Hamburger Schanzenviertel

Gewerkschaft will Schanzenfest verschieben lassen

Foto: Andr Zand-Vakili / Zand-Vakili

Die Deutsche Polizeigewerkschaft befürchtet eine Überlastung der Beamten: "Es wird zu einem polizeilichen Notstand kommen".

Sternschanze. Weil am ersten September-Wochenende Schanzenfest und Alstervergnügen parallel stattfinden, befürchtet die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) eine Überlastung der Beamten. "Es wird zu einem polizeilichen Notstand kommen", warnt Freddi Lohse, stellvertretender Landesvorsitzender der DPolG. Nach seiner Einschätzung müssten mehrere Tausend Polizisten eingesetzt werden. Allein 1000 aus anderen Bundesländern seien nötig, um die Lage kontrollieren zu können. "Bei der gegenwärtigen Lage ist aber davon auszugehen, dass Personal fehlen wird", sagt Lohse. Er fordert daher den Bezirk Altona und die Innenbehörde auf, das Schanzenfest am 4. September nicht stattfinden zu lassen.

"Für eine abschließende Lagebewertung des ersten September-Wochenendes ist es noch sehr früh. Wie einsatzintensiv Alstervergnügen und Schanzenfest sein werden, lässt sich überhaupt noch nicht prognostizieren", sagt Frank Reschreiter, Sprecher der Innenbehörde. Die Polizei sei aber in der Lage, auch mehrere Großereignisse an einem Tag zu bewältigen. "Bei der Kräfteplanung für den 4. September werden selbstverständlich alle Veranstaltungen und polizeilichen Einsatzlagen zu gegebener Zeit berücksichtigt."

Sollte es für das Schanzenfest keinen Anmelder geben, hat Altonas Bezirksamtsleiter Jürgen Warmke-Rose angekündigt, das Fest mithilfe des Bezirklichen Ordnungsdienstes zu verhindern. Alle Bezirke haben bereits ihre Unterstützung zugesagt.