Terrorismus

NSU-Ombudsfrau will Verein für Angehörige von Terroropfern

Ein Schild mit der Aufschrift „In Erinnerung an Enver Simsek – 09.09.2000 – Ermordet durch den NSU“.

Ein Schild mit der Aufschrift „In Erinnerung an Enver Simsek – 09.09.2000 – Ermordet durch den NSU“.

Foto: Inga Kjer / dpa

Barbara John fordert für Hinterbliebene von Terroropfern Hilfe durch die Bundesregierung. Die Betroffenen müssten eine Stimme bekommen.

Berlin.  Die Ombudsfrau für die Hinterbliebenen der NSU-Opfer , Barbara John, hat einen Verein für die Angehörigen von Opfern terroristischer Anschläge in Deutschland gefordert.

„Ich werbe in Politik und Gesellschaft dafür, den Opfern terroristischer Gewalt eine Stimme zu geben, einen Verein für die Opfer terroristischer Anschläge in Deutschland zu gründen – Opfer von islamistischen Anschlägen gleichermaßen wie Opfer von Rechtsterror“, sagte John unserer Reaktion.

In europäischen Ländern wie beispielsweise Norwegen, Frankreich, Spanien gebe es schon seit Längerem Vereine von Gewaltopfern und Hinterbliebenen terroristischer Gewalt. Sie seien „Ansprechpartner für Politik, Medien, Sicherheitsbehörden, Schulen, arbeiten mit Opferberatungsstellen und Opfergruppen zusammen“, sagte die Opferbeauftragte. Ein solcher Verein brauche die Unterstützung der Bundesregierung, der Gesellschaft und des Opferbeauftragten der Bundesregierung. (fmg)