Betrug

Das Internet als „Tatwaffe“ – 7789 Fälle in einem Jahr

Immer mehr Menschen werden Opfer von Cyberkriminellen (Symbolbild).

Immer mehr Menschen werden Opfer von Cyberkriminellen (Symbolbild).

Foto: picture alliance

Aus Sicht der FDP-Fraktion in der Bürgerschaft ist der Hamburger Senat beim Thema der Cyberkriminalität noch zu zögerlich.

Hamburg.  Mit zusätzlichen Ermittlern will die Polizei die massenhafte Zahl von Betrugsfällen in Hamburg besser in den Griff bekommen – aus Sicht der FDP-Fraktion in der Bürgerschaft ist der Senat gerade beim Thema der Cyberkriminalität noch zu zögerlich. Wie aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktionsvorsitzenden Anna von Treuenfels-Frowein hervorgeht, wurde das Internet allein im vergangenen Jahr bei 7789 Straftaten als „Tatmittel“ benutzt – mehr als doppelt so viele wie noch im Jahr 2016.

Zentrale Anlaufstelle

Bislang werde dabei ein Mitarbeiter des Landeskriminalamts speziell zum Experten für Cyberkriminalität fortgebildet, zwei weitere sollen ihm folgen. Es sei erkannt worden, dass ein „ständiger Bedarf an Weiterbildung“ auf diesem Gebiet erforderlich sei – die Überlegungen zur weiteren Umsetzung in die Praxis seien aber noch nicht abgeschlossen. Bereits jetzt ist im Landeskriminalamt aber auch eine „zentrale Anlaufstelle Cybercrime“ für die Ermittler der verschiedenen Bereiche eingerichtet worden.

Kritik von der FDP

Die FDP kritisiert diese Schritte als noch völlig unzureichend. „Während die Cyberkriminellen bereits auf dem Vormarsch sind, überlegt der Senat noch, wie er darauf reagiert. Hier muss deutlich schneller gehandelt werden“, sagte Anna von Treuenfels-Frowein. „Es ist dringend notwendig, dass beim LKA spezielle Laufbahnen für IT-Kriminalisten geschaffen und junge Fachkräfte für diese wichtige Aufgabe gewonnen werden.“ Vertreter der Kripobeamten hatten zuletzt auch eine mangelnde technische Ausstattung kritisiert.