Gute Vorsätze 2011

Die Deutschen sehnen sich nach weniger Stress

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Die Umfrage der DAK zeigt aber, dass viele nicht durchhalten, was sie sich vorgenommen haben. Die Bayern sind darin besonders träge.

Hamburg. Nach zwei Jahren Finanz- und Wirtschaftskrise stehen der Stressabbau und die Sehnsucht nach einem ruhigeren Leben auf der Prioritätenliste der Deutschen ganz oben. Nach dem aktuellen DAK-Gesundheitsbarometer stünden vor allem Familien „so unter Strom, dass sich zwei Drittel von ihnen gezielt mehr Entspannung für das kommende Jahr vorgenommen haben“.

59 Prozent der Befragten sehnen sich mit Blick auf 2011 nach weniger Stress. Offenbar trifft das in erhöhtem Maße auf Familien mit Kindern unter 18 Jahren zu: Hier sind es sogar 68 Prozent. Psychologe Frank Meiners von der DAK interpretiert die Ergebnisse so: „Die Anforderungen in Job, Familie und Haushalt parallel zu meistern ist oft mit dauerhaftem Stress verbunden.“

Die Jüngeren zwischen 18 und 29 Jahren haben sich laut Umfrage überdurchschnittlich mehr Zeit für Familie und Freunde vorgenommen. Sie wollen mehr Sport treiben, sich gesünder ernähren, weniger fernsehen und vor allem sparsamer sein. Laut der Umfrage hält die Hälfte der Deutschen ihre guten Vorsätze länger als drei Monate durch. Besonders ältere Menschen ab 60 Jahren setzen sie langfristig um (56 Prozent). Auch Frauen scheinen etwas willensstärker zu sein als Männer (52 zu 47 Prozent).

Das sind die Top-Ten der guten Vorsätze für 2011:

1. Stress vermeiden oder abbauen (59%)

2. Mehr Zeit für Familie / Freunde (56%)

3. Mehr bewegen/Sport (52%)

4. Mehr Zeit für mich selbst (49%)

5. Gesünder ernähren (44%)

6. Abnehmen (34%)

7. Sparsamer sein (32%)

8. Weniger fernsehen (18%)

9. Weniger Alkohol trinken (14%)

10. Rauchen aufgeben (12%)

Doch dabei ist auch die Frage, wie lange sich die guten Vorsätze durchhalten lassen. Hierbei gibt es erhebliche regionale Unterschiede. Am längsten kleben die Brandenburger (60%) an ihren Vorsätzen, gefolgt von Schleswig-Holsteinern (59%) und Rheinland-Pfälzern, Thüringern und Bürgern aus Mecklenburg-Vorpommern (je 57%). Schlusslichter bei den guten Vorsätzen und dem Durchhalten sind Sachsen (37%), Sachsen-Anhaltiner (42%) und Bayern (45%).