Mappus: Bei Stuttgart 21 geht es "nicht um Krieg oder Frieden"

Stuttgart/Berlin. Die Fronten zwischen Befürwortern und Gegnern des Bahnprojekts Stuttgart 21 verhärten sich. Bahnchef Rüdiger Grube sorgte mit der Äußerung für Empörung, es gebe kein Widerstandsrecht gegen einen Bahnhofsbau. Baden-Württembergs Regierungschef Stefan Mappus (CDU) rief zur Mäßigung auf. Alle müssten zeigen, dass sie verstanden haben, dass es um eine außerordentlich wichtige Sachfrage gehe, "aber es geht nicht um Krieg oder Frieden", sagte er dem Abendblatt. In Brüssel ist am Wochenende die baden-württembergische Landesvertretung mit Farbbeuteln beworfen worden. Neben der Eingangstür hinterließen die Täter die durchgestrichene Aufschrift "S21" - ein Kürzel für das umstrittene Bauvorhaben. Verletzt wurde niemand. Für heute Abend haben die Gegner zu einer neuen Demonstration in Stuttgart aufgerufen.