Parteipräferenz per Computer ermitteln

Internet: Wahl-O-Mat hilft unentschlossenen Bürgern

Bundeszentrale für politische Bildung entwickelt Online-Tool für das Superwahljahr. Spielerisch sollen gerade junge Wähler zur realen Abstimmung animiert werden.

Berlin. Wenn die persönliche Entscheidung zu schwer fällt oder das Gewissen drückt, kann die Maschine helfen. Der „Wahl-O-Mat“ der Bundeszentrale für Politische Bildung (bpb) im Internet soll jungen Wählern Orientierung bei der bevorstehenden Europawahl am 7. Juni geben. Ziel des Online-Werkzeuges sei es, möglichst viele Menschen spielerisch zur Stimmabgabe zu ermutigen, sagte der Präsident der Bundeszentrale, Thomas Krüger. Erstmals hätten sich insgesamt 29 Parteien an der Entwicklung des Wahl-O-Mats beteiligt und zu ihren politischen Thesen Stellung bezogen.

Auf der Internetseite www.wahlomat.de kann man an 38 ausgesuchten Thesen überprüfen, mit welcher Partei die eigenen politischen Vorstellungen am stärksten übereinstimmen. Die Entwickler betonen, dass es sich dabei nicht um eine Wahlempfehlung handelt. Der Wahl-O-Mat ist die deutsche Version des niederländischen „StemWijzer“ und war im Jahr 2002 gestartet worden. Zur Bundestagswahl 2005 wurde er mehr als fünfmillionenmal aufgerufen.