Somalia

Drei Minister bei Anschlag in Mogadischu getötet

Vermutlich gibt es neun Opfer bei einer Examensfeier an einer Universität. Das Land wird durch islamistischen Terror erschüttert.

Mogadischu. Bei einem Bombenanschlag in Mogadischu sind drei Minister der somalischen Regierung getötet worden. Unter den insgesamt neun Toten sind auch zwei Journalisten. Der Sprengsatz explodierte nach Polizeiangaben während einer Examensfeier der Universität in einem festlich geschmückten Ballsaal des Hotels Shamow.

Dort kamen mehrere hundert Menschen zusammen, um 43 Studienabgänger zu feiern. Bei der Explosion seien die Minister für Bildung, höhere Bildung und Gesundheit getötet worden, teilte Informationsminister Dahir Mohamud Gelle mit. Die Minister für Sport und Tourismus wurden verletzt. Die Benadir-Universität wurde 2002 von somalischen Ärzten gegründet, um angesichts ständiger Gewalt den medizinischen Nachwuchs zu sichern.

In Somalia kämpfen mehrere Gruppen islamischer Extremisten gegen die Regierung. Sie haben weite Teile der Mitte und des Südens von Somalia unter ihre Herrschaft gebracht. (AP)

© Hamburger Abendblatt 2018 – Alle Rechte vorbehalten.