Auftritt bei Late Night Talker Jay Leno

Obama kommt auf den Hund

Die Töchter Sasha und Malia sollen nach dem Nato-Gipfel endlich ein Haustier bekommen. Das war ein Wahlversprechen des Präsidenten. Doch Obama gab sich als Talkgast auch verbittert über die Moral der amerikanischen Manager bei Bonuszahlungen in der Krise. Und er leistete sich einen peinlichen Ausrutscher mit einem Witz über Behindertensportler.

WashingtonLos Angeles. Der beste Freund, den man in Washington haben kann: ein Hund. Mit dem alten, aber nach wie vor wahren und effektiven Witz würzte US-Präsident Barack Obama seinen Auftritt in der Talkshow des TV-Stars Jay Leno. Es war der erste Auftritt eines amtierenden Präsidenten in einer Late Night Show.

Die beiden Töchter von Obama, Sasha und Malia, bekommen bald ihren versprochenen Hund, sagte Obama. Das war schließlich ein privates Wahlversprechen. Und diese Ankündigungen macht Obama ebenso wahr wie seine politischen. Die Töchter mussten schließlich ebenso den Kompromiss eingehen, aus Chicago in die Hauptstadt umzuziehen alles für Papis Karriere.

Obama schlug beim Thema Manager allerdings wieder forsche Töne an: Er sei "fassungslos" gewesen, als er von den enormen Bonuszahlungen an die Manager des angeschlagenen Versicherungsriesen AIG gehört habe. Es sei ihm unverständlich, wie Manager "verschwenderische" Boni akzeptieren könnten, wenn ihr Unternehmen wie die AIG vom Staat 170 Milliarden Dollar (124 Milliarden Euro) zum Überleben erhalten habe.

Einen peinlichen Ausrutscher hatte sich Obama aber auch geleistet. Leno hatte den Präsidenten gefragt, ob er die Bowling-Bahn im Weißen Haus benutze. Obama hatte sich im Wahlkampf als nicht sonderlich begabter Bowler erwiesen. Der Präsident antwortete, er habe inzwischen fleißig trainiert und schon einmal 129 Punkte beim Bowlen geholt. Als Zuschauer und Moderator in Gelächter ausbrachen, ruderte Obama zurück. Seine Bowling-Leistung sei eher "wie bei den Paralympics oder so.

Der Sprecher des Weißen Hauses beschwichtigte später: Das sei eine "spontane Bemerkung" gewesen, Obama habe damit "in keiner Weise beabsichtigt", die Olympischen Spiele für Sportler mit Behinderung zu verunglimpfen.