Hochbahn

U1-Sanierung: Überfüllte Busse im Ersatzverkehr

Busse statt Bahnen fahren für fast drei Monate zwischen Langenhorn Markt und Ohlsdorf.

Busse statt Bahnen fahren für fast drei Monate zwischen Langenhorn Markt und Ohlsdorf.

Foto: Tobias Johanning

Probleme zum Start der "Sommerbaustelle" der Hochbahn: Erst fuhren zu wenig Busse, später steckten sie im Stau.

Hamburg. Fahrgäste, die täglich die U-Bahn-Linie 1 nutzen, müssen sich in den kommenden Monaten auf längere Fahrtzeiten einstellen. Seit Montag, 3. Juni und bis Sonntag, 25. August, ist der Abschnitt zwischen den Haltestellen Langenhorn Markt und Ohlsdorf gesperrt.

Während der "Sommerbaustelle" der Hochbahn ist ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Außerdem wird von Montag bis Freitag zwischen 6 Uhr morgens und 21.30 Uhr am Abend (Sa: 10-21 Uhr) ein Express-Bus angeboten, der die Haltestellen Langenhorn Markt und Ohlsdorf ohne Zwischenstopp verbindet.

Überfüllte Busse bleiben im Pendler-Stau stecken

Am Montagmorgen kam es beim Ersatzverkehr zu Problemen: Wie der NDR berichtet, war bereits der erste Bus um kurz nach vier Uhr am Morgen so überfüllt, dass nicht alle Fahrgäste mitfahren konnten, die Beschilderung an der Haltestelle war ebenfalls noch nicht aufgebaut.

Später kam der Autoverkehr als weiteres Problem hinzu. Hochbahn-Sprecher Christoph Kreienbaum erklärte auf Abendblatt-Anfrage: "Bis kurz vor 9 Uhr mussten Fahrgäste ärgerlicherweise wegen der Schlangen ein bis zwei Busse abfahren lassen, bevor sie mitkamen." Die Hauptverkehrsstraßen, auf die auch die Busse angewiesen sind, seien selbst für Montagmorgen-Verhältnisse sehr voll gewesen, weswegen es zu Schwierigkeiten gekommen sei, die Haltestellen gleichmäßig zu bedienen.

Hoffen auf eine bessere "Verkehrssituation" am Dienstag

Auch am Dienstagmorgen werden wieder 15 Gelenkbusse eingesetzt, die Hochbahn hofft darauf, dass "die Verkehrssituation auf den Straßen" dann ein besseres Durchkommen zulässt. Eine Streckensperrung, bei der kein Ausweichverkehr durch andere U-Bahnen oder S-Bahnen möglich ist, sei "immer eine Herausforderung", so Kreienbaum.

Täglich nutzen rund 60.000 Fahrgäste die bis Ende August gesperrte Teilstrecke der U1. Der Umfang der geplanten Arbeiten habe einen späteren Beginn zeitgleich mit dem Start der Sommerferien Ende Juni nicht zugelassen.

Barrierefreier Ausbau an drei Haltestellen

Der Grund für die Sperrung ist der barrierefreie Ausbau der Haltestellen Fuhlsbüttel Nord und Klein Borstel. Das bedeutet: Einbau von Aufzügen und komplett neue, erhöhte Bahnsteige.

Außerdem wird die Bahn diese Zeit nutzen, um an drei Haltestellen umfangreiche Sanierungen durchzuführen und zwischen Ohlsdorf und Fuhlsbüttel Nord Weichen, Schienen und Schwellen auszutauschen. Die Hochbahn investiert in diese Baumaßnahmen insgesamt rund 15 Millionen Euro.