Nachbeben löst Stromausfall in Fukushima aus

Weitere Orte werden wegen Radioaktivität evakuiert. CDU streitet um Energiewende

Tokio/Berlin. Die japanische Regierung wird die Evakuierungszone um das havarierte Atomkraftwerk Fukushima nun doch ausweiten. Gegenden, in denen die gemessene Strahlenbelastung 20 Millisievert pro Jahr erreichen könnte, sollen nun ebenfalls evakuiert werden. Ein Regierungssprecher nannte dabei unter anderen drei Gemeinden, die nun von den Einwohnern verlassen werden sollen. Bisher betrug der Evakuierungsradius 20 Kilometer.

Erneut verzögerte ein schweres Nachbeben mit der Stärke 7,0 die Sicherungsarbeiten im AKW. Die Gefährdungslage sei unverändert, erklärte die japanische Atomaufsichtsbehörde. Bei den kritischen Reaktoren 1, 2 und 3 fiel zeitweise die Stromversorgung aus. Das Einleiten von Kühlwasser wurde für etwa 50 Minuten unterbrochen.

In Deutschland streitet die CDU weiter über die geplante Energiewende. Die Parteispitze bremste zunächst den Versuch, in der Frage des Ausstiegs schon vor Ende des Moratoriums zu Vorfestlegungen zu kommen. Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) hatte zuletzt einen beschleunigten Ausstieg aus der Kernkraft gefordert. Unklar bleibt, wie der Sechs-Punkte-Plan von Umwelt- und Wirtschaftsministerium mit einem zusätzlichen Finanzierungsbedarf von rund vier Milliarden Euro gestemmt werden soll.

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