Meinung
Glosse

Advent braucht Organisationstalent

HA Redakteure ; Vanessa Seifert ;

HA Redakteure ; Vanessa Seifert ;

Foto: Andreas Laible

Ausgerechnet in der besinnlichsten Zeit des Jahres fühlen wir uns gehetzt, Jüngere besonders. Was die Krankenkassen raten.

Hamburg. Das ist ja eine schöne Bescherung ... Ausgerechnet die Adventszeit, die besinnlichste Zeit des Jahres, setzt uns unter Stress. Wer während dieser Wochen ohnehin alle Jahre wieder einen leicht hektischen Eindruck von sich selbst hatte, bekommt es jetzt auch noch mal schriftlich: Laut einer Studie der Kaufmännischen Krankenkasse fühlen sich immer mehr Deutsche so kurz vor Weihnachten ziemlich gehetzt.

Überraschenderweise leiden die 18- bis 29-Jährigen besonders stark darunter, dass es wegen der ganzen Feiern keine einzige stille Nacht, aber dafür 24 laute Tage auf dem Weihnachtsmarkt gibt. Insbesondere die Menschenmassen in den Innenstädten lösen laut Studie bei den Jüngeren Beklemmungen aus. Was ja einleuchtet, wenn man so viele Freunde auf einmal sonst nur im Internet trifft ...

Generation 50 plus ist im Advent entspannter

Die Generation 50 plus kommt dagegen ganz gut mit dem echten Leben zurecht. Von ihnen sorgt sich nur jeder Siebte darum, nicht rechtzeitig das passende Geschenk zu finden (gibt es halt Socken, wie seit 1965 jedes Jahr) oder ein nicht ganz perfektes Fest auszurichten (ist der Baum eben schräg, passt dann doch zur Verwandtschaft).

Die Krankenkassen raten dazu, möglichst frühzeitig (Januar?) aufzuschreiben, was vor Heiligabend erledigt werden muss, wie lange dies jeweils dauern und wer das übernehmen könnte. Falls Ihnen auf letztere Frage außer „ich“ niemand einfällt, wird das Fest also vermutlich ähnlich geruhsam wie in den Vorjahren. Der Vorteil: Sie können auch den Nervenzusammenbruch einfach früher bekommen.

Musik hilft übrigens dabei, ruhig zu bleiben. Liedermacher Rolf Zuckowski ist deshalb auch entspannt und nennt nur eine Sache, die ihn nervt: dieses ewige Denglisch. Merry X-mas an alle!