Merkel lässt sich in Russland das Reden nicht verbieten

St. Petersburg. Es war ein Machtkampf, und Angela Merkel gewann: Mit der Ankündigung, sie werde ihren Besuch in St. Petersburg abkürzen, setzte die Kanzlerin am Freitag Präsident Putin unter Druck. Die Gastgeber hatten die Grußworte bei einer Ausstellungseröffnung gestrichen. Merkel wollte über Beutekunst sprechen. Die Drohung wirkte: Putin knickte ein, Merkel forderte bei der Eröffnung die Rückgabe der 1945 von sowjetischen Soldaten erbeuteten Kunstwerke.