Glücksburgs Bürgermeister warnt

Flottenkommando-Abzug „wäre eine Katastrophe"

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Im Zuge der Bundeswehrreform soll offenbar der Marinestützpunkt Glücksburg geschlossen werden.

Glücksburg. Glücksburgs Bürgermeister John Witt (parteilos) hat vor den Folgen eines möglichen Abzugs des Flottenkommandos der Marine gewarnt. „Das wäre eine Katastrophe“, sagte er am Dienstag in einem Interview mit der Nachrichtenagentur dapd in Glücksburg. Der Standort mit seinen 960 Dienstposten sei der größte Arbeitgeber der Stadt. „Er hat eine enorme Bedeutung.“ Er hoffe deshalb, dass zumindest ein Teil der Posten in Glücksburg verbleibe.

Nach Informationen aus Bundeswehrkreisen sollen im Zuge der Bundeswehrreform von der Marine der Marinestützpunkt Eckernförde und das Flottenkommando Glücksburg geschlossen werden. Das Kommando wird den Kreisen zufolge entweder nach Kiel oder nach Rostock verlegt. „Ich bin noch guter Hoffnung, dass es nicht so kommt“, sagte Witt. In den vergangenen Jahren habe es schließlich hohe Investitionen in das Flottenkommando gegeben.

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„Das macht für mich keinen Sinn und ist nicht darstellbar“, sagte Witt zum möglichen Abzug des Kommandos. In einen neuen Standort für das Flottenkommando müssten rund 150 Millionen Euro investiert werden.

Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) will am Mittwoch die Einzelheiten seiner Reform bekannt geben. Sollte der Standort tatsächlich geschlossen werden, müssten der Stadt sogenannte Konversionsmittel zur Verfügung gestellt werden. (dapd/abendblatt.de)