Hamburg-St. Pauli

Werden die Esso-Häuser doch nicht abgerissen?

Bayerische Hausbau will die Sanierung der Gebäude am Spielbudenplatz prüfen und die Initiative Esso-Häuser eigene Vorschläge erarbeiten.

St. Pauli. Unerwartete Wende bei einem der größten Bauprojekte St. Paulis: Die neuen Eigentümer der "Esso-Häuser" am Spielbudenplatz wollen den Erhalt und die Sanierung der Gebäude prüfen. Das ist das Ergebnis eines Ideenwokshops, zu dem die Bayerische Hausbau am Wochenende eingeladen hatte. Ursprünglich war geplant, nicht nur die Esso-Tankstelle abzureißen, sondern auch den ganzen benachbarten Häuserblock.

"Aufgrund der Tatsache, dass die Mieter ganz offensichtlich sehr stark an der gewachsenen Bebauung hängen, wollen wir prüfen, ob eine Sanierung in Verbindung mit einer zusätzlichen Bebauung als Alternative zu einem Neubau städtebaulich und wirtschaftlich darstellbar ist", sagte Dr. Jürgen Büllesbach, Chef der Bayerischen Hausbau. Ein wesentliches Ziel sei es, mehr Wohnraum in zentraler Lage zu schaffen und dafür eine einvernehmliche Lösung mit allen Beteiligten zu finden.

Auf dem 6190 Quadratmeter großen Grundstück zwischen Kastanienallee, Taubenstraße und Spielbudenplatz stehen ein zweigeschossiger Gewerberiegel und zwei dahinter liegende Wohnblocks sowie eine Tiefgarage und die Tankstelle. Die Bebauung aus den Sechzigerjahren habe erheblichen Sanierungsbedarf. "Sollte es einen Kurswechsel bei dem Münchner Unternehmen geben, begrüßen wir dies. Wie authentisch dieser ist, wird sich beweisen müssen", sagte Claudia Röthig von der Initiative Esso-Häuser, die den Abriss verhindern will. Die Initiative Esso-Häuser will jetzt eigene Vorschläge für das Areal erarbeiten.