Kommentar: Nullrunden für Rentner

Jung und Alt versöhnen

Immerhin: Die Null steht bei der Rente. Das klingt nur beim ersten Hören zynisch. Wer auf die Zwischentöne bei den besonnenen Experten hört, weiß: Nach drei Jahren Nullrunde für Deutschlands Ruheständler und drei maßvollen Steigerungen ihrer Bezüge zwischen 2007 und 2009 müssen jetzt zwei Nullrunden kommen. Auch die sind noch geschönt, weil es eine politisch gewollte Rentengarantie gibt. Nach der halbwegs generationengerechten Formel müssten die Renten eigentlich sinken.

Auf ewig kann man den Jüngeren steigende Renten nicht aufbürden. Deshalb wurde die Rente schrittweise zukunftsfester gemacht, deshalb fließen private Altersvorsorge und ein Faktor mit ein, der warnt: Achtung, immer weniger Einzahler müssen für immer mehr Rentner aufkommen!

Was die Politik mit der Rentengarantie verbockt hat, muss sie jetzt befrieden helfen. Die Rententricks der Großen Koalition haben Vertrauen zerstört. Schwarz-Gelb muss die Versöhnung von Jung und Alt anpacken.