Cessna 206 "Soloy" stürzt in die Elbe

Wasserflugzeug verunglückt im Hamburger Hafen

Das Unglück ereignete sich kurz vor 13.00 Uhr: Bei der Notwasserung des Flugzeugs im Hamburger Hafen sind zwei Menschen lebensgefährlich verletzt worden.

Hamburg. Bei der Notwasserung eines Wasserflugzeugs vom Typ Cessna 206 "Soloy" sind am Sonnabend im Hamburger Hafen mindestens zwei Menschen verletzt worden. Das Flugzeug sei offenbar am Versmannkai mitten in der Hafencity in die Elbe notgewassert und dabei gekentert, teilte die Feuerwehr mit. Die Cessna treibe jetzt „kiel oben" im Wasser. Lediglich die Kufen würden noch aus dem Wasser ragen.

An Bord seien der Pilot und zwei Fluggäste gewesen. Die Gäste, Augenzeugen zufolge handelt es sich um einen älteren Mann und eine Frau, seien von Feuerwehr und Polizei aus der Kabine, die unter Wasser war, gerettet worden. Sie hätten reanimiert werden müssen. Inzwischen wurden sie ins das Univeristätsklinikum und das Krankenhaus St. Georg gebracht. Sie lebten noch. Allerdings sei die Schwere ihrer Verletzungen noch unklar, so die Feuerwehr.

Auch der Pilot habe das Unglück überlebt. Er habe sich selber befreien können und soll sich anschließend an den Rettungsversuchen beteiligt haben.

Bei dem Wasserflugzeug handelt es sich höchstwahrscheinlich um die Cessna 206 der Firma Clipper Aviation, die Rundflüge von den Landungsbrücken aus anbietet. Helfer haben sich nach dem Unglück sofort zum Baumwall begeben, um wartende Angehörige zu betreuen.

Bereits im Jahr 2006 ist das als "Himmelsschreiber" bekannte Wasserflugzeug im Hafen aufgrund eines technischen Defektes abgestürzt. Der Pilot und vier Insassen kamen damals ums Leben.