Hamburg. Falsche Tagesordnung, keine Abstimmung: Sitzung läuft nicht rund. Umweltsenator sieht sich als „Depp“, die Kollegen sind nachsichtig.

Jens Kerstan, der erfahrenste und streitlustigste Spitzenpolitiker der Hamburger Grünen, ist seit acht Jahren Umweltsenator. Nach einer so langen Zeit in diesem Amt nimmt die Zahl echter Premieren zwangsläufig ab. Aber am Dienstag dieser Woche war es soweit. Kerstan wurde zudem eine unverhoffte Ehre zuteil: Der 57-jährige Bergedorfer leitete erstmals die wöchentliche Senatssitzung.