Bundeswehr in Afghanistan

Drei deutsche Soldaten sterben bei Gefechten unweit von Kundus

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Eine deutsche Patrouille wird unweit der afghanischen Stadt Kundus von Terroristen angegriffen. Fünf Soldaten werden schwer verletzt.

Kabul. Bei schweren Gefechten mit Taliban-Kämpfern sind am Karfreitag im Norden Afghanistans drei deutsche Soldaten getötet worden. Das bestätigte das Einsatzführungskommando in Potsdam. Fünf Soldaten seien schwer verwundet worden. Die Gefechte dauerten am frühen Abend (17.00 Uhr MESZ) allerdings noch an. Die Soldaten hätten sich südwestlich von Kundus auf einer Patrouille befunden und seien mit Handfeuer- und Panzerabwehrwaffen beschossen worden, erklärte ein Sprecher.

Damit erhöht sich die Zahl der in Afghanistan bei Kampfeinsätzen getöteten deutschen Soldaten auf 22.

Wie der Verwaltungschef des Bezirks Chahar Dara, Abdul Bahid Omar Chil, mitteilte, wurde auch mindestens ein Taliban-Kämpfer getötet und ein weiterer verletzt. Er schätzte die Zahl der beteiligten Taliban auf 200. Die Bundeswehr und die afghanischen Polizisten könnten keine schweren Waffen einsetzen, weil die Taliban-Schützen sich in Häusern von Zivilpersonen verschanzt hätten, sagte Omar Chil.

Die Kämpfe begannen nach Auskunft des Polizeichefs von Kundus, General Abdul Rasak Jakubi, als eine Mine unter einem gepanzerten Fahrzeug der Bundeswehr explodierte. Die Deutschen hätten den Bau einer Brücke und eine Minenräumung vorbereitet. Die Kämpfe fanden in Chahar Dara, rund zwölf Kilometer von Kundus, statt.