Wikileaks-Gründer

Promis bitten Ecuador um Asyl für Julian Assange

Künstler, Ex-US-Militärs und Wissenschaftler haben mit 5000 weiteren Menschen eine Petition für eine Aufnahme Assanges unterschrieben.

Quito. Die Filmregisseure Oliver Stone und Michael Moore sowie ehemalige ranghohe US-Behördenmitarbeiter und Wissenschaftler haben sich für ein Asyl des Wikileaks-Gründers Julian Assange in Ecuador ausgesprochen. Das ecuadorianische Außenministerium teilte am Mittwoch mit, es habe eine Bittschrift mit 5000 Unterschriften empfangen, in der um Asyl für Assange gebeten werde. Er laufe sonst Risiko, in die USA ausgeliefert zu werden, wo ihm die Todesstrafe drohe.

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Unter den prominenten Unterzeichnern des Briefes zählen neben Stone und Moore US-Intellektuelle wie Noam Chomsky, Daniel Ellsberg, Naomi Wolf und Glenn Greenwald, die Schauspieler Danny Glover und Jemina Khan sowie der TV-Moderator Bill Maher. Auf der Liste der Bittsteller finden sich aber auch ein Ex-FBI-Agent, ein ehemaliger CIA-Beamter und ranghohe Ex-Militärs.

Die Initiative wurde von der Internet-Plattform „Just Foreign Policy“ gestartet. Im selben Sinn seien über 10.000 E-Mails an die Botschaften Ecuadors in Washington und London gerichtet worden, nach Angaben des Außenministeriums in Quito.

Assange hatte sich am Dienstag vergangener Woche in die Botschaft des südamerikanischen Landes in der Londoner Innenstadt geflüchtet und Asyl beantragt. In Großbritannien liegt ein Auslieferungsantrag Schwedens vor, wo dem 40-jährigen Australier sexuelle Nötigung und Vergewaltigung zweier Frauen im Sommer 2010 vorgeworfen werden. Die Regierung Ecuadors hat sich noch nicht zum Asylantrag geäußert.

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