Fussball-Ticker

Klinsmann-Sohn hält bei Debüt Elfmeter – auch Köln raus

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Köln verliert auch ohne Stöger und ist raus

Vier Tage nach dem Ende der Ära Stöger sind für den 1. FC Köln auch alle Europa-League-Träume geplatzt. Eine Rumpfelf des Bundesliga-Schlusslichts verlor unter Interimstrainer Stefan Ruthenbeck bei Roter Stern Belgrad unnötigerweise mit 0:1 (0:1) und verpasste den Sprung in die Zwischenrunde. Dort sind damit die Champions-League-Absteiger Borussia Dortmund und RB Leipzig einzige deutsche Vertreter.

Slavoljub Srnic (22.) brachte die schwachen Serben in der ersten Hälfte entscheidend in Führung. Er beendete damit das Abenteuer Europapokal für den FC, der beim "Endspiel" aufgrund der Verletztenmisere auf 14 Mann verzichten musste. Ruthenbeck füllte seinen Kader mit Jugendspielern auf und ließ zwei Plätze gleich ganz frei.

Erst am Sonntag war der gebürtige Kölner zum Übergangs-Nachfolger von Peter Stöger ernannt worden, der nach viereinhalb Jahren angesichts der historischen Talfahrt in der Liga gehen musste.

Klinsmann hält zum Einstand Elfmeter

Mit einem schmucklosen Unentschieden und einem bemerkenswerten Profi-Debüt von Jonathan Klinsmann hat sich Hertha BSC von der internationalen Bühne verabschiedet. Eine Berliner Bubi-Mannschaft mit einem Altersdurchschnitt von gerade einmal 23,36 Jahren trennte sich am Donnerstag im letzten Gruppenspiel der Europa League von Östersunds FK 1:1 (0:0). Die Führung der Gäste aus Schweden durch Sotirios Papagiannopoulos (58. Minute) glich Peter Pekarik (61.) aus. Drei Minuten vor dem Ende hielt Klinsmann einen Elfmeter von Brwa Nouri. Das Weiterkommen in die K.-o.-Runde hatte der Fußball-Bundesligist bereits vorher verspielt.

Schon die Aufstellung verriet, dass Trainer Pal Dardai dem Ligaspiel am Sonntag beim FC Augsburg die Priorität einräumt. Bis auf Youngster Maximilian Mittelstädt wechselte er in der Startelf im Vergleich zum jüngsten 1:2 gegen Eintracht Frankfurt alle Spieler aus. Dardai bot dabei die bislang jüngste Mannschaft unter seiner Regie auf. Zu seinem Profi-Debüt kam der 20 Jahre alte Torhüter Klinsmann. Der Sohn des einstigen Weltmeisters und Bundestrainers war im Sommer von der Berkeley-Universität aus den USA nach Berlin gekommen, hatte bisher aber nur für das Regionalligateam gespielt.

Wagner vor Wechsel zum FC Bayern

Nationalstürmer Sandro Wagner von 1899 Hoffenheim steht offensichtlich vor einem Wechsel in der Winterpause zum FC Bayern München. "Ich denke, dass das über die Bühne gehen wird in den nächsten ein, zwei Wochen, wenn alles normal läuft", sagte Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann am Donnerstagabend nach dem Europa-League-Spiel gegen Ludogerez Rasgrad (1:1). Nagelsmann nannte zwar nicht explizit Wagners Namen, sprach jedem von einer Personalie, die schon länger öffentlich sei.

Hoffenheim und Wagner hatten publik gemacht, dass der Angreifer gerne zum FC Bayern wechseln würde, unter anderem auch deshalb, weil seine Familie in München lebt. Beim Fußballrekordmeister soll er als Backup für Robert Lewandowski verpflichtet werden. Der 30-jährige hatte seine Profikarriere beim FC Bayern begonnen.

Ronaldo ist erneut Weltfußballer

Cristiano Ronaldo hat seinen Titel verteidigt und ist erneut mit dem prestigeträchtigen Ballon d'Or ausgezeichnet worden. Der 32 Jahre alte Portugiese von Real Madrid gewann die Weltfußballer-Wahl, die seit 2016 wieder in Eigenregie von der französischen Fachzeitschrift "France Football" organisiert wird. Stimmberechtigt waren über 100 Journalisten aus aller Welt.

Deutsche Weltmeister spielten bei der Kür nur eine Nebenrolle. Nominiert waren Toni Kroos (Real Madrid) und Mats Hummels (Bayern München), sie landeten auf den Rängen 17 und 27. Bester Bundesliga-Spieler war der polnische Nationalstürmer Robert Lewandowski (Bayern München) auf Platz neun.

Europameister Ronaldo gewann seinen insgesamt fünften Goldenen Ball und zog damit mit dem Argentinier Lionel Messi (FC Barcelona) gleich. Zwischen 2010 und 2015 wurde der Ballon d'Or an den Weltfußballer des Weltverbandes Fifa vergeben. Auch diesen Titel, der inzwischen "The Best" (Der Beste) heißt, hatte Ronaldo Ende Oktober zum fünften Mal gewonnen.

Hoffenheim verabschiedet sich mit Remis aus Europa

1899 Hoffenheim hat einen versöhnlichen Abschluss seiner verkorksten europäischen Premierensaison verpasst. Der Bundesligist holte am letzten Gruppenspieltag der Europa League nur ein 1:1 (1:0) gegen Ludogorez Rasgrad. Die TSG war bereits vor der Partie ausgeschieden. Philipp Ochs (25.) traf für Hoffenheim, dessen Trainer Julian Nagelsmann zahlreiche Nachwuchskräfte aufbot. Wanderson (62.) war für den bulgarischen Serienmeister erfolgreich. Die letzten Minuten absolvierten die Gastgeber in Überzahl, Claudiu Keserü sah wegen groben Foulspiels die Rote Karte (83.).

35-jähriger Naldo verlängert bei S04

Routinier Naldo hängt bei Schalke 04 noch mindestens eine Saison dran. Die Gelsenkirchener gaben die Vertragsverlängerung des 35 Jahre alten Abwehrchefs bis 2019 bekannt. Bei einer bestimmten Anzahl von Spielen hätte sich der Kontrakt automatisch verlängert, dies wartete der Verein nach Naldos starken Leistungen in dieser Saison aber nicht mehr ab.

Manager Christian Heidel stellte Naldo zudem eine mögliche weitere Ausweitung seines Vertrages in Aussicht. "Wenn man sich die Leistungen von Naldo vor Augen führt, scheint mir nicht ausgeschlossen, dass wir auch über 2019 hinaus zusammenarbeiten werden", sagte Heidel.

"Naldo ist seit seinem Wechsel zu uns in jeder Hinsicht der Führungsspieler geworden, den wir uns gewünscht haben", sagte der Manager: "Deshalb haben wir ihm – losgelöst von allen Klauseln seines bisherigen Kontrakts – schon vor Wochen die feste Zusage für eine weitere Zusammenarbeit gegeben. Nun haben wir dies auch schriftlich fixiert und freuen uns, dass Naldo dem Club erhalten bleibt."

Deutschland bei EM 2020 gegen Ungarn?

Deutschland wird bei der EM 2020 in der Gruppenphase gegen Ungarn spielen, sofern sich beide Teams für das historische Pan-Europa-Turnier qualifizieren. Wie die Uefa nach der Sitzung ihres Exekutivkomitees mitteilte, wurden München und Budapest als Spielorte der Gruppe F zusammengelost.

Als weitere Spielortpaarungen wurden von der Uefa Rom und Baku, St. Petersburg und Kopenhagen, Amsterdam und Bukarest, Bilbao und Dublin sowie Glasgow und London bestimmt. Alle Gastgebernationen bestreiten zwei oder drei Partien der Gruppenphase in ihrem Heimstadion. In München findet zudem noch ein Viertelfinale statt.

Das Wembley-Stadion in London, wo auch beide Halbfinals und das Endspiel stattfinden, ersetzt Brüssel. Der belgischen Hauptstadt wurde das Gastgeberrecht von der Uefa wegen der massiven Verzögerung des geplanten EM-Stadions entzogen. Das Eröffnungsspiel findet in Rom statt, beschloss die Uefa-Exekutive um DFB-Präsident Reinhard Grindel.

DFB entgeht Spanien in Nationenliga

Für die Nationenliga ist die deutsche Nationalmannschaft in den Topf der besten vier Teams ihrer Division A gesetzt worden und vermeidet in dem neuen Wettbewerb somit Duelle mit Portugal, Belgien und Spanien. Dies gab die Uefa nach der Sitzung ihres Exekutivkomitees bekannt. Der DFB-Auswahl werden am 24. Januar jeweils ein Gegner aus den Töpfen zwei und drei zugelost. In diesen befinden sich Frankreich, England, Italien und die Schweiz sowie Polen, Island, Kroatien und Holland als mögliche Kontrahenten.

Gespielt wird die Gruppenphase von September bis November 2018 mit Hin- und Rückspielen in allen vier Dreiergruppen. Die Sieger jeder Gruppe qualifizieren sich für das Finalturnier im Juni 2019. Zudem können sie sich in Playoffs im März 2020 noch ein EM-Ticket sichern, sofern sie die EM-Teilnahme nicht schon über die reguläre Qualifikation geschafft haben. Unterhalb der Top-Division mit Deutschland gibt es drei weitere Nationenliga-Divisionen, aus denen sich jeweils ein Team ein EM-Ticket sichern wird.

St. Paulis Möller Daehli operiert

Mats Möller Daehli vom FC St. Pauli ist erfolgreich an der Leiste operiert worden. Wie der hanseatische Zweitligist am Donnerstag dazu weiter mitteilte, hat der norwegische Nationalspieler den von Jens Krüger in Berlin vorgenommenen Eingriff gut überstanden. Der Kiezclub machte keine Angaben, wie lange der Mittelfeldakteur ausfallen wird.

Fink platzt bei der Austria der Kragen

Thorsten Fink ist in Österreich einmal mehr der Kragen geplatzt. Diesmal kritisierte der ehemalige HSV-Trainer seinen Club Austria Wien wegen dessen Kaderpolitik. "Man kann nicht von Meisterschaften und dem großen Verein Austria Wien reden, aber gleichzeitig so eine Kaderpolitik betreiben. Ich habe meine Ziele, ich muss nicht betteln, um hier zu sein. Natürlich bin ich froh, bei einem guten Club wie der Austria zu sein, aber ich muss nicht klammern", sagte Fink vor dem abschließenden Europa-League-Gruppenspiel gegen AEK Athen (Donnerstag, 19.00 Uhr).

Als Grund für seine Unzufriedenheit nannte er vor allem die Verkäufe der drei Leistungsträger Larry Kayode, Petar Filipovic und Jens Stryger Larsen. "Für alle drei haben wir Geld bekommen. Richtiger Ersatz wurde nicht geholt. Ich möchte mich jetzt auch nicht mit dem Verein anlegen, aber ich weiß nicht, ob jedem unsere Situation bekannt ist. In Deutschland schaut man auf die Tabelle und denkt sich: 'Was macht der Fink denn da?'".

Finks Vertrag läuft noch bis Juni 2019. Derzeit liegt Austria Wien in der österreichischen Bundesliga auf einem enttäuschenden fünften Rang, der Rückstand auf Tabellenführer RB Salzburg beträgt bereits 18 Punkte. Bei der Austria steht auch der frühere HSV-Verteidiger Heiko Westermann unter Vertrag. In der Vergangenheit war Fink bereits mehrmals aus der Haut gefahren. Zuletzt hatte er sich im Mai vor laufender Kamera mit den ORF-Moderatoren Rainer Pariasek und Peter Hackmair angelegt.

Sam kritisiert Schalke und Frankfurt

Ex-Nationalspieler Sidney Sam hat die früheren Vereinsführungen von Schalke 04 und Eintracht Frankfurt wegen des Umgangs mit ihm kritisiert und öffentliche Vorverurteilungen beklagt. "Irgendwann galt ich als Dauerpatient. Ich saß da, konnte nichts machen und plötzlich war ich Problem-Profi statt Top-Transfer. Das ist mir zu extrem", sagte der inzwischen beim Zweitligisten VfL Bochum unter Vertrag stehende Sam in einem spox-Interview.

Er selbst sei "immer bescheiden und demütig" gewesen. Er habe aber nach Verletzungen zu schnell wieder gespielt und sich wieder verletzt. "Ich war verletzt und konnte der Mannschaft nicht helfen. Darum haben sie mich suspendiert", sagte er über Schalke, wo er seit Beginn des Jahres 2015 nur noch fünfmal zum Einsatz kam und zeitweilig in die 2. Mannschaft versetzt wurde.

In Frankfurt fiel er schließlich durch den medizinischen Eignungstest. "Mich hat es schon ein bisschen geärgert, dass diese Details öffentlich wurden, das ist ja eine private Sache", sagte der 29-Jährige, der 2013 fünf Länderspiele bestritt, und stellte auch die inhaltliche Richtigkeit infrage: "Wenn du am Tag vorher hart trainiert hast, können die Werte etwas verfälscht sein. Das ist ganz normal. Für den Verein hat es offenbar gereicht, sich gegen mich zu entscheiden."

Er habe allerdings auch eigene Fehler gemacht, sagte Sam. "Vielleicht hätte ich mich in den Zeiten, in denen ich verletzt war, mehr für die Mannschaft einsetzen und präsenter sein sollen. Wenn du verletzt bist, beschäftigst du dich vor allem mit deinem eigenen Zustand. Das sieht schnell so aus, dass dir die Mannschaft egal ist. Das war aber nicht so."

Gladbach bangt um Hazard

Borussia Mönchengladbach muss am Sonnabend (18.30 Uhr/Sky) im Verfolgerduell gegen Schalke möglicherweise auf Torjäger Thorgan Hazard verzichten. Der Belgier setzte am Donnerstag mit dem Training aus. "Hinter seinem Einsatz steht daher ein Fragezeichen", sagte Trainer Dieter Hecking, ohne Gründe für die Trainingspause zu nennen.

Erneut einen Muskelbündelriss hat sich derweil der Franzose Mamadou Doucoure zugezogen. Der 19 Jahre alte Innenverteidiger war im Sommer 2016 von Paris St. Germain zur Borussia gewechselt, seither ist er verletzt. "Wenn man es positiv sehen kann, ist es bei Mamadou nicht der bereits operierte Oberschenkel. Es ist sehr schade, weil wir mit dem Jungen auf einem sehr guten Weg waren. Für ihn ist das tragisch", sagte Hecking.

Nicht zur Verfügung stehen am Samstag zudem Tony Jantschke (Schädelprellung) sowie Fabian Johnson (Rückenbeschwerden), hinzu kommen mehrere Langzeitverletzte. "Ich jammere sicher nicht großartig rum, aber langsam ist es schon grenzwertig. Wir haben viele Fragezeichen", sagte Hecking. Weltmeister Christoph Kramer kann dagegen wahrscheinlich spielen.

DFB-Kapitänin Marozsan bleibt in Lyon

DFB-Kapitänin Dzsenifer Marozsan hat ihren im Sommer auslaufenden Vertrag bei Champions-League-Sieger Olympique Lyon vorzeitig bis 2020 verlängert. "Ich werde zwei weitere Jahre für den besten Verein spielen", schrieb die Olympiasiegerin neben ein Foto mit Vereinspräsident Jean-Michel Aulas auf ihrer Facebook-Seite. Anschließend erklärte sie: "Ich bin sehr glücklich, mein Abenteuer bei OL fortzusetzen. Ich bin beim besten Verein der Welt mit den besten Spielerinnen der Welt. Daher kann ich mich jeden Tag weiterentwickeln."

Marozsan war im Juli 2016 vom 1. FFC Frankfurt nach Lyon gewechselt, holte auf Anhieb das Triple und wurde 2017 in Frankreich wie in Deutschland als "Fußballerin des Jahres" ausgezeichnet. In dieser Saison hat Lyon noch keinen Punkt abgegeben.

Goretzka fällt schon wieder aus

Schalke 04 muss am Sonnabend im Verfolgerduell bei Borussia Mönchengladbach (18.30 Uhr/Sky) auf Nationalspieler Leon Goretzka und den Österreicher Alessandro Schöpf verzichten. Das bestätigte Trainer Domenico Tedesco am Donnerstag. Goretzka (22) leide weiterhin unter einer "knöchernen Stressreaktion im Unterschenkel", Schöpf (23) fällt wegen einer Kapselverletzung im linken Knie aus.

Zudem bestätigte Sportvorstand Christian Heidel die Medienberichte um einen möglichen Abgang des spanischen Rechtsverteidigers Coke in der Winterpause. "Es gibt Gespräche mit einem spanischen Klub", sagte Heidel. Es sei aber "noch keine Entscheidung gefallen". Nach Informationen von Radio Marca steht Coke vor einem Wechsel zum Erstligisten UD Levante.

Leipzig-Fan stirbt nach Spiel gegen Besiktas

Am Rande des Champions-League-Spiels zwischen RB Leipzig und Besiktas Istanbul (1:2) ist es am Mittwochabend zu einem tragischen Zwischenfall gekommen. Wie der Club am Donnerstagmorgen bekannt gab, brach während der Begegnung ein 73-Jähriger zusammen und starb in der Nacht im Krankenhaus an Herzversagen.

"Unser tiefes Mitgefühl und aufrichtiges Beileid gehört den Angehörigen des Verstorbenen, denen wir alle Kraft wünschen", twitterte RB Leipzig.

Sky-Chef kritisiert Vereins-Medien

Sky-Chef Carsten Schmidt hat die Vermarktung von Fußball-Vereinen und Profis über eigene Medienangebote kritisiert. Besonders clubeigene TV-Sender sind dem Chef des Pay-TV-Anbieters Sky Deutschland ein Dorn im Auge. Damit werde "eine Grenze überschritten", sagte Schmidt dem Magazin GQ Gentlemen's Quarterly.

Die Clubs würden für die eigenen Programme Zeit von Spielern und Trainern fordern. "Da ist für mich eine Grenze überschritten, weil uns als wirtschaftlich ins Risiko gehenden Partner diese Zeit dann eben nicht mehr zur Verfügung steht", sagte Schmidt. Der Zuschauer erwarte "eine unabhängige journalistische Betrachtung, die nicht durch eine Vereinsbrille geprägt sei." Der aktuelle Trend "gefällt mir nicht und er muss korrigiert werden", so Schmidt.

Sky hatte 2012 die Fußballrechte für 485 Millionen Euro gekauft, seither sind die Preise deutlich gestiegen. Dass sich die Summen unendlich in die Höhe treiben lässt, glaubt Schmidt nicht: "Aus meiner Sicht ist der Preis nicht unendlich steigerbar, wenn man ernsthafte Partnerschaften hat. Möglicherweise gibt es aber Unternehmen, die mit dem Fußball im eigentlichen Sinne nicht das Geschäft machen möchten, dann entsteht eine Sondersituation. Aber vielleicht will der Fußball ein solches Hyperwachstum auch gar nicht mehr."

Lahm wird DFB-Ehrenspielführer

Weltmeister-Kapitän Philipp Lahm soll am Freitag zum Ehrenspielführer der deutschen Nationalmannschaft ernannt werden. Einen entsprechenden Vorschlag will DFB-Präsident Reinhard Grindel den Delegierten beim Außerordentlichen Bundestag in Frankfurt machen, wie er am Donnerstag mitteilte. Mehr über die Meldung zu Philipp Lahm.

Leverkusen will auf die CL-Plätze

Bayer Leverkusen kann mit einem Sieg am Freitag (20.30 Uhr/Eurosport) beim VfB Stuttgart zumindest für eine Nacht einen Champions-League-Platz erobern. "Das habe ich nicht im Blick, weil es erst einmal nur eine Momentaufnahme ist", sagte Trainer Heiko Herrlich. Der Ex-Profi fordert aber langfristig den Sprung auf die Europacup-Plätze: "Wir müssen Punkte holen, um uns in diesem Bereich festzusetzen, weil wir viel haben liegen lassen. Deshalb sind wir gefordert."

Verzichten muss der Bayer-Coach auf die verletzten Charles Aranguiz und Wladlen Jurtschenko sowie den für drei Spiele rotgesperrten Wendell. Dafür kehrt Mittelfeldspieler Dominik Kohr nach Gelbsperre zurück.

Guardiola-Gegner als Zorro zur PK

Der portugiesische Trainer Paulo Fonseca hat die Qualifikation für das Champions-League-Achtelfinale mit dem ukrainischen Meister Schachtjor Donezk auf extravagante Art und Weise gefeiert. Nach dem 2:1 (2:0)-Sieg gegen Manchester City um die deutschen Nationalspieler Leroy Sane und Ilkay Gündogan erschien Fonseca als Zorro verkleidet mit schwarzem Hut und schwarzer Maske auf der Pressekonferenz.

"Ich denke, wir werden uns noch lange an diesen Scherz erinnern", sagte Fonseca anschließend. Donezk hatte sich als Zweiter der Gruppe F für das Achtelfinale qualifiziert, City stand schon vorher als Gruppensieger fest. Manchesters Coach Pep Guardiola reagierte leicht irritiert auf die Aktion seines Kollegen. Dieser hatte damit letztendlich seine Wettschulden eingelöst: Vor dem Spiel hatte er versprochen, als Zorro aufzutreten, sollte seine Mannschaft das Achtelfinale erreichen.

Volland ist leicht WM-resigniert

Angreifer Kevin Volland rechnet trotz seiner schon neun Saisontore für Bayer Leverkusen nicht mit einer Teilname an der WM 2018 in Russland. "Ich mache mir jetzt nicht die allergrößten Hoffnungen - angesichts der Konkurrenzsituation wird das nicht einfach", sagte der 25-Jährige der Fußball Bild. Volland ist aktuell der erfolgreichste deutsche Torjäger der Bundesliga.

Ganz aufgegeben hat der ehemalige Kapitän der deutschen U21-Nationalmannschaft seinen WM-Traum aber noch nicht. "Freuen würde es mich riesig. Jeder träumt davon, zu einer WM zu fahren. Entscheidend wird sein, dass wir als Mannschaft weiter gute Leistungen zeigen", sagte Volland.

2014 hatte der Stürmer zum vorläufigen Kader für die WM in Brasilien gehört, wurde für das Turnier aber nicht berücksichtigt. Volland hat bislang zehn Länderspiele bestritten, das letzte im November 2016.

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