Integration

Stadt investiert 800.000 Euro in Flüchtlingssportprojekte

Marathon-Flüchtlingsstaffel in Fischbek Neugraben (Symbol)

Marathon-Flüchtlingsstaffel in Fischbek Neugraben (Symbol)

Foto: Michael Rauhe

SPD und Grüne wollen das Projekt „Willkommen im Sport“ stärker unterstützen und damit die Integration von Flüchtlingen fördern.

Hamburg.  Um die Integration von Flüchtlingen in Hamburg zu fördern, wollen SPD und Grüne die Integrationsarbeit der Sportvereine finanziell stärker unterstützen. Insgesamt wolle man 800.000 Euro in das Projekt „Willkommen im Sport“ investieren. Einen entsprechenden Antrag hatten die Regierungsfraktionen bereits zur Bürgerschaftssitzung Mitte Juli eingereicht.

Bei dem Projekt „Willkommen im Sport“ des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) werden finanzielle Mittel für Sport- und Bewegungsangebote von Flüchtlingen und für Flüchtlinge durch Bund und Hansestadt zur Verfügung gestellt. Sportvereine und -verbände können Anträge auf Bezuschussung von sozial-integrativen Maßnahmen stellen.

"Sinnvolle Investition in unsere gemeinsame Zukunft“

Rot-Grün erhofft sich, solche Sportangebote in möglichst vielen Quartieren für Flüchtlinge zu schaffen. „Sport verbindet, Sport bringt die Menschen zusammen – gleich welcher Religion oder Herkunft sie auch sein mögen“, sagt Juliane Timmermann, sportpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion. Für eine gelingende Integration sei der Sport deshalb ein Schlüsselfaktor. „Die Hamburger Sportvereine haben hier gerade in den letzten Monaten mit ihren vielen engagierten Freiwilligen Herausragendes geleistet.“ Diese wertvolle Arbeit wolle man weiter gezielt unterstützen.

Durch das Projekt seien bereits in rund 30 Vereinen und in rund 60 Erstaufnahmen spezielle Angebote für Geflüchtete realisiert worden, sagt Christiane Blömeke, sportpolitische Sprecherin der Grünen Bürgerschaftsfraktion. „Wenn wir die Vereine unterstützen, damit sie ihre Arbeit bedarfsgerecht fortsetzen und weiterentwickeln können, ist dies eine sehr sinnvolle Investition in unsere gemeinsame Zukunft.“