Buenos Aires. In dem südamerikanischen Land schießen Suppenküchen wie Pilze aus dem Boden. Viele haben nichts mehr – die Preise steigen weiter.

Es ist ein ungewöhnlich kühler Frühlingsvormittag in Buenos Aires. In Villa Soldati, einem ärmeren Viertel im Südwesten, weht ein schneidend kalter Wind durch die schmalen Gassen. In den weitgehend unverputzten Häusern leben vor allem Tagelöhner, Handwerker, Reinigungskräfte und Hausangestellte. Hier draußen in der Vorstadt ist die glamouröse argentinische Hauptstadt eine ganz normale lateinamerikanische Metropole. Die Kriminalität steigt, der Drogenhandel ist auf dem Vormarsch, und die Jugendlichen haben immer weniger Perspektiven.