Kinostart

Drei sind absolut keiner zu viel

Neue Formen des Zusammenlebens: Liebesvertrag zwischen Kussforscher und einem lesbischen Paar sind in "Das Rote Zimmer" Thema.

Starke Frauen, die vergleichsweise schwache Männer um den Finger wickeln, sind bei Rudolf Thome ein immer wieder auftauchendes Motiv. Im Fall des Kussforschers Fred (Peter Knaack) dürfen sie sich an einer Menage-à-trois erfreuen. Zu der kommt es, weil ein lesbisches Paar (Katharina Lorenz, Seyneb Saleh) die Seele der Männer erforschen möchte. Um Material für ein Buch zu sammeln, aber auch aus Neugier und Spaß am erotischen Kitzel. In einer Bibliothek angesprochen, reist Fred bald zu den schönen jungen Frauen, lässt sich locken, lockt selbst und schließt am Ende einen Liebesvertrag.

Von Thome milde und lichtdurchflutet inszeniert, werden mehr als einmal Erinnerungen an die Werke von Altmeister Eric Rohmer wach. Jetzt werden neue Formen des Zusammenlebens ausprobiert. Formen, von denen alle Beteiligten profitieren.

+++-- Das rote Zimmer D 2010, 101 Min., ab 12 J., R: Rudolf Thome, D: Katharina Lorenz, Seyneb Saleh, Peter Knaack, im Passage; www.moana.de