NS-Symbole an der Turnhalle

Strafanzeige gegen ETV-Chefs gestellt

Die Vereinschefs hatten sich geweigert, an der Sporthalle Hohe Weide/Bundesstraße angebrachte NS-Symbole entfernen zu lassen.

Hamburg. Fünf Rechtsanwälte haben Strafanzeige gegen Verantwortliche des Sportvereins ETV gestellt. Sie reagieren damit auf die Weigerung der Vereinschefs, zwei an der Sporthalle Hohe Weide/Bundesstraße angebrachte hakenkreuzähnliche Symbole entfernen zu lassen. Die Anwälte sowie Vertreter des Bündnisses gegen Rechts, der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes und der Partei Die Linken werfen den ETV-Chefs die Verwendung von Kennzeichen verfassungsfeindlicher Organisationen vor.

Nach § 86a des Strafgesetzbuches sei nämlich auch die Verwendung von Symbolen strafbar, die Hakenkreuzen zum Verwechseln ähnlich sehen. Bei den Symbolen handelt es sich laut ETV-Vorstandsmitglied Günter Stahl um sogenannte Turner-Kreuze - vier hakenkreuzartig angeordnete F, die für das in der völkischen Turnbewegung gebräuchliche "frisch, fromm, fröhlich, frei" stehen. (jel)