Bundeswehr

Wegtreten nach sechs Monaten

Stillstehen: Das gibt es für Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg nicht. Schneller als erwartet setzt der CSU-Minister den Koalitionsbeschluss um, den Wehrdienst zu verkürzen. Schon zum 1. Oktober sollen die ersten Wehrpflichtigen nur noch zum sechsmonatigen Grundwehrdienst einrücken. Bisher dauerte die Dienstzeit neun Monate. Guttenberg sagte, den jungen Soldaten sollten "Bummelerfahrungen" erspart werden. Auch die Wehrgerechtigkeit werde erhöht. Künftig müssen pro Jahr 50 000 statt 40 000 junge Deutsche einberufen werden. Parallel soll auch der Zivildienst verkürzt werden. Wohlfahrtsverbände meldeten große Bedenken an. In der Pflege, in Kliniken und im Rettungsdienst sei ein Einsatz dann kaum noch sinnvoll.