Hamburg

Spektakuläre Einbrüche mit hoher Beute am Osterwochenende

Ein «Einbrecher» hebelt mit einem Brecheisen eine Tür im Keller eines Wohnhauses auf (Symbolbild).

Ein «Einbrecher» hebelt mit einem Brecheisen eine Tür im Keller eines Wohnhauses auf (Symbolbild).

Foto: Silas Stein / dpa

In Volksdorf und Sasel kamen die Einbrecher über das Dach, im Generalsviertel wurde ein Tresor aus der Wand gerissen.

Hamburg.  Einbrecher haben das lange Osterwochenende offenbar genutzt, um in Hamburg verstärkt auf Einbruchstour zu gehen. Bei der Polizei wurden 64 Einbrüche angezeigt, die am Osterwochenende passierten. Darunter sind auch zwei sogenannte „Dacheinstiege“ – eine Masche, die sehr gezielt eingesetzt wird, wenn sich Täter eine hohe Beute versprechen. Zwei Einbrecher, 55 und 24 Jahre alt, wurden festgenommen.

In Volksdorf waren Einbrecher über ein Dach in ein Einfamilienhaus eingestiegen, in dem ein älteres Ehepaar lebt. Die Tat war offenbar gut vorbereitet worden. Der Einbruch passierte, nachdem das Paar kurz vor Ostern in den Urlaub fuhr. Ihr Sohn entdeckte die Tat. Die Täter erbeuteten Schmuck und Geld im Wert von rund 50.000 Euro.

Volksdorf und Sasel: Waren es dieselben Täter?

In Sasel waren ebenfalls „Dacheinsteiger“ am Werk. Auch dort erbeuteten sie Schmuck. Der Wert der Beute ist noch nicht bekannt. Die Polizei schließt nicht aus, dass es sich um dieselben Täter handelt. Die Tatorte liegen rund einen Kilometer Luftlinie voneinander entfernt. In beiden Fällen wurde eine umfangreiche Spurensicherung durchgeführt.

In Hoheluft-West erbeuteten unbekannte Täter im Generalsviertel bei einem Einbruch in eine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus Schmuck und Geld im Wert von rund 100.000 Euro. Dort war ein Tresor aus der Wand gebrochen worden. Die Täter hatten für ihre Arbeit eine Bohrmaschine mitgebracht, die sie am Tatort zurückließen. Ermittler halten es für möglich, dass der oder die Täter über Insiderkenntnisse verfügten.

Auffallend bei den vielen Einbrüchen ist, dass lediglich 20 davon Versuche blieben. Das liegt weit unter dem Durchschnitt. In Hamburg gelangten bei den 4601 Einbrüchen im vergangenen Jahr fast in der Hälfte der Fälle die Täter nicht in die Wohnung oder das Haus.