78 Millionen Euro für den Bund

Gesundheitsministerin Schmidt hatte die meisten Sponsoren

Aber das Gesamtvolumen bei Spenden für die Regierung ging zurück. 39 Millionen flossen an eine Kampagne zur Aids-Aufklärung.

Berlin/Hamburg. Die einen sponsern das Sommerfest des Bundespräsidenten mit literweise Schnaps, die nächsten stellen Plakatflächen und Sendezeiten zur Verfügung. Andere wiederum zahlen die Kabelübertragung, damit die deutschen Soldaten in Afghanistan die Fußball-Bundesliga zeitnah verfolgen können.

Der Sponsoringbericht der Bundesregierung zeigt aber auch: Es gibt weniger Spenden für den Bund: Unternehmen, Verbände und Einzelpersonen haben in den Jahren 2007 und 2008 die Behörden des Bundes mit 78,2 Millionen Euro gefördert. Damit sank die Summe im Vergleich zum Bericht für die Jahre 2005 und 2006 um 2,1 Millionen Euro.

Die mit Abstand meisten Sponsorleistungen erhielt das Gesundheitsministerium mit rund 42,3 Millionen Euro. Davon entfielen allein rund 39 Millionen Euro auf eine Kampagne zur Aidsaufklärung. Das ist der gegenwert für Plakate und Spot-Schaltungen im Fernsehen und im Radio. Insgesamt machten Sponsoring, Spenden und Schenkungen einen Anteil von 0,00014 Prozent an den Einnahmen des Bundes aus. Sie hätten damit nur eine marginale Bedeutung, heißt es im Bericht. Die Leistungen seien Vorhaben zugute gekommen, die sonst nicht hätten verwirklicht werden können.

Bereits zum zweiten Mal wurden die Namen der Sponsoren genannt, deren Leistungen mindestens 5000 Euro ausmachten. Die zweitmeisten Sponsoringeinnahmen erhielt der Bundesbeauftragte für Kultur und Medien mit 9,37 Millionen. Bescheiden gab sich das Bundesverfassungsgericht, das die gesponserten 116 000 Euro vornehmlich in Hirn investierte: die Ausstattung von Bibliotheken. (ryb/HA)

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