Hamburg-Kolumne

Zverev feiert mit Freundin – Stich sorgt für Überraschung

Alexander Zverev mit seiner Freundin Olga Sharypova bei der Players Night in Hamburg.

Alexander Zverev mit seiner Freundin Olga Sharypova bei der Players Night in Hamburg.

Foto: Foto: Marcelo Hernandez / FUNKE Foto Services / MARCELO HERNANDEZ / FUNKE Foto Services

Anekdoten aus der Gesellschaft, Rück- und Vorblicke auf Veranstaltungen – und alles über die wichtigsten Köpfe der Stadt.

Die Kulisse für die Players Night der Hamburg European Open, die noch bis zum Sonntag am Rothenbaum ausgetragen werden, hätte nicht besser gewählt sein können: Turnierdirektorin Sandra Reichel hatte rund 150 Gäste in den Innenhof und die Bar Noir des Tortue Hotels in den Stadthöfen geladen. Bei Temperaturen um die 25 Grad, eisgekühlten Weinen und Sushi satt wurde es ein entspannter Abend. Für einen umjubelten Kurzauftritt kam der in Hamburg geborene Tennisprofi Alexander Zverev (Weltrangliste Platz 5) mit Freundin Olga Sharypova vorbei. Nach ihrer vorübergehenden Trennung feiern die beiden ein Liebescomeback.

Die Party wollte sich auch Moderator Alexander Bommes – der ehemalige Handballprofi outete sich als leidenschaftlicher Tennisspieler – nicht entgehen lassen. Als „Ausgleichssport“ sieht der ehemalige Fußballnationalspieler Marcell Jansen Tennis. „Ich habe zuletzt im Mallorca-Urlaub gespielt“, sagt der HSV-Präsident, der zuvor auch das Turnier am Rothenbaum besucht hatte. Jansen gefiel die Atmosphäre der Players Night. „Es ist eine gute Mischung aus Sport, Wirtschaft und Politik.“

Ein Hingucker und meist von Fotografen umgeben, war Lilli Hollunder. Die Schauspielerin kam mit ihrem Ehemann René Adler, der einst für den HSV im Tor stand. Auch die Moderatorin Nova Meierhenrich mischte sich unter die Gäste. Wenn Hannes Vatter­ nicht das Schmidt Theater und Schmidts Tivoli auf dem Kiez leiten würde, dann hätte der frischgebackene Vater durchaus Profiambitionen: „Ich bin ein leidenschaftlicher Tennisspieler. Auf dem Platz kann ich total abschalten und mich komplett auf das Spiel konzentrieren.“

Zu den Spielern der Hamburg European Open, die im Tortue vorbeischauten, gehörten auch die Österreichische Turnierhoffnung Dominic Thiem (überraschend am Freitag ausgeschieden) und der italienische Tennisprofi Fabio Fognini. Eine echte Überraschung für die Veranstalter dürfte die Anwesenheit von Ex-Rothenbaum-Turnierdirektor Michael Stich gewesen sein. Der war zwar nicht direkt bei der Players Night, saß aber bei einem privaten Abendessen auf der Terrasse des asiatischen Restaurants im Hotel Tortue. Sein Tisch war nur wenige Meter entfernt von den Kordeln, die den Veranstaltungsbereich absperrten. Auch gesehen auf der Tennisparty: Sportstaatsrat Christoph Holstein, SPD-Fraktionschef Dirk Kienscherf und Reiner Brüggestrat, Chef der Hamburger Volksbank. Tennislegende Boris Becker­, heute „Head of Men’s Tennis“ des Deutschen Tennis Bunds, schaute ebenso vorbei wie Schauspielerin Anja Kling, die auch ein großer Fan dieser Sportart ist.

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Eine neue Location präsentiert PR-Unternehmer Lars Meier seinen rund 300 Gästen beim „Gute Leude Sommerfest“. Die Feier richtet Meier Ende August gemeinsam mit weiteren Gastgebern wie Barkassen-Meyer-Chef Hubert Neubacher im Theater im Zimmer, dort ist Martha Kunicki die Hausherrin, an der Alsterchaussee aus. In den vergangenen zwei Jahren war das Sommerfest im Steigenberger Treudelberg gefeiert worden. Doch das Hotel wird zurzeit saniert, und Direktor Michael Fritz freut sich auf den Januar 2020, denn dann soll die Modernisierung abgeschlossen sein.

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Ausblick auf die in der Abendsonne glitzernde Alster und Einblick in die Philosophie einer erfolgreichen Blattmacherin: Sabine Nedelchev, langjährige Chefredakteurin der „Elle“, war aus München angereist, um beim traditionellen Sommeressen des Clubs europäischer Unternehmerinnen (CeU) die Dinner-Rede zu halten. „Es ist mir eine Ehre. Ich bin einfach wahnsinnig gern unter Frauen“, so die Journalistin. „Und es ist eine ganz tolle Energie hier heute Abend.“ Die lag auch an den hochsommerlichen Temperaturen, den prickelnden Erfrischungsgetränken und den Speisen von Promiwirt Claudio Spinsanti.

Doch vor allem war die Stimmung im Ristorante Porto-novo so besonders, weil hier – wie immer, wenn CeU-Präsidentin Kristina Tröger, eine der umtriebigsten Netzwerkerinnen der Republik, einlädt – rund 150 starke Frauen aus der Wirtschaft zusammengekommen waren. So zum Beispiel Stephanie zu Guttenberg, die mit ihrem Mann, dem früheren Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU), und den beiden Töchtern nach einigen Jahren an der amerikanischen Ostküste nun wieder in Deutschland ist. Die sympathische Freiherrin – im kurzen dunkelblauen Kleid und mit modischer Kurzhaarfrisur – erzählte unter anderem von ihrem Herzensprojekt: Sie setzt sich mit der Firma BG 3000 Smart Camps für die digitale Bildung von Schülern ein.

Um die Herausforderungen der Digitalisierung und die Anforderungen einer immer schneller werdenden Welt ging es dann auch in dem kurzweiligen sogenannten Impulsvortrag von „Elle“-Chefin Nedelchev. Ihr Fazit: „Wenn keiner mehr weiß, wo es langgeht, dann kann man auch gut der eigenen Nase folgen.“ Haltung und Werte seien auch ihr Kompass, wenn es darum gehe, über Inhalte für das nächste Heft zu entscheiden.

Genug Stoff für Gespräche also, und so tauschte sich die Münchnerin unter anderem angeregt mit ihrer Tischnachbarin aus: Verlegerin Julia­ Becker (Funke Mediengruppe, zu der auch das Abendblatt gehört) war für den Abend aus Essen an die Alster gekommen. Unter den Gästen waren außerdem: Caroline Freisfeld vom Traditionsjuwelier Brahmfeld & Gutruf, Sabina Schwitters vom Einrichtungshaus Bornhold, Yvonne Trübger vom gleichnamigen Pianohaus, Abendblatt-Marketingchefin Vivian Hecker, PR-Strategin Marietta Andreae, die einst mehr als 25 Jahre an der Seite von Karl Lagerfeld gearbeitet hatte, sowie Biggy Saatrübe-Möllers (Air Weddings), die nach einer Hüft-OP in der Endo-Klinik („Ist schon meine zweite neue Hüfte. Andere shoppen Handtaschen und Schuhe, ich Gelenke“) gut gelaunt an Gehstöcken kam. Auch bester Stimmung – trotz eines Mammuttages – war HHLA-Chefin Angela Titzrath, die morgens mit Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) und Wirtschaftssenator Michael Westhagemann (parteilos) den Startschuss für die Elbvertiefung gegeben hatte. „Es war so unglaublich warm unter Deck auf diesem Schiff. Aber das Wichtigste ist, dass es jetzt endlich losgeht.“

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Auszeichnung der Woche: Die Hamburger Unternehmer Claus und Gunnar Heinemann sind vor wenigen Tagen mit dem „Legends Wings of Help Award“ geehrt worden. Anlass ist das soziale Engagement der beiden Vettern, die den meisten durch die gleichnamigen Flughafen-Läden bekannt sind. Da gibt es Beispielsweise den Verein Wings of Help/Luftfahrt ohne Grenzen, den die Heinemanns seit vielen Jahren unter anderem mit Sachspenden und Spenden unterstützen. Claus Heinemann dankte in diesem Zusammenhang den Mitarbeitern: „Ein besonderer Dank gilt vor allem unseren Mitarbeitern, deren persönlicher Einsatz ein wesentlicher Baustein unserer Unternehmenskultur ist.“ Und Gunnar Heinemann ergänzte: „Unsere Mitarbeiter engagieren sich stark auf lokaler Ebene. Darauf sind wir sehr stolz. Umso mehr finden wir es ebenso wichtig, dass durch die Kooperation mit Wings of Help/Luftfahrt ohne Grenzen uns allen eine internationale Möglichkeit eröffnet wird, Menschen in Not spontan, grenzübergreifend und unbürokratisch zu helfen.“ US-Schauspieler John Travolta­ führte durch die Preisverleihung, die am Wolfgangsee in Österreich veranstaltet wurde.

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Eine schillernde Persönlichkeit. Diese Bezeichnung trifft auf Harald Glööckler zu. Der Modeschöpfer ist bekannt für seine Kreationen mit viel Glitzer. Auch bei seinem Besuch in Hamburg machte der Designer seinem Ruf wieder alle Ehre. Auffallend war der dunkle Blazer mit den goldenen Streifen und die großen Ringe an den Händen. Die Fingernägel hatte der 54-Jährige in Pink lackiert. So präsentierte Glööckler im Luxushotel Vier Jahreszeiten die neue Kampagne „Wir sind alle Tiere“ der Tierschutzorganisation PETA. Glööckler ist auf dem Plakat halb Mensch, halb Tier.

Demnächst erscheint ein neues Buch von ihm, in dem er sich auch mit der Frage auseinandersetzt, „warum Menschen andere Lebewesen quälen und töten“. Und in der Vorbereitung auf dieses Werk ist er zum Vegetarier geworden. „Es gibt kein Zurück mehr. Fleisch habe ich von meinem Speiseplan gestrichen.“ Sein Mann Dieter Schroth darf aber weiter Steak essen. „Ich verbiete keinem etwas, jeder muss das für sich selbst entscheiden.“ Glööckler lebt in der Pfalz, fühlt sich aber „wohl in Hamburg. Die Menschen sind sehr freundlich, und ich könnte mir sogar vorstellen, hier zu wohnen.“ Auf jeden Fall ist der Mann gut im Geschäft. In Bad Dürkheim eröffnet demnächst ein Pompöös Café – Pom­pöös heißt auch seine Lifestylemarke. Mit einem Rapper hat er eine Sportklamotten-Kollektion entworfen.

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In Planten un Blomen ist am Freitagabend feierlich ein japanischer Pavillon im Rahmen des Hamburger Architektur Sommers 2019 eröffnet worden. Anlass ist die 30-jährige Städtepartnerschaft zwischen der Hansestadt und Osaka. Die japanische Generalkonsulin Kikuko Kato hielt die Begrüßungsrede. Der Pavillon kann noch bis zum 25. August in den Wallanlagen besichtigt werden. Entworfen wurde er von Kawahara Tatsuya und Ellen Kristina Krause.

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Eine schöne Dachterrasse hat Enrico Ungermann­ in der siebten Etage des Hotels Hafen Hamburg eröffnet. Rund 50 Gäste genossen einen fantastischen Ausblick auf die Elbe und den Michel. Dazu wurden Rinderfilet und Scampi vom Grill gereicht. Demnächst soll es dort regelmäßig Events geben.