Tennis-Ass

Fed-Cup-Absage kam für Kerber nie infrage

Angelique Kerber ist einen gefragte Gesprächspartnerin

Angelique Kerber ist einen gefragte Gesprächspartnerin

Foto: Jakub Kaczmarczyk / dpa

An diesem Wochenende bestreitet die Australian-Open-Siegerin mit Deutschland in Leipzig das Fed-Cup-Viertelfinale gegen die Schweiz.

Leipzig. Angelique Kerber freut sich nach ihrem Australian-Open-Triumph schon auf die nächsten Herausforderungen, vor allem aber auf ihre zweiten Olympischen Spiele. „Wir haben noch drei Grand Slams in diesem Jahr, wir haben Rio. Ich war noch nie in Rio, und das war immer so mein Kindheitstraum“, sagte die 28 Jahre alte Kielerin am Mittwoch im ZDF-„Morgenmagazin“. Die Sommerspiele in Brasilien werden „ein Highlight“ in ihrer Karriere, erzählte die neue Nummer zwei der Tennis-Welt, die am vorigen Sonnabend in Melbourne ihren größten Erfolg gefeiert hatte.

Das ist der Mann an Kerbers Seite

Olympia ist auch für Kerber das Größte. „Ich war vor vier Jahren schon in London. Jetzt das zweite Mal dabei sein zu können, das wird etwas sehr Schönes“, meinte Deutschlands neue Tennis-Königin. „Ich freue mich auf jeden Fall auf alles, was jetzt noch kommt in den nächsten Monaten.“

An diesem Wochenende bestreitet Kerber mit den deutschen Tennis-Damen in Leipzig das schwere Fed-Cup-Viertelfinale gegen die Schweiz. Die Stimmung vor dem Match sei „sehr gut“, versicherte die Norddeutsche. „Wir haben eine gute Mannschaft, und das wird sich jetzt auch am Wochenende, denke ich, zeigen.“ Das Ziel sei „natürlich, das Match am Wochenende zu gewinnen. Wir werden alles geben“, versprach sie. „Ich freue mich einfach auf die Atmosphäre auf dem Platz, auf die Zuschauer, auf die Fans, die kommen werden und uns natürlich unterstützen.“

Eine Absage hat sie trotz der Strapazen nach ihrem Triumph in Melbourne nie erwogen. „Ehrlich gesagt nein“, antwortete Kerber am Mittwoch auf eine entsprechende Frage in Leipzig. „Es war von vorn herein klar, dass ich hierher komme. Es ist für mich immer große Ehre“, sagte Kerber. Bundestrainerin Barbara Rittner mochte sich noch nicht zu ihrer möglichen Aufstellung äußern. Rittner forderte nach Kerbers Triumph in Melbourne jedoch, „dass wir dieses tolle Ereignis abhaken und uns auf das Wochenende fokussieren. Das wird entscheidend sein.“

Die Teamchefin sprach von einem Spagat, allen voran für Kerber. Außer der Nummer eins, die nach einem Abstecher zur Familie in Polen am Dienstagabend in Leipzig eintraf, gehören Andrea Petkovic, Australian-Open-Achtelfinalistin Annika Beck und Doppel-Spezialistin Anna-Lena Grönefeld sowie als Ersatz Anna-Lena Friedsam zum Team. Wie der Deutsche Tennis Bund bekanntgab, wird der TV-Sender Sat.1 die Partie übertragen. Bislang war eine Fernseh-Übertragung auf Sat.1 Gold geplant.