"Zu spät für Saddam Hussein": Bushs Rede im Wortlaut (4)

Die Sache des Friedens verlangt, dass alle freien Nationen neue und unbestreitbare Realitäten erkennen. Im 20. Jahrhundert haben einige entschieden, mörderische Diktatoren zu beschwichtigen. Deren Bedrohung konnte sich so zu Völkermord und globalem Krieg auswachsen. In diesem Jahrhundert könnte eine Appeasement-Politik Zerstörungen von einer Art hervorbringen, die nie zuvor auf dieser Erde erlebt wurde, wenn sich böse Männer zu chemischem, biologischem und nuklearem Terror verschwören. Terroristen und terroristische Staaten enthüllen diese Drohungen nicht in formellen Erklärungen mit einer fairen Ankündigung. Es ist keine Selbstverteidigung, wenn man auf solche Feinde erst dann antwortet, wenn sie zuerst zugeschlagen haben. Das ist Selbstmord. Die Sicherheit der Welt erfordert, dass Saddam Hussein jetzt entwaffnet wird. Während wir die gerechten Forderungen der Welt erzwingen, werden wir auch den höchsten Verpflichtungen unseres Landes nachkommen. Im Unterschied zu Saddam Hussein glauben wir, dass das irakische Volk menschliche Freiheit verdient und dazu fähig ist. Und wenn der Diktator verschwunden ist, können sie im ganzen Nahen und Mittleren Osten ein Beispiel für eine vitale und friedliche und sich selbst regierende Nation geben. Die Vereinigten Staaten werden zusammen mit anderen Ländern daran arbeiten, Freiheit und Frieden in dieser Region voranzubringen. Unser Ziel lässt sich nicht über Nacht verwirklichen, aber es kann mit der Zeit kommen. Die Macht und die Attraktivität menschlicher Freiheit wird in jedem Leben und in jedem Land gespürt. Und die größte Macht der Freiheit ist es, Hass und Gewalt zu überwinden und die schöpferischen Gaben von Männern und Frauen darauf zu richten, den Frieden zu verfolgen. Das ist die Zukunft, die wir wählen. Freie Nationen haben eine Pflicht, unser Volk zu verteidigen, indem sie sich gegen den Gewaltsamen vereinen. Und heute Abend akzeptieren Amerika und unsere Verbündeten diese Verantwortung, wie wir es früher auch getan haben. Gute Nacht und möge Gott Amerika auch weiterhin segnen."