Hamburg-Kolumne

Spenden, ungewöhnliche Konzerte und ein Lob für Andy Grote

Die Benefiz-Gala der Budnianer Hilfe war ein Erfolg. Und Christa Goetsch, Yared Dibaba, Sasha, Anke Harnack, Tetje Mierendorf, Cord Wöhlke, Carola Veit und Gabriele Wöhlke hatten viel Spaß.

Die Benefiz-Gala der Budnianer Hilfe war ein Erfolg. Und Christa Goetsch, Yared Dibaba, Sasha, Anke Harnack, Tetje Mierendorf, Cord Wöhlke, Carola Veit und Gabriele Wöhlke hatten viel Spaß.

Foto: Heike Günther

Anekdoten aus der Gesellschaft, Rück- und Vorblicke auf Veranstaltungen – und alles über die wichtigsten Köpfe der Stadt.

Hamburg. Das Motto, das Anke Harnack bei der Benefiz-Gala der Budnianer Hilfe ausgab, hieß: Keiner fährt mit dem Taxi vom Altonaer Kaispeicher nach Hause, das Geld dafür sollte gespendet werden. „Kleingeld für den HVV dürft ihr behalten“, rief die gut gelaunte Moderatorin den rund 200 Gästen zu, unter ihnen Liedermacher Rolf Zuckowski, Jugendpsychiater Michael Schulte-Markwort, Erzbischof Stefan Heße, Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit (SPD), Ex-Senatorin Christa Goetsch und Globetrotter-Chef Andreas Bartmann. Die waren in Spendierlaune, schließlich wurden sie alle von der Band „Hamburg singt“, die gemeinsam mit Sasha, Yared Dibaba und Tetje Mierendorf auftrat, zum lautstarken Mitsingen aufgefordert – auf Plattdeutsch und Englisch. Dazu wurde geschunkelt, geklatscht und geschnippt – bis 20.000 Euro zusammen waren. Ein großartiger Charity-Abend, bei dem gleichzeitig Cord Wöhlkes 70. Geburtstag gefeiert wurde, der mit der Preisverleihung der Budnianer Hilfe e. V. einen gelungenen Abschluss fand.

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Dass die Hamburger Gesellschaft die Einladung zur Europa-Premiere von „Pretty Woman“ dankend annahm, verstand sich von selbst. Aber dass zahlreiche Prominente aus ganz Deutschland vorbeischauten, spricht für das Stück. Aus München kam Sängerin Katja Eb­stein in das Stage Theater an der Elbe. Die Schauspieler Hardy Krüger jr. und Anouschka Renzi reisten aus Berlin an. Von dort kam auch Mariella Ahrens, die nach der Vorstellung sagte: „Ich bin mega fasziniert. Patricia Meeden hat die Hauptrolle grandios gespielt, so lebendig und glaubwürdig.“ Die Musik zu der Liebesgeschichte zwischen der Prostituierten Vivian und dem Geschäftsmann Edward stammt aus der Feder von Bryan Adams. Der weltberühmte Musiker war auch für die Europa-Premiere angekündigt, stand auf der offiziellen Gästeliste. Doch der Rocksänger kam nicht. Fest steht nur, den Abend zuvor hatte er noch ein Konzert in Budapest gegeben. Aber auch ohne Adams wurde noch bis nach Mitternacht gefeiert. Mit dabei im The­ater an der Elbe waren auch Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit, die Schauspieler Tetje Mierendorf und Susan Sideropoulos sowie Model und Instagram-Star Sayana Ranjan.

Andy Grote hielt die beste Laudatio des Abends

Im Mittelpunkt sollten die Preisträger stehen. Doch den meisten Applaus bekam bei den „German Boxing Awards“ im Besenbinderhof einer, der nicht dabei sein konnte. Thomas „Turbo“ Dierenga, über viele Jahre als Boxsport-Reporter der „Bild“-Zeitung ein Schwergewicht am Ring, war am 3. August im Alter von 56 Jahren an einem Herzinfarkt verstorben. Mit bewegenden Worten rief Moderator Kai Pätzmann die rund 150 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Showbusiness und Sport zum stillen Gedenken auf, das in minutenlangem Beifall mündete. „Turbo hat die Menschen gemocht, er hätte diesen Moment auch sehr gemocht“, sagte Ralf Schmitt, Dierengas Nachfolger bei „Bild“, in seiner Dankesrede. Die beste Laudatio des Abends hielt Hamburgs Innen- und Sportsenator Andy Grote, der Deutschlands Kulttrainer Ulli Wegner (77) den Preis fürs Lebenswerk überreichte und anschließend noch dreieinhalb Stunden ausharrte, bis auch der letzte der zwölf Herqul-Awards verteilt war.

Klarer Punktsieger des Abends war der Hamburger Profistall EC Boxing, der nicht nur den Boxer des Jahres, Sebastian Formella, sondern auch Promoter des Jahres, Erol Ceylan, und Manager des Jahres, Steffen Soltau, stellte. Da konnten auch Ehrengäste wie Schauspieler Uwe Ochsenknecht nur kräftig applaudieren. Beifall gebührte auch den Veranstaltern. Ramin Seyed und Garen Mehrabian hatten auch bei der zweiten Auflage der Gala ein festliches Ambiente geschaffen. Die bunte Vorspeisenauswahl und das Rinderfilet an Steinpilzspiegel begeisterten auch die Feinschmecker. Kein Wunder, dass Schirmherr Grote zum Abschluss seiner Dankesworte hoffte, „dass diese Veranstaltung in Hamburg dauerhaft ihren Platz findet“. Ach ja, in der Pause wurden die Gäste übrigens von den iranischen Popstars Kamran & Hooman unterhalten. Die waren extra aus Los Angeles nur für diesen Abend eingeflogen.

East Hotel: Seit der Eröffnung wurden 78.625 Flaschen Champagner geleert

Das East Hotel auf dem Kiez feierte den 15. Geburtstag und Geschäftsführer Christoph Strenger sowie Direktorin Marlene Helmich begrüßten mehr als 1000 Gäste. Aber es wurde an diesem Abend nicht nur gefeiert, Champagner getrunken – seit der Eröffnung wurden 78.625 Flaschen geleert – und Sushi gegessen, sondern auch Gutes getan. So bekamen Moderatorin Nova Meierhenrich für ihren gemeinnützigen Verein Herz­Piraten und Dragqueen Olivia Jones für NestWerk e. V. jeweils einen Scheck über 10.000 Euro überreicht. Auch dabei waren Dehoga-Präsident Franz J. Klein, Schauspieler Manuel Hasni und Ex-HSV-Profi Stefan Schnoor.

Katharina Fegebank beim Ladies Lunch

Es war der erste öffentliche Auftritt, nachdem sie zwei Tage zuvor verkündet hatte, dass sie 2020 Hamburgs Erste Bürgermeisterin werden möchte: Entsprechend groß war die Neugierde auf Katharina Fegebank beim Ladies Lunch des Clubs europäischer Unternehmerinnen im Hotel Vier Jahreszeiten. Mehr als 80 starke Frauen aus der Hamburger Wirtschaft waren der Einladung von Club-Präsidentin Kristina Tröger gefolgt. Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank (Grüne, aber an diesem Mittag im roten Kleid) warb – für die Wissenschaftsmetropole Hamburg und natürlich ein bisschen für sich. Sich selbst beschrieb die 42-Jährige, Mutter von knapp einjährigen Zwillingsmädchen, als „pragmatisch und umsetzungsorientiert“. Den bevorstehenden Wahlkampf nannte die Zweite Bürgermeisterin „einen Wettbewerb um die besten Ideen für diese Stadt“. Nach dem Impulsvortrag entwickelte sich eine lebhafte Diskussion. Unter den Gästen: PR-Unternehmerin Alexandra von Rehlingen, Ingrid von Heimendahl (Stiftung zur Förderung der Hamburgischen Staatsoper) sowie Sonja Lahnstein-Kandel, Volkswirtin und Ehefrau des früheren Bundesfinanzministers Manfred Lahnstein.

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Sängerin Vicky Leandros war zu Gast bei Knut Terjung, der regelmäßig prominente Menschen zu seinem Talk in die St.-Nikolai-Kirche einlädt, und verteidigte vor 500 Gästen die Akustik in der Elbphilharmonie: „Die Elbphilharmonie hat den besten Sound der Welt. Von allen Plätzen aus kann man jeden Atemzug wahrnehmen. Klagen über die Akustik sind wirklich nicht gerechtfertigt.“ Ihre zwei an einem Sonntag im Februar geplanten Elbphilharmonie-Konzerte sind schon lange ausverkauft.

Aus einem Konzert wurde spontan etwas anderes

Ein etwas anderes Konzert hat es in der Kinderklinik des Universitätskrankenhauses Eppendorf (UKE) gegeben. Popsänger Nico Santos, der erst kürzlich mit Lena Meyer-Landrut zusammen einen Song veröffentlich hat, wollte im Rahmen der Kinderklinikkonzerte in Hamburg auftreten. Doch aus einem kleinen Konzert wurde spontan etwas vollkommen anderes – und für die Kinder vielleicht noch Spannenderes. Denn Santos konnte wegen eines Infekts kaum singen. Zum Glück fand er schnell Kollegen, die ihm helfen konnten. Die Sängerin Antje Schomaker setzte sich spontan auf ihr Rad, zusammen mit ihren befreundeten Musikern Jan Salander und Florian Künstler. Und so zogen die vier wenig später zusammen über die Stationen des Kinder-UKE. „Es war ein magisches Kinderklinikkonzert, bei dem auch wir als Team viele, viele Tränen vor Rührung vergossen haben“, sagt Nicole John, Vorstandsvorsitzende Kinderklinikkonzerte e.V., noch Tage später.

Viele Prominente in der Europa Passage

24 Stunden lang wurde die Europa Passage in der vergangenen Woche zur Fahrrad-Rennstrecke. Anlass war der Start der neuen Active-City-App. Die soll mehr Menschen zu Sport und Bewegung motivieren. Und damit das auch funktioniert, waren jede Menge Prominente in die Europa Passage gekommen, um für die App Werbung zu machen und auf zehn Spinning Bikes ordentlich in die Pedale zu treten. Da zeigte Marcell Jansen, ehemaliger Fußballprofi und Präsident des HSV, welche Kraft in seinen Beinen noch steckt. Genauso wie der Ex-HSV-Spieler Piotr Trochowski mit Ehefrau Melanie oder Box-Weltmeisterin Ina Menzer.

Auch Model Marie Amière und die Schauspieler Patrick Bach und Kim Sarah Brandts waren dabei. Die Darstellerin aus „Rote Rosen“ ist im 6. Monat schwanger, für sie kein Grund zur Schonung. „Ich bin schwanger, nicht krank“, sagte sie. Innensenator Andy Grote freute sich über die Unterstützung: „Die neue Active-City-App bietet für jeden einen persönlichen digitalen Zugang in die Welt des Hamburger Sports. Wir können noch so viel in Sportinfrastruktur und neue Angebote investieren – der Nutzen von Active City kommt nur an, wenn jeder die vielen Sportangebote, die es in der Stadt gibt, auch kennt“, sagte er. „Je attraktiver wir darüber kommunizieren, desto eher wird die volle Bandbreite des Sports wahrgenommen. Wir wollen, dass der Sport so präsent ist, dass jeder damit in Berührung kommt.“

Neues Kochbuch von Alexander Herrmann

„Einfach darf man nicht mit billig verwechseln. Jedes Produkt wird in den Mittelpunkt gestellt und die möglichst beste Zubereitung gezeigt.“ Das ist das Motto von Alexander Herrmann in seinem neuen Kochbuch „Weil’s einfach besser ist“ (Dorling Kindersley Verlag, 24,95 Euro). Jetzt präsentierten der mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichnete Koch, seine Co-Autorin Monika Schuster und der Verlag das Werk in Hamburg im Eat Club, der neuen Food-Erlebnis-Location der Funke Mediengruppe.