Arbeitsmarkt in Hamburg

Wandsbeks Bezirkschefin fordert Erhalt der Ein-Euro-Jobs

Foto: Patrick Piel

Der Bund will etwa 3350 Ein-Euro-Jobs streichen. In einem Brief bittet Cornelia Schroeder-Piller den Wirtschaftssenator Ian Karan um Unterstützung.

Wandsbek. Wandsbeks Bezirksamtschefin Cornelia Schroeder-Piller setzt sich dafür ein, dass möglichst viele der 560 Ein-Euro-Jobs mit Stadtteilbezug in Wandsbek erhalten bleiben. In einem Brief, der dem Abendblatt vorliegt, bittet sie den Wirtschaftssenator Ian Karan um Unterstützung.

Hintergrund ist, dass der Bund für 2011 massive Einsparungen im Bereich des Eingliederungstitels angekündigt hat. Das Budget wird von 187 Millionen Euro im Jahr 2010 auf 131 Millionen gekürzt. Geplant ist deshalb, dass von den rund 9500 sogenannten Arbeitsgelegenheiten für Menschen, die sonst unter Hartz IV fallen, etwa 3350 gestrichen werden. "Das wird zu einer Schwächung der Strukturen in den Quartieren führen", befürchtet Schroeder-Piller. "Die Ein-Euro-Jobs mit Stadtteilbezug tragen als fester Bestandteil der sozialen Infrastruktur zur Verbesserung der Lebensqualität im Quartier bei", sagt sie. Diese Strukturen, die gerade in den sozial benachteiligten Stadtteilen besonders wichtig seien, drohten jetzt auseinanderzubrechen.