Fußball-Ticker

Podolski kehrt zum 1. FC Köln zurück – aber nicht als Profi

Lukas Podolskis Herz hängt an seiner Heimatstadt Köln (Archivbild).

Lukas Podolskis Herz hängt an seiner Heimatstadt Köln (Archivbild).

Foto: Rolf Vennenbernd / dpa

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Der Fußball-Ticker am Dienstag, den 21. Januar 2020:

Balotelli wegen Schiedsrichterbeleidigung gesperrt

Der italienische Nationalstürmer Mario Balotelli vom Erstligisten Brescia Calcio ist nach seinem Platzverweis im Ligaspiel gegen Cagliari Calcio (2:2) für zwei Ligaspiele gesperrt worden. Zusätzlich wurde der 29-Jährige zur Zahlung von 10.000 Euro aufgefordert.

Balotelli hatte acht Minuten nach seiner Einwechslung beim Stand von 2:2 aufgrund eines Foulspiels zunächst Gelb gesehen, anschließend beleidigte der Angreifer Schiedsrichter Antonio Giua, der ihn daraufhin des Feldes verwies.

Weltmeister Griezmann gründet E-Sport-Team

Der französische Starstürmer Antoine Griezmann (28) vom FC Barcelona baut mit seinem Bruder Théo offenbar eine E-Sport-Organisation auf. Der Weltmeister teilte am Montagabend auf Twitter ein Video, das „Grizi Esport“ kurz vorstellt. Théo Griezmann agiert seiner Twitter-Biografie zufolge als Head Manager.

Der jüngere Bruder des Fußballers ist selbst aktiver Spieler von Rainbow Six und streamt seine Spiele über die Plattform Twitch. Antoine Griezmann zeigte seine Vorliebe für Fortnite im Jahr 2018, als er einen Tanz aus dem Spiel als Torjubel vorführte.

DFL vor Gründung einer Schiedsrichter-GmbH

Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) und ihr Chef Christian Seifert treiben einem Bericht der „Sport-Bild“ zufolge die Gründung einer Schiedsrichter-GmbH zur neuen Bundesliga-Spielzeit voran. Demnach soll das Schiedsrichterwesen aus dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) ausgegliedert werden und die DFL eine Minderheitsbeteiligung von 49 Prozent an der neu geschaffenen GmbH erhalten. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur sind die Planungen einer Ausgliederung bereits weit fortgeschritten.

Bisher kommt ausschließlich die Liga und nicht der Verband für die hohen Kosten für die Referees der Bundesliga und 2. Bundesliga auf. Laut „Sport-Bild“ soll es bei der GmbH künftig zwei Geschäftsführer geben, einen für den sportfachlichen und einen für den administrativen Bereich. Als Namen wurden Lutz Michael Fröhlich und Florian Götte gehandelt. Die neue GmbH wäre dann auch für die Schiedsrichteransetzungen zuständig, was bislang DFB-Aufgabe war.

Kölns Horn für Sperre bei Trainerwechsel

Torhüter Timo Horn vom 1. FC Köln hat nach dem schnellen Wechsel des entlassenen Köln-Coachs Achim Beierlorzer zum Liga-Rivalen FSV Mainz 05 eine Zwangsauszeit für Trainer angeregt. „Ich finde es etwas schwierig, wenn man einen Tag später schon wieder woanders anfängt. Vielleicht sollte man mal über so etwas wie eine Sperre nachdenken – zumindest für ein bis zwei Monate“, sagte Horn als Gast der Sendung „100% Bundesliga“ beim TV-Sender Nitro.

Beierlorzer war am 9. November als Trainer beim FC beurlaubt worden und heuerte neun Tage später beim Bundesliga-Rivalen in Mainz an. „Ich finde es grundsätzlich schwierig, dass er erst noch das Köln-Wappen auf der Brust hatte und ein paar Tage später auf einmal Werte eines anderen Clubs vertreten werden“, sagte Horn: „Das finde ich nicht authentisch und gefällt mir nicht so gut, aber das zeigt auf der anderen Seite, wie dünn besetzt aktuell auch der Trainermarkt ist und wie gefragt die Trainer in der ersten oder zweiten Liga sind.“

Schalke verleiht Bentaleb in die Premier League

Der FC Schalke 04 hat einen Abnehmer für den seit Monaten ausgemusterten Nabil Bentaleb gefunden. Der Mittelfeldspieler wechselt zunächst für ein halbes Jahr auf Leihbasis zu Newcastle United in die englische Premier League.

Bentaleb war 2016 für 20 Millionen Euro von Newcastles Liga-Rivale Tottenham Hotspur nach Schalke gekommen. Er wurde jedoch mehrfach suspendiert oder ins Reserve-Team verbannt. In dieser Saison hat der Algerier noch keinen Einsatz für das Profi-Team absolviert. Ein Wechsel zu Werder Bremen war vor der Saison geplatzt.

Podolski kehrt zum 1. FC Köln zurück – Funktion offen

Der Traum von der erhofften Rückkehr als Spieler zu seinem 1. FC Köln hat sich für Lukas Podolski nicht erfüllt, doch der frühere Weltmeister kehrt in einer noch nicht geklärten Funktion zu seinem Herzensclubs aus der Bundesliga zurück. In dem lange angekündigten Gespräch wurde am Dienstag nach Angaben des Vereins vereinbart „sowohl eine kurzfristige Zusammenarbeit als auch eine Einbindung von Lukas in den Verein nach seiner aktiven Karriere anzugehen“. Beide Seiten würden nun ein Konzept dafür erstellen.

„Wir hatten einen angenehmen und offenen Austausch, für den ich mich herzlich bei den FC-Verantwortlichen bedanke“, sagte Podolski, der sich in der vergangenen Woche noch enttäuscht über die bis dahin ausgebliebene Kontaktaufnahme des Vereins gezeigt hatte: „Ich freue mich darauf, gemeinsam zu planen, wie ich den FC unterstützen kann. Denn Köln war, ist und bleibt meine Heimat und der FC ist mein Verein.“

FC-Präsident Werner Wolf erklärte: „Lukas ist ein Idol für eine ganze Generation FC-Fans und wird beim FC immer eine offene Tür vorfinden. Wir möchten seine Liebe und seine Strahlkraft für den FC nutzen und Lukas zugleich bei den für ihn bedeutenden und sehr persönlichen Schritten beim Übergang von der aktiven Karriere in die Zeit danach begleiten.“

Podolski, der gemeinsam mit seinem Berater Nassim Touihri sowie Wolf und den FC-Geschäftsführern Horst Heldt und Alexander Wehrle zusammensaß, spielte in der Jugend und als Profi insgesamt 14 Jahre für den FC. Seine Karriere wird der 34-Jährige nach dem Vertragsende bei Vissel Kobe in Japan wohl beim türkischen Erstligisten Antalyaspor fortsetzen.

DFB denkt über VAR-Bilder auf Stadionleinwand nach

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) zieht in Erwägung, Interventionen des Video-Assistenten (VAR) für die Zuschauer in den Stadien der 1. und 2. Bundesliga durch das Abspielen von relevanten Video-Sequenzen auf den Leinwänden transparenter zu machen. „Wir würden das begrüßen, es würde viel Druck rausnehmen“, sagte Schiedsrichter-Chef Lutz-Michael Fröhlich am Dienstag im Rahmen des Workshops „Schiedsrichter schulen Sportjournalisten“ im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund.

Derzeit erfüllen jedoch nicht alle Stadionleinwände die notwendigen Kriterien, um die Videosequenzen abspielen zu können. „Es wäre sinnvoll, noch mehr ins Detail zu gehen und im Stadion das zu präsentieren, was auch im Fernsehen zu sehen ist“, ergänzte DFB-Schiedsrichter Sascha Stegemann (Niederkassel), der eine „gewisse Ungleichbehandlung zwischen Fernsehzuschauer und Stadionbesucher“ ausmacht.

Am Fernsehbildschirm sieht der Zuschauer im Falle einer Intervention durch den VAR derzeit einen geteilten Bildschirm mit drei Einstellungen, unter anderem werden die Sequenzen gezeigt, die der Video-Assistent dem Schiedsrichter für eine Überprüfung zur Verfügung stellt. Der Stadionbesucher erhält auf der Leinwand lediglich Informationen über den Grund einer Überprüfung und die darauf folgende finale Entscheidung.

Die Idee nach dem Vorbild anderer Sportarten, beispielsweise dem American Football, den Schiedsrichter über die Stadionlautsprecher direkt in die Kommunikation mit dem Zuschauer einzubinden, werde diskutiert. „Wir sehen das als künftiges Jobbild des Schiedsrichters“, sagte Fröhlich, „im Moment sind wir noch ein wenig skeptisch. Ich denke, dass es auch Schulung sowie einen Mentalitätswechsel bei den Schiedsrichtern braucht.“

Babbel gibt Schiedsrichter Schuld an seiner Entlassung

Trainer Markus Babbel macht die schlechten Schiedsrichter-Leistungen in Australien für sein Aus bei den Western Sydney Wanderers und die Entlassung seines Kollegen Marco Kurz (Melbourne Victory) verantwortlich. „Es war fast wie Glücksspiel unter freiem Himmel. Da waren Entscheidungen dabei, die uns den Job gekostet haben“, sagte Babbel bei Sport1.

Seinem Ex-Verein macht Babbel nach dem Rauswurf keinen Vorwurf – im Gegenteil. „Ein großes Kompliment an die Verantwortlichen, dass sie so lange versucht haben, mit mir die Kurve zu kriegen. Aber die Resultate haben einfach gefehlt“, sagte der 47-Jährige.

Hart geht Babbel dagegen mit einem Printjournalisten ins Gericht, „der versucht hat, extrem böse auf den Verein draufzuhauen, und meinen Co-Trainer attackiert hat. Das war Rufmord. Das ging gar nicht.“ Der Mann soll Mitglied beim Stadtrivalen FC Sydney gewesen sein, „er versuchte einfach, polemisch zu berichten“.

Babbel hatte seinen Job nach dem 0:1 gegen Perth Glory verloren, der dritten Liga-Niederlage nacheinander. Der frühere Nationalspieler war bei den Wanderers seit Mai 2018 im Amt.

Klassiker in Liverpool: Manchester United droht Nachspiel

Die 0:2-Niederlage gegen den FC Liverpool hat für Manchester United womöglich ein Nachspiel. Wie der englische Fußballverband FA mitteilte, muss sich der Rekordmeister für das angebliche Fehlverhalten seiner Spieler während des Matches verantworten.

Rund um einen letztlich per Videobeweis annullierten Treffer von Roberto Firmino hatten die United-Spieler bei Schiedsrichter Craig Pawson protestiert (26.). Torwart David De Gea erhielt dabei die Gelbe Karte. Es soll nun geprüft werden, ob die United-Profis gegen die Regel E20(a) der FA verstoßen haben. Der Klub hat bis Donnerstag Zeit, sich zu den Vorwürfen zu äußern.

Kazakevics übernimmt Lettland

Dainis Kazakevics ist neuer Trainer der lettischen Nationalmannschaft. Der 38-jährige Lette tritt die Nachfolge des Slowenen Slavisa Stojanovic an, der am Montag nach wochenlangen Spekulationen beurlaubt worden war. Kazakevics trainierte zuletzt die U-21-Auswahl des baltischen Landes und erhält einen Dreijahresvertrag, wie der Verband in Riga mitteilte. Er ist bereits der fünfte Nationaltrainer in den vergangenen vier Jahren.

Stojanovic trainierte Lettland seit März 2019. Unter seiner Leitung hatte die Nationalmannschaft die Qualifikation für die EM 2020 bestritten und klar verpasst. In zehn Gruppenspielen gelang Lettland nur ein Sieg – ein unerwarteter 1:0-Erfolg im letzten Heimspiel gegen Österreich. Fußball spielt in Lettland nur eine Nebenrolle hinter Eishockey und steckt in der Krise.

Barcelona will Timo Werner angeblich sofort holen

Der FC Barcelona soll einem Medienbericht zufolge Interesse an Torjäger Timo Werner vom Bundesliga-Tabellenführer RB Leipzig haben. Die Katalanen suchten dringend einen Ersatz für Stürmerstar Luis Suárez, der nach einer Knieoperation vier Monate pausieren muss, berichtete die spanische Zeitung „Sport“ am Dienstag. Die Barça-Clubspitze habe ursprünglich keine Pläne gehabt, im Januar neue Spieler einzukaufen, „aber die Abwesenheit des Uruguayers hat die Pläne radikal verändert“, so das Blatt.

Der 23-jährige Werner hatte seinen Vertrag bei Leipzig erst im August bis 2023 verlängert. Zusammen mit Robert Lewandowski vom FC Bayern München ist er derzeit mit 20 Treffern in 18 Partien erfolgreichster Torjäger in der Fußball-Bundesliga.

Der amtierende spanische Meister Barcelona wolle aber nicht viel mehr als 30 Millionen Euro für einen Suárez-Ersatz zahlen oder alternativ einen Mittelstürmer mit Kaufoption zunächst ausleihen, hieß es. Neben Timo Werner prüfe die Clubführung auch noch andere Optionen. Denn es gilt als eher unwahrscheinlich, dass Leipzig seinen Topspieler ziehen lassen wird.

Hertha bessert Angebot für Tousart nach

Hertha BSC hat nach Informationen der „L'Équipe“ ein zweites Angebot für den französischen Mittelfeldspieler Lucas Tousart von Olympique Lyon abgegeben. Der Berliner Bundesligaclub sollen die ursprüngliche Summe von rund 20 Millionen Euro um fünf Millionen Euro erhöht haben, schreibt die Zeitung ohne Angabe von Quellen.

Der 22 Jahre alte Tousart hatte in der vergangenen Saison seinen Vertrag bis Juni 2023 beim Tabellensiebten der französischen Ligue 1 verlängert.

Bayern will Reals Odriozola verpflichten

Der FC Bayern München ist laut Medienberichten am Spanier Álvaro Odriozola von Real Madrid interessiert. Nach Informationen von „Sport Bild“ und „Bild“ steht der deutsche Rekordmeister „kurz vor der Verpflichtung eines Rechtsverteidigers“. Dabei sei der 24 Jahre alte Odriozola in den Fokus gerückt. Dieser war 2018 von Real Sociedad San Sebastian zu den Königlichen gewechselt, kommt aber an Dani Carvajal nicht vorbei.

Sky Sport hatte bereits am Montagabend gemeldet, dass im Sommer Achraf Hakimi von Borussia Dortmund zu Real zurückkommen werde, weshalb die Madrilenen Odriozola „wohl die Freigabe für den FC Bayern geben würden“. Zuletzt wurden als potenzielle neue Rechtsverteidiger für die Münchner auch Thomas Meunier (Paris Saint-Germain), João Cancelo (Manchester City) oder Nelson Semedo (FC Barcelona) gehandelt.

Nagelsmann: Spieler manchmal überfordert von mir

Leipzigs Trainer Julian Nagelsmann ist sich seiner ambitionierten und für die Profis zum Teil anstrengenden Arbeitsweise durchaus bewusst. „Ich fordere schon viel von meinen Spielern und bin immer – das gebe ich auch gerne zu – an der Grenze der Überforderung bei den Spielern“, sagte der Coach des Bundesliga-Tabellenführers RB Leipzig in einem am Dienstag veröffentlichten Interview bei „100 % Bundesliga – Fußball bei Nitro“. Er sei daher „auf Feedback angewiesen, von den Spielern selbst und vom Trainerstab, wann es mal genug ist mit Besprechungen“, sagte der 32-Jährige und betonte: „Als Trainer hast du immer den Drang, viel zu machen, viel zu erzählen, ihnen viel zu zeigen. Irgendwann ist die Aufnahmekapazität erreicht.“

RB führt die Tabelle der Bundesliga aktuell mit vier Punkten Vorsprung auf den FC Bayern München an. Im Moment seien seine Spieler zufrieden und hätten „nicht das Gefühl der Überforderung, weil wir Änderungen auch behutsam gemacht haben“, sagte Nagelsmann. „Letztlich ist RB erfolgreich geworden auch ohne meine Ideen. Jetzt geht es darum, das zu stabilisieren und vielleicht noch ein bisschen erfolgreicher zu sein, aber das andere darf nicht darunter leiden.“

Paderborn erwartet Millionengewinn

Der SC Paderborn rechnet in der laufenden Saison mit einem Gewinn von sechs bis acht Millionen Euro. Wie der Bundesliga-Aufsteiger auf seiner Mitgliederversammlung bekanntgab, wird die ausgegliederte SC Paderborn GmbH & Co. KGaA 2019/20 einen voraussichtlichen Umsatz von 45 bis 50 Millionen Euro bei einem Eigenkapital von acht bis zehn Millionen Euro erzielen. Der Verein habe seine Schulden aus der Vergangenheit komplett abgebaut.

Im Rahmen der Versammlung am Montagabend wurde der langjährige und im vergangenen Jahr gestorbene frühere SCP-Präsident und Hauptsponsor Wilfried Finke zudem zum Ehrenpräsidenten ernannt.

Sport-Geschäftsführer Martin Przondziono stellte noch einmal den Kampfgeist des Tabellenletzten der Fußball-Bundesliga heraus. „Aufgeben ist für uns keine Option. Wir haben eine reelle Chance, den Klassenerhalt zu schaffen“, sagte der 50-Jährige. Die Ostwestfalen liegen nach dem 18. Spieltag fünf Punkte hinter dem Relegationsplatz und sechs Zähler hinter Rang 15.

Lazio fordert Geld von rassistischen Fans

Der italienische Erstligist Lazio Rom bittet 16 Fans der eigenen Mannschaft nach rassistischen Ausfällen zur Kasse. Auf Anfrage der französischen Nachrichtenagentur AFP bestätigte der Club am Dienstag die Echtheit von Briefen, die zuvor unter anderen die italienische Fachzeitung "Corriere dello Sport" veröffentlicht hatte.

Die als Verantwortliche für die Verstöße ausgemachten Anhänger werden darin aufgefordert, sich beim Club zu melden, „damit wir uns auf eine Art der Zahlung verständigen können“, heißt es in dem Schreiben. Clubchef Claudio Lotito hatte bereits am Montag von den stärksten Lazio-Ultragruppen insgesamt 50.000 Euro wegen Rufschädigung gefordert, nachdem der Pokalsieger zuletzt mehrmals aufgrund von Fehlverhaltens seiner Anhänger mit Strafen belegt worden war.

Beim 2:1-Auswärtssieg bei Brescia Calcio Anfang Januar waren Lazio-Fans mit fremdenfeindlichen Sprechgesängen gegen den gegnerischen Stürmerstar Mario Balotelli negativ aufgefallen, die Disziplinarkommission des nationalen Verbandes verhängte gegen den Club eine Strafe von 20.000 Euro. Schon beim Europa-League-Heimspiel gegen Stade Rennes im vergangenen Oktober hatte es rassistische Vorfälle vonseiten der Lazio-Fans gegeben. Auch die Europäische Fußball-Union (UEFA) belegte die Römer mit einer Strafe von 20.000 Euro.

Nach Schiedsrichterstreik: Auf Zypern wird wieder gespielt

Der Profifußball in Zypern nimmt nach dem Schiedsrichter-Streik als Folge einer Bombenattacke am kommenden Wochenende wieder den Spielbetrieb auf. Das gaben die Unparteiischen am Montag bekannt, nachdem ihnen der nationale Fußballverband CFA und Justizminister George Savvides mehrere Zusagen gemacht hatten. So wird unter anderem die Polizei die Sicherheitsvorkehrungen für Schiedsrichter erhöhen, die sich bedroht fühlen.

Zuvor war das Fahrzeug des Unparteiischen Andreas Constantinou bei einer Explosion in Larnaka beschädigt worden. Die CFA bezeichnete dies als einen „terroristischen Akt“, der den Fußball in Zypern erschüttere und unter den Unparteiischen für ein „Klima der Angst“ gesorgt habe. Zuletzt hatte es immer wieder Berichte über versuchte Spielmanipulationen auf der Insel gegeben.

Bereits 2015 hatte sich der Verband genötigt gesehen, den Spielbetrieb auszusetzen. Auch damals streikten die Schiedsrichter nach einer Bombenexplosion.