Hamburg. Wälder, Freibäder, Restaurants zum Draußensitzen: Das kann man auch in Hamburgs Nordosten haben. Hier kommen 5 Tipps.

Was bietet der Kreis Segeberg nicht alles? Badeseen, Parks, Reiterhöfe und noch viel mehr. Und deshalb legen wir unseren Hamburger Lesern die Region auch immer wieder wärmstens als Ausflugsziel ans Herz. Indes: Auch in Hamburgs Nordosten gibt es sehr erholsame Fleckchen, die längst nicht jeder Schleswig-Holsteiner kennt. Und deshalb machen wir es jetzt mal andersherum. Hier kommen fünf Tipps für alle, die die Hansestadt mal ganz anders erleben wollen. Viel Spaß!

Bergstedt: Hier ist das Alstertal eine wildbewachsene Hügellandschaft

Ausflugslokal „Alte Mühle“ in Bergstedt.
Ausflugslokal „Alte Mühle“ in Bergstedt. © Andreas Laible

Wie sieht eine eiszeitliche Landschaft aus? Wer das wissen möchte, sollte in Hamburg-Bergstedt am Alsterlauf spazieren gehen. Man kann zum Beispiel in der Straße Baben de Möhl parken und am Ende der Sackgasse den Spazierweg nehmen, der in den Wald führt.

Schon bald eröffnet sich eine wunderbare, schattige Urwald-Landschaft, die sich auch gut für Spaziergänge mit Hunden eignet. Weiter unten ist die Alster ein kleines Flüsschen, Kinder finden hier den perfekten Ort zum Spielen.

Wer dann etwas essen möchte, findet in dem Traditionslokal „Alte Mühle“, Alte Mühle 34, einen schönen Ort zum Drinnen- und Draußensitzen. Lohnende Ziel sind auch der „Quellenhof“, Rodenbeker Str. 126, (geräucherte Forellen aus dem eigenen Räucherofen) und die Gaststätte „Zum Haselknick“, Haselknick 77.

Volksdorf: Museumsdorf, Parkbad und ein Kletterwald

Im Museumsdorf Volksdorf werden Traditionen gepflegt.
Im Museumsdorf Volksdorf werden Traditionen gepflegt. © Klaus Bodig

Volksdorf ist ein Stadtteil von Hamburg, geht aber fast schon als Naherholungsziel durch. Direkt am U-Bahnhof liegt das Parkbad, das einen Innen- und einen Außenbereich hat. Wer zu Fuß ein Stückchen weitergeht, kommt zum Museumsdorf. Hier kann man sehen, wie vor Jahrhunderten norddeutsche Dörfer aussahen – es gibt tolle erhaltene Fachwerkhäuser, viele Tiere und immer wieder besondere Aktionen für junge und ältere Besucher.

Die Kinder wollen sich bewegen? Kein Problem, es gibt ja den Abenteuerspielplatz an der Schemmannstraße, außerdem einen Kletterwald, in der Nähe der U-Bahnstation Meiendorfer Weg. Bei Regen kann man in die „Koralle“ gehen, das ist ein kleines, aber feines Kino am U-Bahnhof Volksdorf. Gute Restaurants gibt es auch, zum Beispiel den „Dorfkrug“, Im Alten Dorfe 44.

Ohlstedt: Natur erleben im Wohldorfer Wald

Hamburgs ältestes Forstrevier: der Wohldorfer Wald.
Hamburgs ältestes Forstrevier: der Wohldorfer Wald. © THORSTEN AHLF / FUNKE FOTO SERVICES

Sie wollen einmal so richtig lange wandern, ohne Straßen überqueren zu müssen und an Wohngebiete zu stoßen? Dann auf in den Wohldorfer Wald. Das älteste Forstrevier Hamburgs wurde im 15. Jahrhundert angelegt und ist seit 1980 ein Naturschutzgebiet.

In dem rund 300 Hektar großen Gebiet leben seltene Waldbewohner wie Uhu, Eisvogel und Fischotter. Außerdem gibt es Historisches an den Wanderwegen zu entdecken, wie den ehemaligen Eiskeller des Wohldorfer Herrenhauses.

Wer nach dem Spaziergang Hunger hat, findet in „Gasthaus zum Bäcker“, Herrenhausallee 9, einen guten Ort zum Einkehren. Wer eher Durst verspürt, sollte im „Wanderer“, Alte Dorfstraße 29, vorbeischauen. Die sympathische Kneipe in der Nähe des U-Bahnhofes Ohlstedt bietet neben „Frischbier vom Hahn“ auch Croques an. Und bei gutem Wetter kann man auch draußen sitzen.

Langenhorn: Freibad, Naturschutzgebiet und besondere Restaurants

Das Naturbad Kiwittsmoor in Hamburg-Langenhorn.
Das Naturbad Kiwittsmoor in Hamburg-Langenhorn. © THORSTEN AHLF / FUNKE FOTO SERVICES

Der Hamburger Stadtteil Langenhorn hat durchaus seine Vorzüge. Das wusste schon Altbundeskanzler Helmut Schmidt (1918 – 2015), der hier jahrzehntelang seinen Wohnort hatte. Reizvoll für Ausflügler ist etwa das Naturschutzgebiet Raakmoor. Es gibt eine herrliche Natur zu bestaunen, zum Beispiel von der Aussichtsplattform. Man kann um einen See herumspazieren, und für Kinder gibt es einen schönen Spielplatz.

Nicht weit entfernt liegt das Naturbad Kiwittsmoor, das ein Sportverein betreibt. Das Freibad wird mit Brunnenwasser gespeist, es gibt schöne Liegewiesen und außerdem sechs Beachvolleyball-Felder, zwei davon sind ganz neu.

Wer in Langenhorn etwas essen gehen will, sollte mal im Restaurant „The Vegan Eagle“, Wischhöfen 4, vorbeischauen. Ob man Veganer ist oder nicht – es lohnt sich! Gehobene nicht-vegane Küche bietet „Das Wattkorn“, Tangstedter Landstraße 230, das sich in einem schönen alten Reetdach-Haus mit Terrasse befindet.

Poppenbüttel: Burg, Schleuse und viel mehr

Die Burg Henneberg in Poppenbüttel
Die Burg Henneberg in Poppenbüttel © Archäologisches Museum Hamburg | pr

Den Hamburger Stadtteil Poppenbüttel verbinden nicht wenige mit einem Einkaufstempel der gehobenen Art, nämlich dem Alstertal-Einkaufzentrum (AEZ). Aber wussten Sie schon, dass sich ganz in der Nähe davon ein kleines, altes Schloss befindet?

Die Rede ist hier von der Burg Henneberg, errichtet im 19. Jahrhundert. Die kann zwar nur von außen bestaunt werden, aber der Besuch lohnt sich trotzdem, zumal die Burg im Hennebergspark liegt. Der ist öffentlich zugänglich und ein wunderbarer Ort für Spaziergänge. Am Park fließt die Alster vorbei.

Wer dem Flusslauf Richtung Norden folgt, gelangt etwa nach einer halben Stunde zur Mellingburger Schleuse. An diesem Kulturdenkmal befindet sich auch das „Kleinhuis Hotel Mellingburger Schleuse“, Mellingburgredder 1, wo man gut zum Essen einkehren kann, mit Blick auf das Alstertal. Eine gute Alternative dazu ist das Restaurant „Stock’s“, An der Alsterschleife 3.