Hamburg-Kolumne

Feiern auf Sylt, gemeinsame Charity und Wein

Das von der Berenberg Bank gesponserte German Polo Masters gehört zu den gesellschaftlichen Höhepunkten des Sylt-Sommers

Das von der Berenberg Bank gesponserte German Polo Masters gehört zu den gesellschaftlichen Höhepunkten des Sylt-Sommers

Foto: Matthias Gruber

Anekdoten aus der Gesellschaft, Rück- und Vorblicke auf Veranstaltungen – und alles über die wichtigsten Köpfe der Stadt.

Hamburg. Sylt ist natürlich auch in diesem Sommer wieder der Treffpunkt der Gesellschaft. Auf der Nordseeinsel stehen zahlreiche Events an. Besonders begehrt sind die Einladungen der Hamburgerin Irene Schulte-Hillen, Präsidentin der Deutschen Stiftung Musikleben, zum Sommerkonzert am kommenden Freitag in der St. Severin-Kirche zu Keitum. Unter den rund 350 Gästen wird wieder Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble sein. Auch zahlreiche Hamburger werden sich den Musikgenuss nicht entgehen lassen. Danach könnten die Gäste gleich zum Aperitivo von Stone Island weiterziehen. Die Modemarke feiert in und vor ihrem Geschäft in Keitum. Parallel lädt in Kampen die Vogue-Chefredakteurin Christiane Arp gemeinsam mit Sigrid Rothbart und Jörn Steffen in deren In-Lokal Odin Deli am Strönwai ein. Anlass für den „Pink Umbrella“-Empfang ist das Shopping-Festival „Vogue loves Kampen/Sylt“.

Und dann steuert das Wochenende in dem Nobelort dem Höhepunkt entgegen: Für kommenden Sonnabend laden die Hamburger Katharina und Manfred Baumann zu ihrem legendären Krebsessen – es ist bereits das 42. Mal – in das Kaamp-Hüs ein. Die Gastgeber aus Leidenschaft erwarten rund 200 Gäste. Moderatorin Sabine Christiansen und Sängerin Vicky Leandros haben sich angesagt. Aus der Hansestadt werden auch Altbürgermeister Ole von Beust, der seit Jahrzehnten ein großer Sylt-Fan ist, und Hapag-Lloyd-Aufsichtsratschef Michael Behrendt erwartet. Mit dabei soll auch Moderator Gerhard Delling mit seiner Lebenspartnerin Vicki Hinrichs, die beiden sind seit geraumer Zeit ein Paar, sein.

Dem Vernehmen nach soll auch deren Ex-Mann Reeder Bertram Rickmers für das Krebsessen zugesagt haben. Aber die Gastgeber werden sicherlich bei der Sitzordnung ein gutes Händchen haben. Polo und Sylt, das passt perfekt zusammen. Deshalb engagiert sich die Hamburger Berenberg Bank seit fast zwei Jahrzehnten als Sponsor für den elitären Sport. Am ersten Augustwochenende stehen die Berenberg German Polo Masters in Keitum an. Zum Finale lädt Berenberg-Chef Hans-Walter Peters, der auch Präsident des Bundesverbands deutscher Banken ist, rund 400 Gäste in das VIP-Zelt ein. Sehen und gesehen werden ist hier das Motto der Gäste aus Wirtschaft, Sport und Kultur. Da gerät das Geschehen auf dem Rasen manchmal zur Nebensache.

Dabei spielen auch hier wieder Hamburger eine tragende Rolle: Unternehmer und Turniergründer Jo Schneider wird in den Sattel steigen, ebenso wie sein Sohn Sven. Es ist eine echte Familienbande, denn Tochter Kiki organisiert das Turnier. Ina Krug und Dirk von Haeften sorgen mit ihrem Restaurant „Die Bank“ – längst eine Hamburger Institution – für das Catering im VIP-Zelt. Und wenn mal keine Veranstaltung ansteht, dann wird es auf Sylt auch nie langweilig. Nach wie vor eine magische Anziehungskraft auf Prominente hat das Kultlokal Sansibar von Gastronom Herbert Seckler in den Dünen von Rantum. Dort zählt auch der Hamburger Musiker H.P. Baxxter zu den Stammgästen.

Gemeinsame Sache für den guten Zweck machen Barbara Karan, Vorsitzende des Fördervereins Universitäres Herzzentrum e. V., und Jonica Jahr- Goed­hart, Schirmherrin des „Kleinen Herz im Zentrum“. Die beiden starken Frauen laden zum ersten Mal zu einer gemeinsamen Charity-Veranstaltung ein, genauer zu einem großen Oktoberfest. Da soll es zünftig zugehen, und die Hamburger Gesellschaft kann sich in Dirndl und Lederhose präsentieren. „Wir haben das Hofbräu-Wirtshaus am Speersort als Location ausgewählt und stecken mitten in der Planung“, sagt Karan.

Sie selbst sei noch nie auf dem Oktoberfest gewesen, Jahr-Goedhart dafür ein eingefleischter Wiesn-Fan. „Ich bin mir sicher, dass wir Hamburger es den Münchnern gleichtun und unsere hanseatische Zurückhaltung für den guten Zweck vergessen können“, so Jahr- Goed­hart. Als Moderator der Veranstaltung konnte Johannes B. Kerner gewonnen werden. Neben einer Tombola und bayerischen Schmankerln erwartet die Gäste die eine oder andere Überraschung auf der Bühne. Die Einladungen zu dem Event am 24. Oktober werden nach den Sommerferien verschickt. Zum Kuratorium des Fördervereins Universitäres Herzzentrum Hamburg e. V. gehören neben Karan und Jahr-Goedhart viele weitere Persönlichkeiten der Hamburger Gesellschaft, darunter Edda Darboven und Ehrenbürger John Neumeier.

Einen neuen Posten hat nun auch der CDU-Bundestagsabgeordnete Christoph Ploß: an der Kasse des Edeka-Supermarkts am Mühlenkamp. Natürlich nur für kurze Zeit, denn der Eppendorfer hat in dieser Woche eine „Praktikumstour“ durch seinen Wahlkreis gemacht. Hat bei Eis & innig am Lehmweg Kunden die Kugeln gegeben, im Hagebaumarkt in Poppenbüttel Regale eingeräumt und als Steinmetz in Ohlsdorf ausgeholfen. Und im Seniorenzentrum CURA Röweland in Langenhorn hat der Jungpolitiker die Pfleger unterstützt. „Das hat mich an meine Zeit als Zivildienstleistender in einem Winterhuder Seniorenheim erinnert.“ Und, waren die Ferienjobs anstrengender als die Parlamentsarbeit in Berlin? „Ich kann nur sagen: Was zum Beispiel die Pflegekräfte leisten, ist wirklich enorm. In den kommenden Monaten will ich mich deshalb weiter dafür einsetzen, deren Arbeitsbedingungen weiter zu verbessern.“

Wein ist eine Leidenschaft von Thomas Pinçon. Deshalb ist der Gastronom auch unter die Winzer gegangen. Aber er baut den Rebensaft nicht etwa in seiner Heimat Frankreich an – die ja durchaus nicht unbekannt ist für erlesene Tropfen – sondern auf der Insel Fehmarn. Das Klima dort an der Ostsee sei ideal, sagt Pinçon. Die Ernte, natürlich hat der Eppendorfer dabei mitgeholfen, lässt sich sehen. 150 Flaschen vom „Sund“ hat Pinçon gemeinsam mit seinem Geschäftspartner, dem Landwirt Joachim Witt, jetzt abgefüllt. Mit dem Ergebnis ist der Franzose durchaus zufrieden: „Dieses Cuvée aus Weißburgunder und Solaris ist sehr gelungen und wohlschmeckend.

Wir betreiben hier biologischen Anbau.“ Von der Qualität konnten sich auch die Gäste in seinem Café des Artistes im Thalia-Theater überzeugen. Denn anlässlich des Französischen Nationalfeiertags hatten Pinçon und Mitbetreiber Jean-Sébastien Thimon zu einem Fest eingeladen und dort wurde der hauseigene Wein ausgeschenkt. Der nächste Jahrgang soll dann auch regulär auf der Karte der Brasserie stehen. Die hatte Pinçon, der zuvor Gesellschafter vom Café Paris am Rathaus war, Ende März eröffnet und freut sich seitdem über „eine sehr gute Auslastung“ des Lokals. Was den Wein angeht, wird Pinçon expandieren. Noch wird auf einer ein Hektar großen Fläche angebaut, demnächst sollen es zwei Hektar werden.

Noch bis 18. August läuft „Eden by Perrier-Jouët“ im Hotel Tortue, und die Führung des Champagnerhauses hat die Aktion für einen Hamburg-Besuch genutzt. Kellermeister Hervé Deschamps erklärte die verschiedenen Tropfen und präsentierte die Sorten Blanc de Blancs Non Vintage, Grand Brut und Blason Rosé in einer neuen eher bauchigen und runden Flasche. Unter den Genießern waren auch Deutschland-Chef Daniel Stühler sowie Tim Paech, Australier und seit sechs Monaten Verantwortlicher von Perrier-Jouët in Westeuropa. Nach Großbritannien, den USA und Japan ist Deutschland der viertgrößte Absatzmarkt für den prickelnden Alkohol. Passend zu verschiedenen Gerichten gibt es den Champagner in den beiden Restaurants sowie in der Bar Art of the Wild im Innenhof des Hotels. Überhaupt ist das vor gut einem Jahr eröffnete Tortue inzwischen ein beliebter Schauplatz für Empfänge und Partys. In der nächsten Woche wird hier wieder gefeiert. Anlass ist das Tennisturnier Hamburg European Open, das am Rothenbaum ausgetragen wird. Zur Player’s Night lädt Turnierdirektorin Sandra Reichel zahlreiche Spieler und Prominente in das Tortue ein.

Die Gemälde und Grafiken von Romero Britto werden weltweit ausgestellt. Der Pop-Art-Star lebt in Miami (USA) und kam jetzt für eine Stippvisite ins Schloss Reinbek. In den historischen Räumen präsentierte der gebürtige Brasilianer auf Einladung von Galerist Harry Mensing seine Werke. Die „Pop Art Night“ wurde moderiert von Marc Bator. Wer sich für eines der farbenprächtigen Bilder interessiert, kann sich an diesem Sonnabend von 11 bis 17 Uhr vor Ort umschauen.

Der Lebensmittelpunkt von Peter Pusnik liegt inzwischen in Baden-Baden. Aber trotzdem kehrt er regelmäßig nach Hamburg zurück, er hat noch eine Wohnung in Winterhude. In der vergangenen Woche war Pusnik, der acht Jahre lang das Luxushotel Atlantic an der Außenalster führte, wieder zu Besuch. Der 44 -Jährige berichtete begeistert von der abgeschlossenen Modernisierung des Dorint Maison Messmer in Baden-Baden. Seit Januar 2016 ist Pusnik der Direktor des Fünf-Sterne-Hauses gegenüber der berühmten Spielbank. Der Charme des Art Deco prägt nun die liebevoll neu gestalteten Zimmer des Hauses.

4800 Qua­dratmeter Teppich wurden verlegt und 160 neue Betten eingebaut. Prominente geben sich in seinem Haus die Klinke in die Hand. Gerade erst nächtigte die amerikanische Hard-Rock-Band Kiss dort. Auch Moderator Mike Krüger zählt zu den Stammgästen. In Baden-Baden fühlt sich Pusnik „sehr wohl. Ich schätze das mediterrane Flair dieser mondänen Stadt und die vielen internationalen Gäste.“ Aber auf Geschichten aus der Hansestadt muss Pusnik nicht verzichten. „Ich freue mich darüber, dass mich häufig auch Bekannte und Freunde aus Hamburg in dem Maison Messmer besuchen.“