HSV-News

Kühne bezeichnet den HSV als "sehr trauriges Kapitel"

Kann beim HSV nicht aus seiner Haut: Klaus-Michel Kühne (Archivbild) wird seinen Herzensverein wohl auch in Zukunft unterstützen.

Kann beim HSV nicht aus seiner Haut: Klaus-Michel Kühne (Archivbild) wird seinen Herzensverein wohl auch in Zukunft unterstützen.

Foto: Imago/Oliver Ruhnke

HSV II dreht Testspiel gegen Stettin. Torun träumt von Rückkehr nach Hamburg. Zinnbauer sorgt in Südafrika für Stimmungsumschwung.

Die HSV-News am Dienstag, den 21. Januar 2020:

HSV II startet mit Testspielsieg ins neue Jahr

Die zweite Saisonhälfte kann kommen: Der HSV II hat das erste Vorbereitungsspiel auf die Rückrunde der Regionalliga Nord klar gewonnen. Gegen die U23 des polnischen Kooperationspartners Pogon Stettin setzte sich die Mannschaft von Trainer Hannes Drews am Volkspark mit 4:1 (1:1) durch.

Nach dem frühen Rückstand (7. Minute) drehten Julian Ulbricht (39.), Justin Huber (52.), Khaled Mohssen (54.) und Jean Patrice Kabuya (85.) die Partie.

Im nächsten Freundschaftsspiel trifft die U21 des HSV am Freitag (14.15 Uhr) auf die zweite Mannschaft von Hertha BSC. Weitere Vorbereitungsgegner sind, jeweils am Volksparkstadion, die Oberligaclubs Teutonia 05 Ottensen (Mittwoch, 29. Januar, 19.30 Uhr) und SV Todesfelde (Sonnabend, 1. Mai, 16 Uhr). Das erste Punktspiel ist für Sonnabend, den 8. Februar (14 Uhr) beim HSC Hannover angesetzt.

Ex-HSV-Profi Torun träumt von Rückkehr nach Hamburg

Fünf Jahre lang war Tunay Torun für den HSV aktiv (39 Pflichtspiele, zwei Tore, fünf Vorlagen). Bei seinem letzten Club Istanbul Basaksehir aber stand der inzwischen 29-Jährige im Abseits: Trainer Okan Buruk plante die Zukunft ohne den Rechtsaußen. Deshalb wurde sein Vertrag beim türkischen Vizemeister jetzt im beiderseitigen Einvernehmen aufgelöst.

Torun sucht jetzt nach einem Club, der ihn wieder spielen lässt – und würde am liebsten in seine Geburtsstadt zurückkehren. "Es wäre ein Traum, wieder in Hamburg zu spielen", sagte der frühere türkische Nationalspieler dem Portal "Transfermarkt". Was den Verein angeht, sei er allerdings nicht wählerisch: Auch ein Angebot des FC St. Pauli, für den er in der Jugend spielte, würde er nicht ausschlagen.

Ex-HSV-Trainer Zinnbauer sorgt in Südafrika für Stimmungsumschwung

Nur einen Monat nach der Ernennung des ehemaligen HSV-Trainers Joe Zinnbauer beim Johannesburger Traditionsclub Orlando Pirates schlägt die anfängliche Skepsis am Kap in Begeisterung um. Nach vier Siegen in fünf Spielen schrieb die Johannesburger Zeitung „The Citizen“ am Dienstag mit Blick auf Orlando-Boss Irvin Khoza: „Einige dürften sich verwundert fragen, warum er Zinnbauer nicht früher an Bord geholt hat, so beeindruckend waren die Ergebnisse bisher.“

Am Vortag hatte auch die Zeitung „The Star“ in einem Kommentar zugegeben: „Die Verbesserungen seit Zinnbauers Ankunft sind einfach zu groß, um sie zu übersehen.“

Zinnbauer war zuletzt bis Mai 2017 beim FC St. Gallen in der Schweiz tätig. Die Verpflichtung des 49-Jährigen, der in der Spielzeit 2014/15 in 24 Pflichtspielen den damaligen Bundesligisten HSV betreut hatte, war im Dezember bekannt gegeben worden und zunächst auf große Skepsis gestoßen. Orlando Pirates ist Dauerrivale des anderen erfolgreichen Johannesburger Clubs, der gerade 50 Jahre alt gewordenen Kaizer Chiefs. Auch dieser Club wird von einem deutschen Trainer auf Erfolgskurs gebracht: Ernst Middendorp.

Zilina plant weiter mit HSV-Kandidat Bozenik

Wenn es nach dem HSV und Robert Bozenik geht, stürmt der slowakische Nationalspieler schon in der zweiten Saisonhälfte für die Hamburger in der 2. Bundesliga. Beide Seiten haben sich auf einen sofortigen Wechsel geeinigt. Noch allerdings fehlt die Zustimmung von Bozeniks Club MSK Zilina. Der pocht auf eine höhere Ablöse als die drei Millionen Euro, die der HSV geboten hat – und plant vorerst weiter mit dem 20-Jährigen.

Bozenik steht auf einer Liste von 28 Spielern, die Trainer Pavol Stano in das anstehende Trainingslager in den Vereinigten Arabischen Emiraten mitnehmen möchte. Das gab der Verein am Dienstag bekannt.

Bozenik soll auch in kurzen Story-Filmchen vom MSK-Trainingslager berichten. Er steht in Zilina noch bis 2022 unter Vertrag.

HSV bewegt sich beim Spobis in elitären Kreisen

In erstklassiger Gesellschaft befindet sich der HSV beim diesjährigen Spobis, dem Sportbusiness-Kongress Ende Januar in Düsseldorf. Der Vorstandsvorsitzende Bernd Hoffmann, der an diesem Dienstag 57 Jahre alt wird, diskutiert auf der Hauptbühne beim "Bundesliga-Gipfel" mit den Vorständen Fernando Carro (Bayer Leverkusen), Axel Hellmann (Eintracht Frankfurt), Oliver Leki (SC Freiburg) und Hans-Joachim Watzke darüber, "was wir aus unseren Fehlern gelernt haben und jetzt besser machen müssen", damit sich die Bundesliga im internationalen Vergleich und Wettbewerb behauptet.

HSV-Sportvorstand Jonas Boldt debattiert mit seinen Bundesliga-Amtskollegen Frank Baumann (Werder Bremen), Markus Krösche (RB Leipzig) und Lutz Pfannenstiel (Fortuna Düsseldorf) über erfolgreiche Geschäftsmodelle im Scouting. HSV-Ticketing-Leiter Kai Voerste referiert über Wege und Techniken im Kampf gegen Ticketpiraterie und Schwarzmarkt

Kühne bezeichnet den HSV als "sehr trauriges Kapitel"

Investor und Anteilseigner Klaus-Michael Kühne hat sein Engagement beim HSV als "sehr trauriges Kapitel" bezeichnet. "Im Fußball kann man die Weichen leider nicht so leicht stellen. Da kann man eigentlich nur meckern und Geld geben, das andere Manager ausgeben“, sagte der 82 Jahre alte Unternehmer im Interview der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Dienstag). "Und diese Manager waren nicht die erfolgreichsten."

Kühne hat in den vergangenen Jahren mehrere Millionen Euro in den sportlich im Mittelmaß versunkenen Club gesteckt. "Ich wundere mich manchmal über mich selbst, dass ich mich dazu habe hinreißen lassen“, sagte Kühne. "Aber das ist für mich eine emotionale Sache. Ich habe das für Hamburg getan. Ich will, dass die Stadt insgesamt stark ist und an Ausstrahlung gewinnt."

Sein Geld sei allerdings nicht verloren. "Ich habe zwar fast 100 Millionen Euro investiert, aber davon sind 60 Millionen in die Beteiligung an der HSV Fußball AG gegangen", sagte er: "Diese kann auch an Wert gewinnen, falls sich die Dinge zum Positiven entwickeln."

Kühne über HSV-Investment: "Das war ein Flop"

In einem Abendblatt-Interview hatte Kühne den HSV zuletzt in die Pflicht genommen, neue Investoren zu akquirieren und auch die Fans über Mitgliederaktien zu beteiligen. "Der Verein benötigt mehr Schultern, die ihn tragen", sagte er zu Jahresbeginn. "Es gibt erste Ansätze, aber das geht mir alles viel zu langsam. Wenn der HSV aufsteigt, benötigt der Verein schnell weitere finanzielle Mittel, um die ersten beiden Jahre zu überstehen. Das wird ein schwerer, langer Weg."

Auf die Frage, ob der HSV das größte Fehlinvestment seines Lebens gewesen sein, hatte Klaus-Michael Kühne lachend geantwortet: "Ja, das war ein Flop. Da kam wenig bei raus, und eigentlich wurde es immer schlimmer."