Meinung
Abendblatt-Autoren

Wer ist eigentlich ... Norman Raap?

Immer montags: Der Fragebogen an die Abendblatt-Autoren, deren Namen man in der Zeitung liest. Heute: Norman Raap.

Ich bin Journalist geworden, weil ...
... es der schönste Beruf ist.


Meine großen Themen sind:
Hamburg und die Welt, also alle Nachrichten, die für mich als Redaktions-
spätdienst oder als Vertretung des CvD und Seite-1-Redakteurs wichtig sind.


Ich wollte immer zum Hamburger
Abendblatt, weil ...

Wollte ich gar nicht, aber ich war jung und brauchte das Geld.


Ein Text über mich sollte mit
folgendem Satz beginnen:

„Bei der heutigen Eurojackpot-Ziehung entfiel der Hauptgewinn auf einen Hamburger, der anonym bleiben möchte …“


Drei Dinge, die ich an Hamburg
und dem Norden am meisten schätze:

Weltoffenheit, Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit.


Drei Dinge, die in Hamburg und im
Norden besser werden müssen:

1. Die zu hohen Mieten. 2. Die Luftqualität (Von 1894 bis 1978 gab es in Hamburg schon elektrische Straßenbahnen). 3. Die Sicherheit im Verkehr, besonders auf den neumodischen Radfahrstreifen.


Demnächst würde ich gern mal
ein Interview führen mit:

Bundesfinanzminister und Ex-Bürgermeister Olaf Scholz (SPD).


Das wären meine wichtigsten Fragen: Sind Sie sicher, dass Sie meine Fragen beantworten und nicht um den heißen Brei herumreden? Wo sind die bezahlbaren City-Wohnungen, die Sie und Ihre Partei vor der Bürgerschaftswahl versprochen haben? Warum riskieren Sie, dass das Wohnen in Hamburg durch die neue Grundsteuer für viele teurer wird?


Die interessantesten Interviewpartner,
die ich bisher hatte:

Virgin-Gründer Richard Branson, Immobilienunternehmer Jürgen Schneider, Thomas Gottschalk, Roger Cicero, Otto Waalkes und Olli Dittrich.


Die schwierigste Geschichte, die
ich recherchieren musste:

Als junger Polizeireporter bei den Großeltern von Nicola S. im Wohnzimmer zu sitzen, unmittelbar nachdem ihre Enkelin dort losgeradelt und auf der Stresemannstraße ums Leben gekommen war, das hat mich nie mehr losgelassen.


An diese Geschichte von mir denke
ich gern zurück:

Als langjähriger ESC-Reporter war es natürlich das Größte, über Lenas Sieg 2010 direkt aus Oslo zu berichten.


Das spannendste Ereignis, bei dem
ich als Journalist dabei sein durfte:

Das war neben G 20 und dem ESC 2010 (siehe oben) meine erste größere Abendblatt-Reportage am 1. April 1990: Durch Zufall saß ich im ersten privaten Boot, das die Elbgrenze zur DDR passierte.


Im letzten Leserbrief, den ich
bekommen habe, ging es um ...

... eine Glosse von mir, die nicht alle
Leser lustig fanden.


Im Hamburger Abendblatt lese ich
am liebsten:

Die Glossen auf Seite 1 und die
wöchentlichen Kolumnen auf Seite 2.


Wenn ich etwas anderes beim
Hamburger Abendblatt machen
könnte, dann wäre ich gern ...

... Autor des „Lieblingsmenüs“.

Wenn ich Chefredakteur des Hamburger Abendblatts wäre, würde ich ...

... stets auf ein ausgewogenes Verhältnis von HSV- und St.-Pauli-Berichten achten.


Neben dem Hamburger Abendblatt
lese ich zum Beispiel folgende
Zeitungen/Zeitschriften:

Beruflich alle Hamburger Zeitungen, privat auch kicker.de und „Finanztest“.

Die sozialen Medien sind für mich ...
... verzichtbar, aber häufig unterhaltsam.


Meine größten Leidenschaften sind:
Fußballgucken und Kochen.


Meine Lieblingsrestaurants sind:
Casse-Croûte (Büschstraße) und die Trattoria da Franco (am Rathausmarkt).


Meine Lieblingsplätze in Hamburg
sind:

Die Gegengerade des Millerntor-Stadions, die Hadag-Fähre 62, die Außenalster.


Menschen, die an der Unabhängigkeit
und Glaubwürdigkeit von Medien
zweifeln, sage ich:

War seriöser Journalismus in Deutschland je unabhängiger und glaubwürdiger als heute (von Einzelfällen abgesehen)?


Norman Raap wurde in Hamburg geboren, begann 1989 als Praktikant bei Tele 5 und schloss 1994 ein Studium der Betriebswirtschaftslehre als Diplom-Kaufmann ab. Seitdem arbeitet er als Redakteur beim Hamburger Abendblatt.