Verkehr Hamburg

Am Baumwall wird die U 3 bis 3. Oktober ausgebremst

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Die Hochbahn erneuert auf der Strecke am Hafen ein Viadukt. Das bedeutet für rund 50.000 Bahnfahrer umsteigen und längere Fahrzeiten.

Hamburg. Bis zum 3. Oktober wird die U-Bahn-Strecke zwischen Baumwall und Rathaus voll gesperrt. Die Hochbahn ersetzt jetzt nach dem Hafengeburtstag einen 150 Meter langen Viadukt von 1912 entlang der Binnenhafenbrücke durch einen modernen Neubau. Das bedeutet für die rund 50.000 täglichen Bahnfahrer umsteigen und längere Fahrzeiten.

Die Hochbahn bittet ihre Kunden, Alternativen zu prüfen - andere Buslinien, Schnellbusse oder die S-Bahn. Ein Busersatzverkehr ist nicht vorgesehen, Schnellbusse können jedoch ohne Zuschlag genutzt werden. Die U 3 endet vom Hauptbahnhof kommend am Rathausmarkt. In der Schalterhalle Rathausmarkt (Ausgang Petrikirche) stehen noch bis morgen Hochbahn-Mitarbeiter an Info-Ständen und geben Tipps oder beraten.

+++ So umfahren Sie die Sperrung +++

Zwischen den Haltestellen Baumwall und St. Pauli ist nur noch ein Gleis in Betrieb. Fahrgäste müssen daher an der Haltestelle St. Pauli umsteigen. 13 Millionen Euro kosten die komplizierten Brückenarbeiten. Notwendig sei die Erneuerung, weil nach Mitteilung der Hochbahn die Kosten für Inspektion und Instandhaltung zu hoch seien.

Bis zum 22. Mai werden die alten Elemente des Viadukts ausgehoben. Die Hochbahn macht daraus in einem Faltblatt ein Event und lädt unter dem Motto "Schaulustige willkommen" zu der "spektakulären" Aktion (mehr: www.hochbahn.de ). Autofahrer werden das weniger lustig finden, denn sie müssen teilweise Vollsperrungen und Umleitungen in Kauf nehmen.

Um Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten, bündelt die Hochbahn während der Sperrung Arbeiten: So wird die Haltestelle Baumwall modernisiert und erhält einen neuen zusätzlichen Ausgang im Osten. Daneben werden Schwellen zwischen Rödingsmarkt und Rathaus ausgetauscht und die Stellwerkstechnik erneuert. Als großen Vorteil wertet die Hochbahn, dass nach den Arbeiten die Züge mit Tempo 50 (statt 30) fahren können und in den Kurven weniger quietschen. Auch die Sicht im Kurvenbereich sei dann ab Oktober besser.