Fusionsvertrag zur Nordkirche passiert erste Hürde

Nordelbien: 59% der Synodalen stimmen zu

Nordelbien hat den Fusionsvertrag zur Nordkirche in erster Lesung durchgewunken. Für den Vertrag votierten am Freitag Abend in Rendsburg aber nur 77 der 131 Synodalen (59 Prozent). In der entscheidenden zweiten Lesung, die am Sonnabend folgen soll, ist eine Zweidrittel-Mehrheit (66,6 Prozent) erforderlich.

Wie die Synode in Rendsburg stimmen dann auch die Kirchenparlamente in Plau am See (Mecklenburg) und Züssow (Pommern) über den Zusammenschluss der drei Landeskirchen ab. Der Fusionsvertrag bedarf auch hier einer Zwei-Drittel-Mehrheit.

Die Synode in Rendsburg beauftragte die nordelbische Kirchenleitung zugleich, in den weiteren Gesprächen zur Nordkirche (ab 2012) die Option offen zu halten, den Sitz des künftigen Landesbischofs in Hamburg anzusiedeln. "Das ist ein gutes Zeichen, dass Hamburg weiter im Blick ist", sagte Hamburgs Bischöfin Maria Jepsen dem Abendblatt. Laut Fusionsvertrag residiert der Landesbischof in Schwerin. In Hamburg, Schleswig und Greifswald sind Regionalbischöfe vorgesehen. Eine Vertagung der Nordkirchenfusion wurde abgelehnt.

In Rendsburg hatten sich zuvor viele Bedenkenträger zu Wort gemeldet. In Plau am See (Mecklenburg) war die Kritik am Fusionsvertrag noch heftiger, in Züssow (Pommern) eher verhalten.