Schanzenviertel in Hamburg

15 Polizisten nach Krawallen im Schanzenviertel verletzt

Am Sonnabend waren 1000 Demonstranten durch die Stadt gezogen. In der Nacht kam es im Schanzenviertel zu Krawalle.

Hamburg. Im Hamburger Schanzenviertel ist es in der Nacht zu Sonntag zu Krawallen gekommen. 15 Beamte wurden von den Randalieren leicht verletzt. Den Krawallen im Schanzenviertel vorausgegangen war eine Demonstration gegen Polizeigewalt und staatliche Repression, die am Sonnabend zunächst weitgehend friedlich verlief. Rund 800 Teilnehmer waren dabei bis gegen 17.30 Uhr von den Landungsbrücken in Richtung Sternschanze gezogen.

Gegen 23.15 Uhr kippte jedoch im Bereich des Schulterblattes die Stimmung: Unbekannte bewarfen die Einsatzkräfte mit Böllern und Flaschen, zündeten Müllbeutel an, und zertrümmerten die Scheiben einer Bankfiliale. Die Polizei geht davon aus, dass die Angreifer aus der linken Szene stammen.

Den Angaben zufolge wurden zwölf Beamte von Flaschen getroffen und verletzt. Drei weitere wurden durch Rauchgas verletzt. Die Polizei nahm zwei Randalierer wegen des Verdachts der Sachbeschädigung vorläufig fest. Vier weitere Personen wurden in Gewahrsam genommen. Erst in den frühen Morgenstunden beruhigte sich die Lage rund um das alternative Kulturzentrum „Roten Flora“.

Zu der sogenannten "Demonstration gegen Polizeigewalt", die der Sprecher der Roten Flora, Andreas Blechschmidt , angekündigt hatte, waren etwa 1000 Linksautonome gekommen. Einige reisten extra aus Berlin und Bayern an. Die Demo startete um 15.45 Uhr an den Landungsbrücken und endete um 18 Uhr am S-Bahnhof Sternschanze.