Olympische Spiele

NOlympia Hamburg kritisiert Bewerbungskosten

Die Initiative erklärt, dass nur Hamburg zahlen müsse. Aufruf zur Solidarität mit Olympia-Kritikern in Paris und Los Angeles.

Hamburg.  Die Olympische Idee in Hamburg ist nach dem Referendum im November 2015 Geschichte – vor knapp zwei Jahren hatten sich die Gegner knapp durchgesetzt. Die Initiative NOlympia Hamburg macht dennoch weiter.

Vor dem Hintergrund der für den heutigen Mittwoch im peruanischen Lima erwarteten Vergabe der Spiele 2024 an Paris und 2028 an Los Angeles erklärte sich NOlympia Hamburg solidarisch mit den olympia-kritischen Initiativen in beiden Weltstädten: „Sie kämpfen trotz schwieriger Bedingungen weiter dafür, ihre Städte und deren Bewohner vor den negativen Folgen des Großereignisses zu bewahren. Sie gilt selbstverständlich auch jenen Gruppen im Ruhrgebiet und in anderen deutschen Städten, die sich gegen die dort aufkommende dumme Idee einer künftigen Olympiabewerbung engagieren.“

Die Erfahrungen von London und Rio, Gastgeber der Spiele 2012 und 2016, sollten „eigentlich allen Menschen (außer den ganz wenigen Profiteuren) klar vor Augen führen, dass von so hochgradig vergifteten Brot&Spielen besser die Finger zu lassen sind.“

"Hamburg bleibt auf den Kosten sitzen"

In ihrer Erklärung verurteilen die Olympia-Kritiker auch die Bewerbungskosten der ersten Phase in Hamburg. Die Stadt bleibe auf den Kosten von 15 bis 20 Millionen Euro sitzen, mit der Bundesregierung habe es keinen entsprechenden Vertrag über Zuschüsse gegeben. Zudem habe der Senat trotz mehrfacher Nachfragen der Linken keine solide Abschlussrechnung vorgelegt. Die Box-WM, nach Hamburg geholt, um die Olympiabewerbung zu unterstützen, sei „überteuert“ gewesen.