Auslandsreise

Kurzer Trip, wichtige Themen: Tschentscher in Warschau

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Warschaus Bürgermeister Rafał Trzaskowski und Peter Tschentscher.

Warschaus Bürgermeister Rafał Trzaskowski und Peter Tschentscher.

Foto: Momme Dähne

Der Hamburger Bürgermeister sprach mit seinem Amtskollegen Rafał Trzaskowski über eine engere Zusammenarbeit. Worum ging es?

Hamburg/Warschau.  Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) will die Zusammenarbeit Hamburgs mit der polnischen Hauptstadt Warschau vertiefen. Im Mittelpunkt seines eintägigen Kurztrips an die Weichsel am Mittwoch stand ein Gespräch mit seinem Amtskollegen Rafal Trzaskowski. Der mehrstündige Austausch der beiden Politiker drehte sich vor allem um die Themen Klimaschutz sowie die Rolle der Städte bei der Umsetzung des EU-Programms European Green Deal.

„Weltweit sind Städte für 70 bis 80 Prozent aller CO2-Emissionen verantwortlich, in der EU leben drei Viertel aller Bürgerinnen und Bürger in großen Städten und Ballungsräumen“, sagte Tschentscher. Als europäische Metropolen trügen Hamburg und Warschau besondere Verantwortung für die Umsetzung der globalen Klimaschutzziele. Der erforderliche Umbau von Wirtschaft, Energieversorgung und Verkehrsinfrastruktur könne gelingen, „wenn wir zusammenarbeiten“, sagte Tschentscher, der mit seinem Besuch einer Einladung Trzaskowskis gefolgt war, der als Ehrengast an der diesjährigen Matthiae-Mahlzeit teilgenommen hatte.

Tschentschers Reise nach Polen: Was die Politiker besprachen

Am Nachmittag traf der SPD-Politiker Senatsmarschall Prof. Tomasz Grodzki, den Präsidenten der zweiten Kammer der Republik Polen. „Der deutsche Bundesrat und der polnische Senat pflegen seit vielen Jahren gute Beziehungen. Wir sind sehr interessiert an einem partnerschaftlichen Dialog über wichtige Themen in Europa, dazu gehören auch Fragen der Rechtsstaatlichkeit und einer liberalen Gesellschaft“, sagte Tschentscher. Bei diesen Themen gibt es erhebliche Spannungen zwischen der EU und dem EU-Mitglied Polen. Anschließend besuchte der Bürgermeister das Institut für Energietechnik, eines der größten polnischen Forschungsinstitute im Bereich innovativer Energietechnologien.

Am Vormittag hatte Tschentscher mit einer Kranzniederlegung an der Gedenkstätte im Innenhof des Pawiak-Gefängnisses der Opfer des Nationalsozialismus in Warschau gedacht. Nach den Aufständen gegen die deutschen Besatzer in den Jahren 1943 und 1944, die brutal niedergeschlagen wurden, wurden 6000 Menschen in das KZ Neuengamme und seine Außenstellen deportiert.

( pum )