Gesellschaft

Hamburg-Kolumne: Die Rotarier und Hamburgs neue Kreise

Anekdoten, Rück- und Vorblicke auf Veranstaltungen – und alles über die wichtigsten Köpfe der Stadt lesen Sie hier.

Hamburg. Für Hamburgs Rotarier ist 2019 ein besonderes Jahr: Im Sommer ist das Welttreffen des Serviceclubs mit wahrscheinlich mehr als 25.000 Menschen in der Stadt. Einen Vorgeschmack gab es jetzt beim rotarischen Neujahrsempfang im Emporio Tower, der passenderweise vom Rotary-Club Lombardsbrücke ausgerichtet wurde. Dort ist Andreas von Möller Mitglied, der die Rotary-Convention nach Hamburg holte – und die rund 150 Gäste beim Neujahrsempfang darauf einschwor. Gastredner war „Tagesthemen“-Moderator Ingo Zamperoni, auch das kein Zufall: Denn Präsident des RC Lombardsbrücke ist aktuell Lutz Marmor, von Beruf Intendant des NDR.

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Sie repräsentieren ihre Heimatländer oder solche, zu denen eine besondere Verbundenheit mit der Hansestadt besteht: die Vertreter des Konsularischen Korps. Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) empfing sie jetzt zum traditionellen Neujahrsempfang im Rathaus, allen voran die Doyenne und Generalkonsulin der Ukraine, Oksana Tarasyuk. Im Großen Festsaal gab es zuerst Reden der beiden. Erst danach wurden alle Anwesenden nach festgelegten protokollarischen Regeln persönlich begrüßt. Derzeit gibt es 97 konsularische Vertretungen in Hamburg, davon 30 Berufs-konsulate und 67 Honorarkonsu-late. Was alle gemeinsam haben? Ein „CC“ am Wagenheck des Dienstfahrzeugs.

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Große Ehre für Michael Stich. Der ehemalige Tennisprofi und Gründer der Michael Stich Stiftung wurde auf dem Neujahrsempfang des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) mit der Curschmann-Medaille ausgezeichnet. Auch Marlies Paschen, Gründerin und Vorsitzende des Vereins Freunde der Kinderklinik des UKE, erhielt die Auszeichnung. „Die Michael Stich Stiftung fördert seit 2006 mit erheblichen Mitteln die Betreuung von Kindern mit HIV-Infektionen und Aids-Erkrankungen innerhalb der Immundefektambulanz des Kinder-UKE. Mit den von ihm unterstützten Präventions- und Aufklärungskampagnen hat Michael Stich zu einem angemessenen Umgang mit Aids und HIV in der Öffentlichkeit beigetragen“, sagte Prof. Dr. Dr. Uwe Koch-Gromus, Dekan und Vorstandsmitglied des UKE, in seiner Laudatio. Mit der Medaille werden Personen geehrt, die sich besondere Verdienste um das Klinikum erworben haben. Sie ist nach dem ersten Ärztlichen Direktor des UKE benannt.

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Ein leckeres, aber günstiges Essen. Dazu noch gesund. Geht nicht? Geht doch. Das zeigt der ehemalige Hamburger Sternekoch Christian Rach seit der vergangenen Woche in seiner Sendung „Gewusst wie! Rachs 5-Euro-Küche“ bei Health tv (montags bis freitags um 18.05Uhr). „Wichtig sind ein Wochenplan und eine Einkaufsliste. Die helfen Geld zu sparen. Man kauft nicht zu viel, verschwendet keine Lebensmittel, und Reste können integriert werden.“ In 50 Folgen stellt Rach Gerichte vor, die einfach nachzukochen sind. Durchschnittlich gerade 2,03 Euro haben sie gekostet. „Die Zauberformel heißt: viel frisches Gemüse, nicht jeden Tag Fleisch, öfter Fisch.“ Ein Plan mit Einkaufsliste und Rezepten für alle Gerichte der Woche gibt es online unter: www.5eurokueche.de und www.healthtv.de

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Konstantin von Laffert (52) ist erneut zum Präsidenten der Zahnärztekammer Hamburg gewählt worden – und damit so etwas wie der Oberchef von 2300 Zahnärzten in der Stadt. „Eines meiner zentralen Themen wird die Verhinderung von fremdkapitalfinanzierten zahnärztlichen Versorgungszentren sein, die Zahnmedizin zur Handelsware machen wollen“, sagte von Laffert. „Es ist unsere Aufgabe als Kammer, unsere Patientinnen und Patienten vor renditegetriebener Medizin zu schützen, die uns droht, wenn weitere Fonds und Großkapitalanleger massenweise Praxen aufkaufen.“ In den Vorstand wurden außerdem gewählt: Thomas Einfeldt (60, Vizepräsident), Thomas Clement (58), Maryla Brehmer (47) und Kathleen Menzel (32).

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Einflussreiche Hamburger Frauen haben sich in diese Woche im Hotel Vier Jahreszeiten getroffen. Unternehmerin Katrin Wachholz hatte im Rahmen ihrer Veranstaltungsreihe Hamburg Women connect Vertreterinnen aus Wirtschaft, Politik, Medien, Forschung und Lehre zum Neujahrsempfang in das Luxushotel eingeladen. Die rund 140 Gäste diskutierten zusammen mit Julia Dettmer (Gesellschafterin Dettmer Group, Geschäftsführerin der Tonne Logistic GmbH und der Jongen GmbH) und Alexander Koeberle-Schmid (Experte für Unternehmensnachfolge, Familienverfassung, Beirat und Governance) zum Thema „Unternehmensnachfolge“. Moderiert wurde die Diskussion von Petra Neftel. Unter den Gästen waren unter anderem Ina Menzer, Hannelore Lay und Christina Rann.

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Bald haben Sie es geschafft! Der trockene Januar ist vorbei, also der Monat, in dem sich viele vornehmen, keinen Alkohol zu trinken. Im Le Lion, der Bar de Paris in der Rathausstraße in der Innenstadt, stellten die Gastgeber Jörg Meyer und Ingrid Meyer-Lohrmann deshalb vor ausgewählten Gästen das Menü „No Alcoholic Drinks“ vor – mit Aroma-Essenzen wie zum Beispiel Kaffee, Zitronengras und Ingwer. Selten schmeckte kein Alkohol so gut nach Alkohol. Den sogenannten „Meyer’s Monday“, an dem Bar-Fans besondere Cocktails testen dürfen, soll es künftig regelmäßig geben.

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Er war 1976 derjenige, der den Bedarf erkannte und mit der „Hämatologisch-Onkologischen Praxis Altona“ (HOPA) die erste onkologische Schwerpunktpraxis in Deutschland gründete und mit der ambulanten Versorgung vielen Krebspatienten hilfreich zur Seite stehen konnte. Jetzt wurde Prof. Dr. Ulrich R. Kleeberg (80) feierlich in den Ruhestand verabschiedet. Sein wegweisendes Wirken und Engagement in der Krebsforschung, in der Fachgesellschaft DGHO, in der deutschen Krebsgesellschaft und noch heute als Vorsitzender der Hamburger Krebsgesellschaft wurde vor 80 Gästen gewürdigt. Darunter: Walter Plassmann, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg sowie Prof. Dr. Stephan Schmitz, ehemaliger Vorsitzender des Berufsverbandes der Onkologen (BNHO).

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„Diamonds Are A Girl’s Best Friend“ heißt es so schön im Lied – offenbar jedoch nicht für jede Frau. Magdalena Schmedtje, die Frau des Hamburger- Abendblatt-Geschäftsführers Claas Schmedtje, gewann bei der Tombola des Presseballs ein Diamantcollier von Wempe im Wert von fast 7000 Euro – und ließ es spontan zugunsten des Vereins Hamburger Abendblatt hilft e. V. mit seiner Initiative „Kinder helfen Kindern“ versteigern. Moderator Yared Dibaba legte sich ins Zeug und sollte im zweiten Leben unbedingt Auktionator werden. Er stieg bei 5000 Euro ein und pushte die Zahl hoch – bis auf 7500 Euro, die eine Hamburger Familie für die weißgoldene Kette mit funkelndem Brillanten abschließend bot. „Ich fand das so eine tolle Geste von der Gewinnerin, das Collier zu spenden, da wollte ich mich an der guten Tat beteiligen“, sagte der Bieter, der gemeinsam mit seiner Ehefrau anonym bleiben möchte. Die kam auf die Bühne, nahm die Schatulle an sich und erklärte später freudestrahlend, „dass sie Schmuck sehr liebe“. Na, dann passt es doch!

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Netzwerken ist eine Leidenschaft des ehemaligen Hamburg-Marketing-Chefs Thorsten Kausch und des Unternehmers Hauke Harders. Da ist es naheliegend, dass die beiden mit ihrem neuen Format „Hamburger Kreise“ wichtige Menschen zusammenbringen wollen. Bei der Gesprächsreihe treffen Spitzen aus der Wirtschaft auf bekannte Politiker. Das besondere: Der jeweilige Ehrengast hält ein kurzes Referat und speist danach gemeinsam mit den Gästen, um in den Dialog zu treten. Den Anfang machte Finanzsenator Andreas Dressel. Als Nächstes ist Niedersachsens Finanzminister Bernd Althusmann eingeladen. Die Nähe zur Politik wird auch beim Veranstaltungsort deutlich. Die Teilnehmer der „Hamburger Kreise“ treffen sich in der Hanse Lounge, mit Blick auf das Rathaus.

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Das Motto war passend gewählt. „ZusammenWachsen“ – unter diesem Leitgedanken trafen sich am gestrigen Freitag 400 Gäste in der Eingangshalle des Albertinen Krankenhauses in Schnelsen – unter ihnen auch Bürgermeister Peter Tschentscher und der Staatsminister im Auswärtigen Amt, Niels Annen. Am 1. Januar hatten sich das Albertinen-Diakoniewerk und die Berliner Immanuel Diakonie zur Immanuel Albertinen Diakonie mit 6700 Mitarbeitern zusammengeschlossen. „Die Immanuel Albertinen Diakonie ist ein Zusammenschluss starker Partner“, sagte Tschentscher: „Gemeinsam können sie ihr Tätigkeitsfeld erweitern und bestehende Schwerpunkte ausbauen, etwa in der Herzmedizin. Für den Gesundheitsstandort Hamburg ist der Konzernsitz an der Elbe ein großer Gewinn.“ Auch Matthias Scheller (Hamburg) und Udo Schmidt (Berlin), gleichberechtigte Geschäftsführer der Immanuel Albertinen Diakonie, sagten, dass der Zusammenschluss große Chancen für die zukünftige Entwicklung des Unternehmens eröffne. Begleitet wurde der Festakt vom Posaunenchor der evangelisch-lutherischen Gemeinde Schnelsen und vom Albertinen Mitarbeiter-Gospelchor. Am Sonntag feiert die Diakonie ihren Zusammenschluss in Berlin mit einem Festgottesdienst.

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