Fußball-Ticker

Podolski bekommt bei Galatasaray einen neuen Trainer

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Neuer Trainer für Podolski

Lukas Podolski bekommt bei Galatasaray Istanbul einen neuen Trainer. Der bisherige Coach Jan Olde Riekerink wurde am Dienstag entlassen, wie Vereinspräsident Dursun Özbek nach einer Vorstandssitzung bekanntgab. Der türkische Rekordmeister hatte am Sonntag überraschend gegen den Abstiegskandidaten Kayserispor zu Hause mit 1:2 verloren. Riekerink war im März vergangenen Jahres vom Jugendkoordinator zum Cheftrainer befördert worden. Unter seiner Leitung hatten die Löwen den türkischen Pokal geholt. Zuletzt stand er immer stärker in der Kritik. Drei der letzten fünf Pflichtspiele verlor Galatasaray.

Als Nachfolger soll übereinstimmenden Medienberichten zufolge Igor Tudor bereitstehen. Die Nachrichtenagentur DHA meldete, dass sich Galatasaray bereits mit dem kroatischen Trainer geeinigt habe. Der frühere Juventus-Profi Tudor steht seit Saisonbeginn beim Süper-Lig-Club Karabükspor unter Vertrag.

Pfister übernimmt Afghanistan

Fußball-Weltenbummler Otto Pfister ist neuer Nationaltrainer von Afghanistan. "Den Vertrag habe ich in Kabul unterschrieben. Aber ansonsten werde ich kaum dorthin reisen müssen", sagte der 79-Jährige dem Kölner "Express", "es ist ein Kriegsland, die Spieler sind alle im Ausland. Ich bereite die Mannschaft auf die Asienmeisterschaft vor. Die Trainingslager finden in Dubai oder Katar statt. Ich muss nur sechsmal im Jahr für jeweils drei Wochen anreisen."

Die Qualifikationsspiele von Afghanistan, dem 151. der Weltrangliste, finden rund um den Globus verstreut statt. Für Otto Pfister ist das kein Problem. "Die Heimspiele werden in St. Petersburg oder Teheran ausgetragen. Eine gute Sache. Ich freue mich", sagte Pfister. Pfister, der einst bei Trainerlegende Hennes Weisweiler in Köln hospitierte, hat in seiner Karriere überwiegend Mannschaften aus Afrika und Asien trainiert, unter anderem Ghana, den Senegal und die Elfenbeinküste. 2006 sollte Pfister die Nationalmanschaft von Togo zur WM führen, nach einem Prämienstreit trat er jedoch kurz vor der Endrunde in Deutschland zurück.

Wollscheid steigt in die Regionalliga ab

Innenverteidiger Philipp Wollscheid gehört beim Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg ab sofort dem Regionalliga-Kader an. Die Leihgabe von Stoke City hatte sich bei den Profis nicht durchsetzen können und soll nun in der vierten Liga Spielpraxis sammeln.

"Ich freue mich auf das Team und werde alles geben, um mit der Mannschaft erfolgreich zu sein", wurde der 27-Jährige in einer Mitteilung der Niedersachsen zitiert. Das U-23-Team der Norddeutschen nimmt in der aktuellen Tabelle den fünften Platz ein, ein Aufstieg in die 3. Liga ist nur noch rein rechnerisch möglich.

Deutsche EM-Bewerbung wird kein Selbstläufer

Die Bewerbung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) um die Ausrichtung der EM-Endrunde 2024 wird kein Selbstläufer. Die Türkei wird voraussichtlich am Mittwoch ihre Kandidatur bekannt geben und damit zum ersten offiziellen Rivalen Deutschlands. Der türkische Verbandsboss Yildirim Demiroren und Sportminister Akif Cagatay Kilic haben zu einer Pressekonferenz unter dem Titel "Informationen über die Bewerbung für die EURO-Ausrichtung 2024" eingeladen.

Die offiziellen Interessensbekundungen müssen bis zum 3. März bei der Europäischen Fußball-Union (UEFA) eingegangen sein, bis zum 27. April 2018 sollen die Verbände dann ihre vollständigen Unterlagen eingereicht haben.

Neben der deutschen und der türkischen Bewerbung wird eventuell noch eine Kandidatur der skandinavischen Länder erwartet. Die Entscheidung über die Ausrichtung fällt das UEFA-Exekutivkomitee im September 2018.

Werder bezieht Kurztrainingslager

Werder Bremen bezieht vor dem wichtigen Auswärtsspiel beim 1. FSV Mainz 05 ein Kurztrainingslager. Bereits am Donnerstag wird sich Trainer Alexander Nouri mit seiner Mannschaft auf den Weg in die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt machen, um sich optimal auf die richtungsweisende Begegnung vorbereiten zu können.

Die Bremer sind das einzige Erstliga-Team, das in diesem Jahr noch keinen Punkt geholt hat. Zuletzt gab es eine 0:1-Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach und den Absturz auf Relegationsplatz 16. Auch für Nouri geht es deshalb am Sonnabend um viel, eine weitere Niederlage könnte den Werder-Coach den Job kosten.

Nouri gab sich am Dienstag dennoch weiter zuversichtlich. „Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, sagte der Bremer Trainer. Einen Rücktritt schloss der 37-Jährige trotz der prekären sportlichen Situation aus. „Aufzugeben ist keine Alternative für mich“, sagte Nouri. Ob er in Mainz mit Routinier Claudio Pizarro planen kann, ist ungewiss. Der 38 Jahre alte Peruaner plagt sich wieder mit muskulären Problemen.

SSC Neapel setzt auf Glücksbringer Maradona

Diego Maradona soll dem SSC Neapel im Champions-League-Duell bei Real Madrid am Mittwoch (20.45 Uhr/Sky) Glück bringen. Das argentinische Fußball-Idol, das vor 30 Jahren erstmals die italienische Meisterschaft mit Napoli gewann, wird während des Achtelfinal-Hinspiels im Estadio Santiago Bernabeu neben Klub-Präsident Aurelio de Laurentiis Platz nehmen und den Azzurri die Daumen drücken.

Der 56-Jährige traf am Montagabend in der spanischen Hauptstadt in Begleitung seiner Lebensgefährtin Rocio Oliva, seines Enkelsohns Benjamin und anderer Angehörigen ein. "Es wird ein zähes Duell, doch wir können es schaffen", sagte Maradona.

Der Weltmeister-Kapitän von 1986, der von 1984 bis 1991 für Napoli spielte, wird in Neapel immer noch vergöttert. Am 10. Mai wird er zum Ehrenbürger der Stadt ernannt - es ist der 30. Jahrestag des Scudetto. An diesem Tag ist in Neapel eine große Feier geplant. Bürgermeister Luigi De Magistris will Maradona den Ehrenschlüssel der Stadt verleihen.

Guangzhou ab 2020 nur noch mit Chinesen

Im zuletzt überhitzten chinesischen Fußball deutet sich erstmals seit Jahren ein Umdenken in der Personalpolitik an. Wie diverse nationale Medien berichten, will Serienmeister Guangzhou Evergrande ab dem Jahr 2020 ausschließlich mit chinesischen Fußballern spielen. "In meiner Vorstellung ist unsere perfekte Mannschaft mit einem internationalen Top-Trainer und nationalen Spielern zusammengesetzt", sagte Immobilienmogul und Klubchef Jiayin Xu.

"Wir müssen unsere Einnahmen durch Spielertransfers steigern und ein Team aus jungen Spielern aufbauen, statt bloß zu kaufen", sagte Xu zur Strategie der kommenden Jahre. Bislang hatte Evergrande vor allem auf südamerikanische Spieler wie den kolumbianischen Stürmer Jackson Martínez oder den ehemaligen Dortmund-Angreifer Lucas Barrios (Paraguay) gesetzt. Trainiert wird die Mannschaft vom brasilianischen Weltmeistertrainer Luiz Felipe Scolari.

Allerdings hatte der Verband bereits Mitte Januar beschlossen, die Anzahl der pro Partie eingesetzten Ausländer von vier auf drei Spieler zu reduzieren. Durch die Begrenzung der Stellen soll die Flut von Transfers ausländischer Kicker gestoppt werden.

Lahm von Rückspiel-Sperre bedroht

Spielt Philipp Lahm am Mittwoch zum letzten Mal in der Champions League? Der Bayern-Kapitän ist gegen den FC Arsenal von einer Sperre für das entscheidende Rückspiel im Achtelfinale der Champions League bedroht. Sollte der Weltmeister im Hinspiel von Schiedsrichter Milorad Mažić (Serbien) verwarnt werden, wäre es die dritte Gelbe Karte für den 33-Jährigen in der laufenden Königsklassen-Saison. Lahm müsste dann am 7. März in London zuschauen. Bei einem Ausscheiden der Bayern gegen die Londoner könnte es am Mittwochabend somit bereits die Abschiedsvorstellung von Lahm in der Königsklasse sein.

Kommentar: Warum Lahms Entscheidung klug ist

Neben dem 33 Jahre alten Kapitän ist beim FC Bayern auch Jérôme Boateng mit zwei Gelben Karten vorbelastet. Für den Nationalspieler kommt ein Einsatz im Hinspiel nach seiner Operation am Brustmuskel aber noch zu früh. Trainer Carlo Ancelotti hofft, dass der Innenverteidiger bis zum Rückspiel gegen Arsenal wieder zur Verfügung steht.

FC St. Pauli: Choi fällt aus

Der FC St. Pauli muss im Spiel am Sonntag (13.30 Uhr) bei Arminia Bielefeld auf Kyoung-Rok Choi verzichten. Der Mittelfeldspieler erlitt beim 2:0 am Sonntag gegen Dynamo Dresden eine Oberschenkelverletzung und fehlt mindestens eine Woche. Die Hanseaten stehen ebenso wie Bielefeld mit 17 Punkten in der Abstiegszone. Leihspieler Cenk Sahin ist unterdessen daran interessiert, am Millerntor zu bleiben. Nach Informationen der „Bild“-Zeitung (Dienstag) hat St. Pauli die Option, Sahin für eine Million Euro von Medipol Basaksehir zu kaufen. „Ich kann mir gut vorstellen, bei St. Pauli zu verlängern“, sagte der 22 Jahre alte Türke, der in dieser Saison bisher vier Tore für die Hamburger schoss.

Labbadia Kandidat in Bremen?

Während sich der HSV mit zwei Siegen in Folge auf einen Nichtabstiegsplatz gekämpft hat, sieht es beim Nordrivalen Werder Bremen alles andere als gut aus. Die Bremer liegen einen Rang hinter den Hamburgern auf Rang 16. Die Werderaner sind die einzige Mannschaft in der Bundesliga, die in den ersten vier Spielen des neuen Jahres noch keinen Punkt geholt hat. Kein Wunder, dass Bremens Trainer Alexander Nouri bei den Grün-Weißen in die Kritik geraten ist.

Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, hat der Verein im Falle einer erneuten Niederlage am Sonnabend beim 1. FSV Mainz 05 beschlossen, den Trainer freizustellen. Kandidat für eine Nachfolge soll ausgerechnet auch Bruno Labbadia sein. Der 51-Jährige, der im Herbst beim HSV entlassen wurde, bringt die nötige Erfahrung im Abstiegskampf mit. Zudem hat Labbadia eine grün-weiße Vergangenheit. Zwei Jahre spielte er für Bremen (1996 bis 1998). Neben dem Ex-HSV-Trainer sollen auch Andre Breitenreiter, Holger Stanislawski und Guus Hiddink mögliche Kandidaten sein.

Guardiola rückt mit City auf Rang zwei vor

Trainer Pep Guardiola ist mit Manchester City auf Tabellenplatz zwei der englischen Premier League geklettert. Das Team des ehemaligen Bayern-Coaches gewann am Montagabend souverän mit 2:0 (1:0) beim AFC Bournemouth und verdrängte die Tottenham Hotspur damit auf Rang drei. Mit 52 Punkten hat Man City allerdings noch immer acht Zähler Rückstand auf Spitzenreiter FC Chelsea. Der englische Nationalspieler Raheem Sterling brachte die Gäste in der 29. Minute in Führung, ehe ein Eigentor von Tyrone Mings (69.) den Sieg von City besiegelte. Der deutsche Nationalspieler Leroy Sané kam über 90 Minuten zum Einsatz.

Die Höhepunkte im Video:

Von Titelambitionen will Ex-Bayern-Coach Guardiola aber nichts wissen: "Es ist so schwierig, weil sie schon dreimal verlieren müssen und wir gleichzeitig dreimal gewinnen. Das bedeutet, dass die Teams leistungsmäßig ganz dicht beieinanderliegen. Chelsea hat aber acht Punkte Vorsprung, das ist eine Menge", betonte der Katalane, der sehr zufrieden mit der Vorstellung seiner Schützlinge war: "Wir haben wirklich gut gespielt in Anbetracht der Umstände, vor allem in den letzten 10, 15 Minuten. Wir haben Tausende, Millionen Pässe gespielt und den Ball kontrolliert, so haben wir dem Gegner keine Chance gelassen."

AC Mailand rettet Remis bei Lazio

Der AC Mailand tritt in der italienischen Meisterschaft auf der Stelle. Bei Lazio Romsich Milan am Montagabend mit einem 1:1 (0:1) begnügen und ist weiter Tabellensiebter der Serie A. Lucas Biglia erzielte per Elfmeter in der Nachspielzeit der ersten Hälfte die Führung für die Gastgeber, der Spanier Suso glich in der 85. Minute aus. Lazio rutschte durch das späte Remis auf Platz sechs, hat aber nur einen Punkt Rückstand auf die Europa-League-Ränge. Der AC Mailand droht bei vier Zählern Rückstand auf die Europapokal-Plätze indes erneut den internationalen Wettbewerb zu verpassen.