfW-Kredits als Corona-Hilfe erneut verteidigt. Er könne die Kritik dafür zwar „teilweise nachvollziehen“, sagte der 50-Jährige im „Bild“-Interview. „Wir haben aber insgesamt 250 Mitarbeiter, für die wir verantwortlich sind. Wir zahlen unsere Steuern, sind Kaufleute, die alles menschenmögliche tun, um diesen wirtschaftlichen Super-Gau zu bewältigen. Es wäre ein Versäumnis gewesen, den Kredit nicht zu beantragen.“

Laut „Stuttgarter Zeitung“ und „Stuttgarter Nachrichten“ soll es um einen Kredit in Höhe von 10 bis 15 Millionen Euro gehen. Der VfB kämpfe weiter mit der Krise. Noch höhere Verluste als in der abgelaufenen Saison seien „durchaus möglich“, sagte Vogt, der seit Dezember 2019 im Amt ist. „Das Gros der Zuschauer-Einnahmen wird uns mindestens bis Jahresende weiter fehlen. Erst wenn wir 15.000 und mehr Fans ins Stadion lassen können, machen wir überhaupt einen Gewinn.“

Positiver Corona-Test: Hertha-Testspielgegner sagt ab

Der von Hertha BSC geplante Testspielauftakt beim französischen Erstligisten AS Saint-Étienne fällt aus. Wie der Verein am Donnerstagabend per Twitter mitteilte, wurde ein Spieler von Saint-Étienne positiv auf Covid-19 getestet, weshalb das für Freitag angesetzte Spiel aus Sicherheitsgründen abgesagt wurde.

Nächster Testspieltermin für Hertha ist nun der 14. August. Dann sind die Berliner Gastgeber für den Drittligisten Viktoria Köln (16.00 Uhr). Am 27. August ist die PSV Eindhoven zu Gast im Olympiapark. Gegen den niederländischen Traditionsverein tritt Hertha gleich zweimal an (15.00 und 17.00 Uhr). Die Testspiele im Amateurstadion werden ohne Zuschauer ausgetragen.

Den vorläufigen Abschluss der Testspielserie bildet die Partie bei Labbadias früheren Arbeitgeber HSV am 5. September. Ein Wochenende später steht die Partie bei Eintracht Braunschweig in der ersten Runde des DFB-Pokals an.