Gesellschaft

Wie Online-Unternehmer offline eine Party feiern

Der D-Level-Diner-Empfang in der Bullerei: Gastgeberin Katharina Wolff zusammen mit Gastredner Klaus von Dohnanyi und Stephan F. Rebbe (im Beirat von D-Level).

Der D-Level-Diner-Empfang in der Bullerei: Gastgeberin Katharina Wolff zusammen mit Gastredner Klaus von Dohnanyi und Stephan F. Rebbe (im Beirat von D-Level).

Foto: Andreas Laible / HA

Anekdoten, Rück- und Vorblicke auf Veranstaltungen – und alles über die wichtigsten Köpfe der Stadt lesen Sie hier.

Hamburg.  Katharina Wolff ist vielen Hamburgern noch als erfolgreiche und umtriebige CDU-Politikerin bekannt. Inzwischen führt sie die Personalberatung D-Level – und bat in der vergangenen Woche rund 40 Führungskräfte aus der digitalen Wirtschaft zum D-Level-Dinner in Tim Mälzers Bullerei. Und auf wen trafen die überwiegend jüngeren Leute dort als Gastredner? Auf Alt-Bürgermeister Klaus von Dohnanyi (90), der über den Zusammenhang von Förderalismus und Digitalisierung sprach. Unter den Zuhörern: Kathrin Anselm, General Manager Deliveroo, Kalle Greven, CEO New Mobility@Deutsche Bahn, Johannes Haus, Geschäftsführer Haspa Next, Arne Kahlke, CEO LemonSwan, Werber Stephan Rebbe, Franziska von Lewinski, Vorstand FischerAppelt, Michael Weber, Vorstand Blume 2000 new media, Marcel Yon, CEO Cyber Innovation Hub der Bundeswehr.

Zum 70. Geburtstag des Grundgesetzes produzieren das Hamburger Abendblatt und die Zeit-Stiftung einen Film über das Grundgesetz. Bekannte Persönlichkeiten aus allen Teilen der Gesellschaft werden die wichtigsten Passagen des Grundgesetzes vortragen und der deutschen Verfassung damit ein Gesicht und eine Stimme geben. Mit dabei sind unter anderen die TV-Moderatoren Caren Miosga, Reinhold Beckmann, Michel Abdollahi und Anja Reschke, die Schauspieler Sky Dumont und Hannelore Hoger, Fußball-Legende Uwe Seeler, „Zeit“-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo, Hamburgs Alt-Bürgermeister Klaus von Dohnanyi, Spitzenköchin Cornelia Poletto, der Strafverteidiger Gerhard Strate, Bischöfin Kirsten Fehrs und Drag-Queen Olivia Jones. Veröffentlicht werden soll der Film kurz vor dem 70. Geburtstag des Grundgesetzes am 23. Mai. „Wir möchten der Verfassung mit unserem Film ein Gesicht, eine Stimme geben und in Erinnerung rufen, was für ein wertvolles Gut da vor 70 Jahren geschaffen wurde“, sagt Lars Haider, Chefredakteur des Hamburger Abendblattes. Michael Göring, Vorstandsvorsitzender Zeit-Stiftung: „Unser Land hat mit dem Grundgesetz eine großartige Verfassung. Jetzt ist es an uns, dieses Erbe zu pflegen und zu schützen: Jeder ist aufgerufen, sich für unsere freiheitliche rechtsstaatliche Demokratie immer wieder neu einzusetzen.“


Wie feiert der Chef eines der größten Digital-Events Europas seinen 40. Geburtstag? Ganz einfach: in einem chinesischen Restaurant direkt gegenüber vom Hauptbahnhof. Philipp Westermeyer, Gründer und CEO der Online Marketing Rockstars (OMR), hatte das Lokal für drei Stunden gemietet und Freunde, Familie und Weggefährten eingeladen. Ganz ungezwungen, so wie er es am liebsten mag. Natürlich kamen sie alle: Werber Michael Trautmann, der wie Westermeyer einen erfolgreichen Podcast betreibt, Hockey-Olympiasieger Moritz Fürste und Jan Bechler, Geschäftsführer von Finc3, genauso wie Pit Gottschalk, ehemaliger Chefredakteur von „Sport Bild“ und Alexander Kühn („Der Spiegel“). Flemming Pinck vom Männerchor „Die Hamburger Goldkehlchen“ berichtet stolz, dass das Lied „Moin Moin Hamburg“ es auf Platz eins der iTunes-Charts geschafft habe. „Unser Ziel bleibt ein Auftritt im Großen Saal der Elbphilharmonie.“ In dem Chor singen viele Mitarbeiter der Online Marketing Rockstars, die zu ihrer Messe im Mai mehr als 50.000 Besucher erwarten.

Apropos Westermeyer: Der gehörte auch zu jener illustren Runde von Hamburger Online-Größen, die Bürgermeister Peter Tschen­tscher (SPD) und Kultursenator Carsten Brosda (SPD) vor Kurzem im Gästehaus des Senats an der Außenalster getroffen haben. Baut sich Tschentscher wie Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ein Gremium mit Digital-Experten auf? Dabei waren unter anderem Internet-Pionierin Petra Vorsteher, Nico Lumma von Next Media Accelerator und Tarek Müller, Mitinhaber der Otto-Tochter About You. Ob Müller Tschentscher in dem dreistündigen Treffen verraten hat, dass er auch in die Politik will und sich vorstellen könnte, eines Tages einmal Hamburger Bürgermeister zu werden?


Wie nimmt man ein Publikum am besten charmant für sich ein? Mit einem ernst gemeinten Kompliment. Und so eröffnete Annette Kroeber-Riel, die das Berliner Büro des Internetgiganten Google leitet, ihren Impulsvortrag über die Chancen der Digitalisierung wie folgt: „Ich arbeite seit 13 Jahren in der Digitalbranche und das auch noch in Berlin. Glauben Sie mir: Ich habe noch nie vor einem so schönen und gut angezogenen Publikum gesprochen wie heute Abend.“ In der Hauptstadt fühle sie sich mitunter „overdressed“, wenn sie zu grauer Jeans und schwarzem Rollkragenpullover mal keine Turnschuhe, sondern Pumps trage. In der Tat waren die 140 Unternehmerinnen, die der Einladung von Kristina Tröger, Präsidentin des Clubs europäischer Unternehmerinnen, ins Hotel Vier Jahreszeiten gefolgt waren, sehr elegant gekleidet. Besonders viel Zuspruch für die Wahl ihres Outfits bekam PR-Lady Alexandra von Rehlingen. Als Hommage an Modezar Karl Lagerfeld kam sie in einem Chanel-Kostüm und erinnerte sich an eine besondere Begegnung mit diesem großen Hamburger vor 21 Jahren: „Ich weiß es noch genau, weil ich mit meiner Tochter schwanger war.“ Der Designer, der damals von ihrem Mann, Star-Anwalt Matthias Prinz, beraten wurde, habe ihr eine kleine Handtasche geschenkt. „Ich habe mich so gefreut. Diese Tasche war für mich immer etwas Besonderes und wird es auch auch bleiben.“ Weniger um Mode als viel mehr um die Herausforderungen der Digitalisierung ging es nach dem Dinner in einer Fragerunde. Unter den Gästen waren Kirsten Dahler (Dahler und Company), TV-Ärztin Dr. Anne Fleck und Katja Kleffmann (Lufthansa). Auch einige wenige Herren, darunter Ex-Wirtschaftssenator Ian Karan, waren gekommen und fühlten sich unter so vielen erfolgreichen Frauen sichtlich wohl.

Das Grand Elysée wurde am vergangenen Wochenende von hunderten Jugendlichen gestürmt: Anlass war der 52. Jahresball der katholischen Gymnasien in Hamburg im großen Ballsaal (Sophie-Barat-Schule, Sankt-Ansgar-Schule und Niels-Stensen-Gymnasium). Rund 1500 Jungen Mädchen, Mütter, Väter und Lehrer feierten nun schon zum dritten Mal in dem vornehmen Hotel. Inhaber Eugen Block ist der katholischen Kirche eng verbunden. Generalvikar Ansgar Thim begrüsste die Jugendlichen. Elternratsmitglied Sebastian Giesen versteigerte Schüler-Kunstwerke. Die Einnahmen aus der Aktion dienten der Unterstützung des Balls. Und dann wurde getanzt. Auf drei Flächen, mal klassich, mal frei und wild. Aber auf jeden Fall bis tief in die Nacht.


Rund zwei Monate war das Porsche Zentrum Hamburg ohne echten Geschäftsführer: Der bisherige Chef Matthias Busse war Ende des vergangenen Jahres zu Porsche Taiwan gewechselt, Steffen Knies (Porsche Zentrum Hamburg Nord-West) hatte seine Aufgaben vorübergehend mit übernommen. Damit ist am 1. April Schluss: Dann kommt mit Philipp von Witzendorff der offizielle Nachfolger Busses nach Hamburg – aus Kanada, wo der 46-Jährige die Geschicke einer großen Autohandelsgruppe lenkte. „Philipp von Witzendorff ist ein erfahrener Vertriebsexperte“, sagt Alexander Pollich, Chef von Porsche Deutschland.

Wertvolle Uhren und Schmuckstücke. Das sind die schönen Dinge, mit denen sich Philipp Steeg beschäftigen darf. Zu seinen Kunden zählt auch die feine Gesellschaft der Hansestadt und natürlich der ein oder andere Prominente. Diskretion ist für den 28-Jährigen Ehrensache. Deshalb wird über Namen nicht gesprochen. Steeg ist der neue Geschäftsführer von Wempe am Jungfernstieg. Das ist für das Hamburger Familienunternehmen, das in vierter Generation von Kim-Eva Wempe geführt wird, einer der wichtigsten Standorte. 25 Jahre lang hatte hier Christa Kubsch das Sagen, ist im vergangenen Jahr in den Ruhestand gegangen. Nun ist hier Steeg der Chef. Zuletzt hat er als stellvertretender Geschäftsführer am Berliner Kurfürstendamm für den Juwelier gearbeitet: „Es ist natürlich eine große Ehre und Herausforderung, dass ich diese besondere Niederlassung im Herzen von Hamburg leiten darf. Das Team hat mich von Anfang an sehr herzlich aufgenommen und ich werde von den Kollegen sehr unterstützt.“ In dem kleinen Ort Tönisvorst am Niederrhein in der Nähe von Krefeld ist Steeg aufgewachsen. Seine Eltern haben dort eine Bäckerei und ein Café. Bei dem Wunsch in der Juwelierbranche Fuß zu fassen, haben sie ihn unterstützt: „Mich faszinieren aufwendig verarbeitete Diamanten und die Mechanik edler Uhren.“ Die neue Wohnung des jungen Mannes liegt in St. Georg. Dort fühlt er sich „sehr wohl“ und schätzt „die lebendige Atmosphäre des Stadtteils mit vielen guten Restaurants.“ Sport gehört zu seinem Freizeitprogramm, da ist die Nähe zur Alster ideal.

Der blaue Teppich wurde in der vergangenen Woche an den Hohen Bleichen 10 ausgerollt. Der Grund war die Eröffnung der Pop-up-Eisdiele „Frozen Store“. Für dieses Ereignis waren Promis wie Moderatorin Verona Pooth, samt ihrem modelnden Sohn Diego, gekommen. Auch Reality-Show-Darstellerin Daniela Katzenberger und Fußballer-Gattin C athy Hummels kamen zur Eröffnung des Eispalastes in die Hansestadt. Vorgestellt wurde auch eine neue Eismarke. (hai/hpck/sla/ug/vas)