Fußball-Ticker

Unterhaching vor Trainer-Verpflichtung von Heiko Herrlich

Heiko Herrlichkönnte die SpVgg Unterhaching trainieren

Heiko Herrlichkönnte die SpVgg Unterhaching trainieren

Foto: dpa

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Türkei: Nächster Süper-Lig-Spieltag nach Fenerbahce-Anschlag abgesagt

16:02 Uhr: Wegen des Anschlags auf den Bus von Meister Fenerbahce Istanbul hat der türkische Fußball-Verband TFF am Montag den nächsten Süper-Lig-Spieltag am kommenden Wochenende abgesagt. Diese Entscheidung teilte der TFF laut der Internetseite der Zeitung Hürriyet nach einer Präsidiumssitzung mit dem türkischen Sportminister Cagatay Kilic mit. Nur kurz zuvor hatte Fenerbahce angekündigt, bis zur vollständigen Aufklärung des Attentats vom Samstag, bei dem der Fahrer des Busses auf der Rückfahrt der Mannschaft von einem Punktspiel nahe Trabzon durch die Folgen von Gewehrschüssen verletzt worden war, nicht mehr anzutreten.

SpVgg Unterhaching vor Trainer-Verpflichtung von Heiko Herrlich

15:59 Uhr: Fußball-Drittligist SpVgg Unterhaching steht nach Aussage von Präsident Manfred Schwabl vor einer Verpflichtung von Heiko Herrlich als neuem Trainer. Schwabl sagte bei Sport1 am Montag, dass er den ehemaligen Profi von Borussia Dortmund und aktuell U17-Coach beim FC Bayern gerne für den Abstiegskampf verpflichten möchte. Wie der Präsident berichtete, soll in den nächsten Tagen eine Entscheidung fallen. Ex-Nationalspieler Herrlich war bereits in der Saison 2011/12 Trainer in Haching.Die Hachinger werden nach dem Rücktritt von Christian Ziege aktuell von Claus Schromm als Interims-Coach betreut, rutschen am Sonntag nach der vierten Niederlage in Serie auf den Abstiegsrang 18. Schwabl berichtete, dass er aktuell in Verhandlungen mit dem FC Bayern über einen sofortigen Wechsel Herrlichs stehe. Sollte dies nicht gelingen, soll der inzwischen 43-Jährige im Sommer zur SpVgg wechseln.

96-Chef Kind setzt weiterhin auf Trainer Korkut

15:35 Uhr: Die Vorbereitung auf das wichtige Abstiegskampfduell mit Hertha BSC begann noch am Ostersonntag - bei strahlendem Sonnenschein und vor allem unter der Leitung von Tayfun Korkut. Der Trainer von Hannover 96 gab ein paar Autogramme auf dem Trainingsplatz, er wirkte entspannt, schließlich hatte ihm sein Verein bereits am Vortag nach dem bemerkenswerten 2:2 (0:1) bei Eintracht Frankfurt erneut das Vertrauen ausgesprochen.„Es gibt bei uns keine Trainerdiskussion“, bestätigte 96-Boss Martin Kind auch am Sonntagabend im NDR-„Sportclub“ noch einmal. Dass der Tabellen-15. in Frankfurt nach einem 0:2-Rückstand noch einen Punkt geholt und dabei zu keiner Zeit wie ein Abstiegskandidat gespielt hatte, rechneten die Verantwortlichen Korkut zu: „Das war das deutliche Statement einer Mannschaft, die sagt: Wir wollen mit diesem Trainer weiterarbeiten“, meinte Sportdirektor Dirk Dufner.

Iran plant Aufhebung des Stadionverbots für Frauen

15:31 Uhr: Der Iran plant, das Stadionverbot für Frauen per Gesetz aufzuheben. Es habe verschiedene Sitzungen mit Vertretern des Innen- und Sportministeriums gegeben, sagte Vizepräsidentin Schahindocht Molawerdi am Montag. Auch der Nationale Sicherheitsrat, der letztendlich eine Aufhebung befürworten müsste, wurde informiert. Aber das Thema sei weder auf der Tagesordnung des Sicherheitsrats, noch ist irgendeine Entscheidung getroffen, so die Vizepräsidentin laut Nachrichtenagentur ISNA. Für Verwirrung hatte am Wochenende der iranische Vizesportminister Abdolhamid Ahmadi gesorgt. Er verkündete eine Befürwortung des Sicherheitsrates für die Teilnahme der Frauen an gewissen Sportveranstaltungen von März 2015 an. Aber das Innenministerium dementierte dessen Aussagen. Das Thema sei im Sicherheitsrat weder besprochen noch beschlossen worden, sagte ein Sprecher.

Frauen im Iran wollen in Stadien besondere nationale und internationale Fußball- und Volleyballspiele der Männer verfolgen. Daher würde eine Erlaubnis für andere Sportveranstaltungen, wo das Interesse im Land allgemein sehr gering ist, den Frauen nichts bringen. Außerdem würde der Iran ohne die Aufhebung des Verbots keine Erlaubnis für internationale Wettkämpfe im Land erhalten. Irans Antrag auf den Asien Fußball-Cup 2019 wurde aus dem selben Grund auch abgelehnt. Die Spiele gingen an die Vereinigten Arabischen Emirate.

Schweinsteiger droht im DFB-Pokal auszufallen

12.48 Uhr: Der Einsatz von Bastian Schweinsteiger im Viertelfinale des DFB-Pokals am Mittwochabend bei Bayer Leverkusen (20.30 Uhr/ARD und Sky) steht "auf der Kippe". Schweinsteiger war beim 1:0-Sieg bei Borussia Dortmund in der 58. Minute ausgewechselt worden. Er laboriert an einer Kapselverletzung im linken Sprunggelenk. Am Montag legte Schweinsteiger eine Trainingspause ein. Franck Ribéry fehlte ebenfalls im Training. Der Franzose hat nach wie vor ebenfalls Probleme mit seinem Sprunggelenk, befindet sich aber immerhin wieder im Lauftraining. Holger Badstuber dagegen kehrte nach muskulären Problemen ins Mannschaftstraining zurück.

Anschlag auf Bus von Fenerbahce Istanbul

12.07 Uhr: Auf den Mannschaftsbus des türkischen Meisters Fenerbahce Istanbul ist am Sonnabend ein bewaffneter Anschlag verübt worden. Nach Polizeiangaben wurde der Fahrer bei dem Beschuss des Fahrzeugs offenbar mit einer Schrotflinte durch berstende Glassplitter hauptsächlich im Gesicht verletzt und musste operiert werden. Lebensgefahr bestand nach Angaben der Ärzte nicht. Spieler und Betreuer des Spitzenreiters, die sich in dem Bus nach dem 5:1-Erfolg bei Caykur Rizespor im Umkreis von Trabzon auf dem Weg zum Flughafen befanden, kamen mit dem Schrecken davon. Fernsehbilder zeigten, dass durch die Schüsse von einem oder mehreren unbekannten Tätern Front- und Seitenscheiben zerstört wurden. Zu den Hintergründen der Tat lagen den Ermittlern zunächst noch keine Hinweise vor.

Werder verteidigt Transfer von Davie Selke

11.21 Uhr: Ein paar Pfiffe bei der Vorstellung, ein paar Pfiffe mehr bei der Auswechslung – der Wirbel um Davie Selke hat sich bei Werder Bremen schnell gelegt. Der Wechsel des 20-Jährigen für acht Millionen Euro zu RB Leipzig hatte zwar die Gemüter erhitzt. Aber: „Das ist doch alles im Rahmen geblieben“, kommentierte Teamkollege Zlatko Junuzovic die wenigen Unmutsäußerungen gegen Selke bei dessen blassen 60-Minuten-Auftritt gegen Mainz 05. „Wir werden ihm in den nächsten Wochen weiterhin helfen.“ Manager Thomas Eichin verteidigte Eichin den von ihm unterstützten Transfer. „Wir wollen auch weiterhin Talente ausbilden und entwickeln, und dann, wenn sie richtig gut performen, auch verkaufen." Mit dem Selke-Geld können die Hanseaten nicht nur Löcher stopfen, sie wollen es auch in neue Spieler investieren.

England feiert Mesut Özil

10.31 Uhr: Trainer Arsène Wenger gehen bei Mesut Özil langsam die Superlative aus. "Was er macht, ist immer elegant, klug, und das Timing seiner Pässe ist absolut fantastisch", lobte der Teammanager des FC Arsenal nach der Galavorstellung des Weltmeisters: "Er ist sehr agil, flexibel und immer überall anspielbar. Wer mit ihm in einem Team spielt, liebt es mit ihm zu spielen." Mit seinem fulminanten Freistoß aus 20 Metern war der Nationalspieler maßgeblich am 4:1 (3:0) im Spitzenspiel gegen den FC Liverpool beteiligt - nach dem siebten Sieg in Folge träumen die Fans der Gunners, bei denen auch Per Mertesacker wieder in der Startelf stand, sogar von mehr als der Qualifikation für die Champions League. Selbst die oft kritische britische Presse überhäufte den 26-Jährigen mit Lob. "Özil liefert in großen Spielen", schrieb der "Telegraph".

Unruhe beim BVB vor entscheidendem Pokalspiel

10.17 Uhr: Mit dem Ballast einer historischen Negativ-Bilanz steuert Borussia Dortmund der letzten Ausfahrt in Richtung Europa entgegen. Drei Pflicht-Heimspiele der Schwarz-Gelben in Folge oder 274 Minuten ohne Torerfolg – das gab es seit Bestehen der Bundesliga noch nie. Auch das 0:1 gegen Bayern München deckte die Defizite des westfälischen Vollgas-Fußballs gnadenlos auf und sorgte bei den Fans mit Blick auf das richtungweisende Pokal-Viertelfinale am Dienstag (20.30 Uhr/ARD und Sky) gegen 1899 Hoffenheim für Skepsis und Unruhe. "Das Pokalspiel ist jetzt ganz wichtig. Nach Berlin zu kommen ist noch ein großes Saisonziel. Und obwohl es noch weit weg ist, ist es natürlich eine Möglichkeit, wieder ins internationale Geschäft zu kommen", sagte Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc. Europa League heißt das Ziel nach frühzeitig verspielter Champions-League-Qualifikation.

Klose gefeiert, Podolski blass, Gomez solide

9.32 Uhr: Rom feiert den "ewigen Miro" Miroslav Klose – Lukas Podolski hat einen neuerlichen Tiefpunkt erreicht: Die beiden deutschen Weltmeister haben ihren jüngsten Trend in Italiens Serie A fortgesetzt. Während man bei Lazio Rom nach dem 3:1 bei Cagliari Calcio mehr denn je auf ein weiteres Jahr mit dem nimmermüden Klose hofft, lieferte das blamable 1:1 von Inter Mailand gegen Schlusslicht Parma wieder reichlich Argumente für eine schnelle Trennung von Podolski. "Klose hat mit seinem Tor das Spiel in Schwung gebracht und danach wie immer riesige Arbeit geleistet", schrieb die "Gazzetta dello Sport" nach dem starken Auftritt des 36-Jährigen auf Sardinien. Klose traf in der 31. Minute mit seinem neunten Saisontor zur 1:0-Führung. Für den DFB-Rekordtorjäger, der noch nicht über seine Zukunft im Sommer entschieden hat, war es der sechste Torerfolg in den vergangenen zehn Spielen. "Inter, game over!", titelte die "Gazzetta" nach dem gruseligen Auftritt von Inter Mailand gegen den insolventen Skandal-Klub Parma, der zuvor 20 von 26 Spielen verloren hatte. Podolski musste das Trauerspiel im kaum zur Hälfte gefüllten Giuseppe-Meazza-Stadion bis zur 76. Spielminute von der Ersatzbank aus verfolgen, nach seiner Einwechslung blieb der 29-Jährige unauffällig. Angenehmere Ostertage gab es für den dritten prominenten Italien-Legionär: Mario Gomez feierte mit dem Tabellenvierten AC Florenz einen 2:0-Erfolg gegen Sampdoria Genua, spielte solide und leitete den zweiten Treffer seines Klubs ein.

Matz ab nach der 0:4-Klatsche in Leverkusen
Video: abendblatttv

Steigt Red Bull in England ein?

9.04 Uhr: Dem ehemaligen englischen Fußball-Meister Leeds United liegt offenbar ein Übernahmeangebot des österreichischen Energydrink-Konzerns Red Bull vor. Die englische Tageszeitung "Daily Mirror" berichtet, dass der Getränke-Gigant dem Zweitligisten ein Angebot von 60 Millionen Pfund (ca. 82 Millionen Euro) unterbreitet hat. Laut Zeitung hat Leeds-Klubeigentümer Massimo Celino das Angebot von Red Bull bestätigt. Sollte es zu einer Übernahme kommen, ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass sich der Vereinsname ändern wird. Leeds United wäre neben Red Bull Salzburg, RB Leipzig und den New York Red Bulls der vierte Fußballverein, der vom österreichischen Energydrink-Konzern übernommen wird.

Mund zugeklebt

8.21 Uhr: Mit einer medienwirksamen Aktion hat der ehemalige brasilianische Fußball-Nationaltrainer Wanderley Luxemburgo (62) gegen die gegen ihn verhängte Zwei-Spiele-Sperre protestiert. Auf der Pressekonferenz erschien der Coach von Flamengo aus Rio de Janeiro mit einem mit Klebestreifen verschlossenen Mund und gab keine Antwort zu den ihm gestellten Fragen. Der Fußballlehrer hatte zuvor heftige Kritik an Liga-Offiziellen geübt. Der regionale Fußball-Verband von Rio sollte am besten aufgelöst werden, hatte Luxemburgo erklärt, der die Trainer und Spieler durch die Verbandsoffiziellen bevormundet sieht. (sid/dpa/HA)